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Thema: 17.1.10 Adler Mannheim - Nürnberg Ice Tigers 4:6 (Spielberichte)

  1. #1
    bricht ice Avatar von icebrecher
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    17.1.10 Adler Mannheim - Nürnberg Ice Tigers 4:6 (Spielberichte)

    Adler Mannheim.de

    Adler Mannheim vs. Thomas Sabo Ice Tigers 4:6 (0:3, 2:1, 2:2)

    Adler holen 0:4 auf und verlieren dennoch mit 4:6


    Die 10317 Zuschauer in der Mannheimer SAP ARENA sahen bei der 4:6-Niederlage der Adler gegen Nürnberg ein verrücktes Spiel. Trotz guter Leistung lagen die Adler nach 25 Minuten mit 0:4 hinten, holten den Rückstand dann aber durch Tore von Scalzo, Spylo, Arendt und Robinson bis zur 44. Minute auf. Fischhaber und Greg Leeb entschieden das Spiel dann aber zugunsten der Gäste.

    Nach der guten Leistung bei der 2:4-Niederlage in Berlin am Freitag spielten die Adler auch im zweiten Spiel unter Headcoach Teal Fowler mutig und gut nach vorne. Doch irgendwie war es wie verhext, in den ersten 25 Minuten gelang im Spiel nach vorne überhaupt nichts. Dafür kassierten die Adler hinten nahezu unmögliche Tore.

    Beim Überzahltreffer der Ice Tigers in der fünften Minute hatte Nürnbergs Jesse Schultz das Glück, beim Abpraller von der Bande an der richtigen Stelle zu stehen. Schultz musste nur noch den Schläger hinhalten und traf zum 0:1. Vor dem 0:2 durch Brad Leeb leistete sich Mario Scalzo in Mannheimer Überzahl an der eigenen blauen Linie einen katastophalen Fehlpass. Zwei Chancen, zwei Tore – die Ice Tigers spielten effektiv. Das Heft in der Hand hatten aber die Hausherren. Vor allem bei Scott Kings Chance in Überzahl (6. Minute), aber auch bei den Schüssen von Robinson und Pollock (beide 9., Überzahl) war Ice Tigers-Torhüter Patrick Ehelechner Sieger. Glück hatte Ehelechner in der 12. Minute, als er den von Colin Beardsmore abgefälschten Arendt-Schuss noch abwehren konnte. Ehelechners Glück fehlte hinten den Adlern, als Björn Barta irgendeinen Fuss vor dem Mannheimer Tor traf, von wo aus die Scheibe zum 0:3 über die Linie rutschte.

    Fast baugleich die Szene zum 0:4 in der 25. Minute, Greg Leeb wurde als Torschütze notiert. Und so passte es ins Bild, als François Methot wenig später per Rückhand nur den Pfosten traf. Die Adler spielten gut und motiviert, lagen dennoch mit 0:4 hinten.

    Immerhin, Mario Scalzo schloss eine wirklich sehenswerte Kombination über Scott King und Justin Papineau zum ersten Mannheimer Treffer ab (27.). Die Adler blieben am Drücker, doch es dauerte weitere elf Minuten bis zum zweiten Adler-Tor. Ahren Spylo überwandt Patrick Ehelechner per Handgelenksschuss (38.). Die Chancen von Scalzo, King und Papineau direkt vor der zweiten Pause waren eigentlich gut für zwei Tore, aber es blieb beim 2:4.

    Das Bemühen der Adler wurde aber belohnt. In der 42. arbeitete Ronny Arendt die Scheibe zum 3:4 förmlich über die Linie, Nathan Robinson traf zwei Minuten darauf zum umjubelten 4:4. Die Adler wollten nun mehr, wurden dadurch aber in der Defensive zu offen. Fischhaber traf in der 49. Minute zur erneuten Nürnberger Führung, nachdem Greg Leeb es zuvor zwei Mal versuchen durfte, die Adler die Scheibe aber nicht aus der Gefahrenzone befördern könnten. Ein Konter in Überzahl zum 4:6 war dann die Entscheidung, Greg Leeb erzielte in der 54. Minute das zehnte und letzte Tor der Partie. Die gelungene Aufholjagd war verloren.

  2. #2
    Hüpf Mannheim Hüpf!! Avatar von Pasco19
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    Zitat Zitat von AxelRHD Beitrag anzeigen
    Soll das ein schlechter WITZ sein?!
    Auf die vorher schon gezeigten Leistungen bezogen war das doch bombastisch!
    Adler Mannheim Freunde Worms

  3. #3
    Hüpf Mannheim Hüpf!! Avatar von Pasco19
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    Zitat Zitat von AxelRHD Beitrag anzeigen
    Es war nicht ganz so grausam, wie das schlechteste, was man diese Saison schon gesehen hat, aber zu welchem Zeitpunkt hatten die Adler heute "das Heft in der Hand"? Wir haben uns teilweise bei 5:5 wie in Unterzahl im eigenen Drittel einschnüren lassen.
    Natürlich. Beachte doch bitte den hier:

    Adler Mannheim Freunde Worms

  4. #4
    schiller
    Guest
    Das Spiel war doch gar nicht so schlecht, viele Chancen gehabt und plötzlich lag man 4:0 hinten. Und nach dem 4:4 hat einfach die Kraft gefehlt nach der langen, anstrengenden Saison.

  5. #5
    Administrator Avatar von Paige
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    Mannheimer Morgen:

    Eishockey: 4:6-Niederlage gegen Nürnberg / 0:4-Rückstand wettgemacht / Erschreckend schwaches Powerplay

    Vergebliche Aufholjagd der Adler


    Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla


    Mannheim. Es sollte der ersehnte Neuanfang mit dem Trainergespann Teal Fowler und Martin Jiranek vor den eigenen Fans sein, doch die Aufholjagd der Adler im Schlussdrittel wurde nicht belohnt. Die Mannheimer hatten einen 0:4-Rückstand wettgemacht und unterlagen dennoch mit 4:6 (0:3, 2:1, 2:2). "Wir haben uns nach dem 0:4 zurückgekämpft, waren danach aber in der Abwehr wieder zu nachlässig. Sechs Gegentore zu Hause sind einfach inakzeptabel", kritisierte Coach Teal Fowler.

    Den Adlern merkte man zu Beginn an, dass sie genug von den Niederlagen hatten. Nach knapp zwei Minuten die erste Möglichkeit: Tomas Martinec kämpfte sich durch die Nürnberger Abwehr, passte auf Scott King, der umkurvte zwar noch Torhüter Ehelechner, erwischte aber den Puck nicht mehr richtig. Das sollte sich rächen: Gleich die erste Strafe gegen die Kurpfälzer zerstörte die Ambitionen für lange Zeit. Spang zog ab, von der Bande sprang die Scheibe zurück zu dem am kurzen Pfosten lauernden Schultz - 0:1. Die Unsicherheit war zurück. Beispiele gab es einige: So schlug Nathan Robinson über die Scheibe und leitete damit einen Konter ein, den die Nürnberger nicht nutzten.

    Robinson schießt aus allen Lagen

    Bei den Adlern klappte selbst in Überzahl nichts: Robinson wollte zwar erkennbar sein Missgeschick wieder gutmachen und versuchte es aus allen Lagen, den Treffer landeten jedoch die Gäste: Mario Scalzo leistete sich einen Schnitzer im Spielaufbau, Brad Leeb vollendete zum 2:0 für die Franken nach zehn Minuten. Jetzt witterten die Nürnberger ihre Chance. Spang hatte wenig Mühe den unbewachten Barta in Szene zu setzen - 3:0. Die Fans wurden immer leiser, die Verkrampfung nahm weiter zu: Spylo stand gut, passte aber noch einmal auf Yannic Seidenberg, der zurück zum Torjäger schob. Zeit genug, damit sich die Ice Tigers formiert hatten. Mitentscheidend: Im Powerplay blieben die Blau-Weiß-Roten erschreckend harmlos. Zur Pausensirene ernteten sie die ersten Pfiffe.

    Noch schmerzhafter wurde es nach fünf Minuten im mittleren Spielabschnitt: Greg Leeb erhöhte auf 4:0, während François Methot das Pech am Schläger zu kleben schien, sein Schuss donnerte an den Posten (26.). Mario Scalzo sandte ein Lebenszeichen der Adler: Zwei Minuten nach dem Tiefschlag verkürzte er auf 1:4.

    Die Ice Tigers schalteten zurück. Das nutzte Ahren Spylo aus. Bei angezeigter Strafe zog er einfach ab und schoss Ehelechner durch die Schoner - 2:4. Sekunden vor der Pause vergaben Scott King und Justin Papineau dicke Chancen. Nach langem Videobeweis kam in der 42. Minute die Erlösung. Der Schiedsrichter erkannte Arendts Treffer zum 3:4 an. Jetzt standen die Fans wie ein Mann hinter den Adlern. Ihr Wunsch nach dem Ausgleich erfüllte Robinson nur zwei Minuten später. Mitten in der nun folgenden Drangphase gelang Fischhaber jedoch die erneute Nürnberger Führung (49.). Als die Adler nach einem Wechselfehler in Unterzahl agieren mussten, erhöhte Greg Leeb auf 6:4 (54.). Die Play-offs sind nun ernsthaft in Gefahr.

  6. #6
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    Lampertheimer Zeitung:

    Fowler weiß: Die Uhr tickt und tickt

    Von Maik Richter und Philipp Sémon


    Im Wettrennen um die Play-off-Plätze sind die Adler auch unter ihrem neuen Chef zu langsam / Kuriose Niederlage gegen Nürnberg

    Verrücktes Eishockey gab es am Sonntagabend in der SAP Arena zu sehen. Die Adler verloren dabei in der DEL gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 4:6 (0:3, 2:1, 2:2). Es war die zweite Niederlage im zweiten Spiel unter dem zum Cheftrainer beförderten Teal Fowler. Kurios: Zunächst schaffte Mannheim nach einem 0:4 den nicht für möglich gehaltenen Ausgleich zum 4:4, musste sich dann aber doch geschlagen geben.

    Wohl als Demonstration von Zusammenhalt und Einigkeit betraten die Adler das Eis diesmal - anders als sonst - bei der Verlesung der Namen gemeinsam, nicht einzeln. Was sich allerdings im ersten Abschnitt abspielte, schockte all jene Fans, die nach dem Trainerwechsel und dem einkalkulierten 2:4 in Berlin am Freitag auf Besserung spekuliert hatten. Im Fünf-Minutentakt nahmen die Nürnberger die Heimmannschaft auseinander.

    So hatte Teal Fowler als Mini-Ziel ausgegeben, nicht immer das 0:1 zu kassieren. Es funktionierte einmal mehr nicht: Jesse Schultz brachte einen von der Bande zurückprallenden Puck zum 0:1 über die Linie (5.). Fünf Minuten später war es dann Mario Scalzo, der das ganze Dilemma verdeutlichte, in dem das Mannheimer Eishockey derzeit steckt. Scalzo lud die Gäste (bei eigener Überzahl!) mit einem Katastrophenpass zum Toreschießen ein, und die sagten in Person von Brad Leeb danke. Hatte das Publikum bis hierhin noch Hoffnung auf Besserung, spätestens jetzt war diese endgültig erstickt. Der Tiefpunkt sollte aber noch gar nicht erreicht worden sein: Erst als Björn Barta zum 0:3 (15.) und im zweiten Drittel Greg Leeb (25.) gar zum 0:4 erhöhten, wurde es um die Adler zappenduster.

    Offensichtlich brauchen die Mannheimer aber aussichtslose Situationen, um in Fahrt zu kommen. Als Weckruf diente dabei das 1:4 durch Mario Scalzo, der seinen katastrophalen Fehlpass wettmachte und traf (27.). Plötzlich drehte sich die Partie: Jetzt diktierten die Adler, während Nürnberg nur noch reagierte. Und auch die Kulisse von 10317 Zuschauern war jetzt wieder da, merkte, dass da vielleicht noch was ging. So war es nicht verwunderlich, dass Ahren Spylo bei angezeigter Strafe zum 2:4 netzte (38.) und Ronny Arendt (42.) nach Hinzuziehen des Videomaterials sogar zum 3:4 traf. Die totgesagten Adler waren plötzlich wieder ganz dick im Geschäft. So schnell kann das manchmal gehen. Und es sollte noch besser kommen, denn schlappe 81 Sekunden nach dem Anschluss war es Nathan Robinson, der in Überzahl gar den Ausgleich besorgte. In nicht einmal 20 Minuten hatten die Adler aus einem 0:4 ein 4:4 gemacht.

    Jetzt wurde es den Ice Tigers aber wirklich zu bunt. Simon Fischhaber brachte die Gäste in der 49. Minute postwendend wieder in Front, auch weil sich das Team von Trainer Teal Fowler bekanntermaßen gerne etwas unorganisiert in der Abwehr präsentiert. Wieder liefen die Adler einem Rückstand hinterher. Zudem verpasste Justin Papineau quasi im Gegenzug den erneuten Ausgleich (50.). Die Ice Tigers waren plötzlich wieder erwacht, dachten sich wohl, dass man den Adlern jetzt passenderweise gleich noch den Todesstoß versetzen könnte. In Überzahl besorgte das Greg Leeb (54.), der Teal Fowler einen weiteren dezenten Hinweis gab, dass er schleunigst am Abwehrverhalten seines Teams arbeiten muss.

    Das war es dann aber wirklich, für eine neuerliche Aufholjagd hatte Mannheim keine Kraft mehr. Der Gegner durfte sich wieder einmal über die Punkte freuen. Wenn man vier Tore schießt, müsste das eben auch mal reichen. Bei den Adlern tat es dies wieder einmal nicht, weil man den Gegner zu oft zum Toreschießen einlädt und sich ein ums andere Mal in der Rückwärtsbewegung nicht gerade gedankenschnell zeigt.

    In der Tabelle heißt das, dass die Adler weiterhin Neunter sind, die Lücke nach oben, wo man hin will, aber immer größer wird. Auf Nürnberg und Platz sechs sind es jetzt schon zehn Punkte. Aus den letzten elf DEL-Spielen haben die Adler nur einen Sieg geholt und zehn Mal verloren. So wird das ganz schwer mit der direkten Qualifizierung für die Play-offs. Mehr und mehr muss man nach unten und nicht nach oben schauen. Teal Fowler war nach seiner zweiten Niederlage als Chefcoach entsprechend ernüchtert und meinte: "Sechs Gegentore sind nicht akzeptabel. Wir lassen die Punkte liegen. Die Uhr tickt und tickt."

  7. #7
    bricht ice Avatar von icebrecher
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    Nächstes Adler-Desaster: 4:6 Niederlage gegen Nürnberg

    Es war ein kurioses Spiel. Nach 25 Minuten führt Nürnberg bereits mit 0:4, dann konnten die Adler ausgleichen und schließlich siegte Nürnberg glücklich aber hoch verdient mit 4:6 Toren. Damit haben die Adler nun neun Spiele in Folge verloren und rangieren auf...

    weiter im Eishockey-Magazin

  8. #8
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    Rhein-Neckar-Zeitung:

    Play-off-Ränge in weiter Entfernung


    Adler verlieren beim 4:6 gegen Nürnberg schon im ersten Drittel


    Von Rainer Kundel

    Mannheim. Der erwartet schnelle Effekt des Trainerwechsels ist bei den Adler Mannheim nicht eingetreten. Nach der trotz der 4:2 Niederlage passablen Vorstellung am Freitag in Berlin verfielen die "Greifvögel" gestern Abend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) schnell in ihren alten Trott und ließen bei der 4:6 (0:3, 2:1, 2:2) Niederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers erneut viele Tugenden für den dringend nötigen Sieg vermissen. Der Weg zum Play off sichernden Platz sechs scheint damit bei acht Punkten Rückstand verriegelter denn je. "Ich werte es als positiv, dass wir uns nach einem 0:4 nochmals zurück gekämpft haben. Die Zeit tickt gegen uns, deshalb müssen wir schnell etwas ändern", meinte der ernüchterte Trainer Teal Fowler nach der zehnten Niederlage im elften Spiel. Die guten Absichten nach einem Neuanfang waren nach einer vergebenen Großchance von Scott King (2. Minute) schnell verflogen, das bekannte Unheil nahm dafür seinen Lauf: Die erste Unterzahl führte zum 0:1 durch Schultz (5.), bei dem auch der unsichere Keeper Freddy Brathwaite zu spät die kurze Ecke zumachte. Der Elan Bremser schlechthin war aber das 0:2 Gegentor bei eigener Überzahl, als Mario Scalzo ohne gegnerische Bedrängnis im eigenen Drittel die Scheibe vertändelte und Brad Leeb den Weg zum 0:2 ebnete. Danach lief im Spiel der Adler lange Zeit nichts mehr zusammen, die überwiegend in der Hoffnung auf eine Wende erschienenen Besucher waren bald desillusioniert. Die Reparaturarbeiten für den seitherigen Co Trainer Teal Fowler fallen größer als erwartet aus. Nur mit Handauflegen ist es nicht getan, das neuerliche Null Punkte Wochenende verriet eine deutliche Verunsicherung, wie sie in diesem Ausmaß in einem Adler Team noch nie auftrat. An dem abgeschenkten Gegentreffer zum 0:2 hatten die Cracks bis in die Schlussphase des zweiten Drittels zu knabbern. Bedenklich, welche Defizite beim Antritt und in den Zweikämpfen auftraten, sekundenlang wurde vor dem 0:4 (G. Leeb/25.) ein Fünferblock der Blau Weiß Roten von den Tigers wie am Nasenring durch die Arena geführt. Seinen Ruf, ein unmotiviertes Heer von Söldnern zu sein, polierte der Rang Neunte nach dem 1:4 durch Scalzo (27.) erst spät im Mitteldrittel auf. Dem 2:4 Anschluss durch Ahren Spylo (38.) folgte ein 15 minütiges Aufbäumen mit Chancen zuhauf und einem hochdramatischen Schlussdrittel: Ronny Arendt (nach Videobeweis) und Nathan Robinson (Überzahl) gestalteten mit ihren Treffern innerhalb 81 Sekunden die Partie mit dem 4:4 wieder offen. Doch passend zur aktuellen Misere schossen sich die Einheimischen danach selbst ins Knie. Ein "Roller" von Fischhaber im zweiten Nachschuss und nochmals Greg Leeb hebelten mit ihren Toren den "Torso" Adler Abwehr zum 4:6 Endstand aus.

    Adler Mannheim - Nürnberg Ice Tigers 4:6 (0:3,2;1,2:2) Tore: 0:1 Schultz (5.), 0:2 B. Leeb (10.), 0:3 Barta (15.), 0:4 G. Leeb (25.), 1:4 Scalzo (27.), 2:4 Spylo (38.), 3:4 Arendt (42.), 4:4 Robinson (44.), 4:5 Fischhaber (49.), 4:6 G. Leeb (54.) Zuschauer: 10.317, Schiedsrichter: Reichert (Lindau), Strafminuten: Mannheim 10/Nürnberg 12 + je 10 Disziplinar Barta, B. Leeb

  9. #9
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    Rheinpfalz:

    Neuer Trainer - altes Lied

    Eishockey: Adler Mannheim unterliegen den Nürnberg Ice Tigers mit 4:6


    MANNHEIM (olw). Stimmungsmäßig herrscht Tauwetter in Mannheim, die Fans unterstützen ihre Mannschaft wieder. Doch ergebnistechnisch verpuffte die Wirkung des Trainerwechsels: Trotz einer Aufholjagd unterlagen die Adler gestern Abend den Nürnberg Ice Tigers mit 4:6 (0:3, 2:1, 2:2).

    Den von Mal-wieder-Cheftrainer Teal Fowler beschworenen Neustart nahmen die Anhänger sehr ernst: wohlwollend die Stimmung zu Beginn der Partie. Die Adler begannen mit viel Geschwindigkeit, aber Kopf und Hände gingen das neue Tempo nicht immer mit. Das „kleine Ziel" Fowlers, mal früh in Führung zu gehen, bleibt so ganz oben auf der Agenda: In Überzahl erzielte Jesse Schultz das 1:0 für die Gäste.

    Dann die erste Überzahl der Adler - und die Höchststrafe. Nach Scalzo-Fehler gelang Brad Leeb der „Shorthander", das 0:2. Björn Barta legte gar das 0:3 nach, und immer noch betrug die Chancenverwertungsquote der Nürnberger grandiose 100 Prozent! Auf der Gegenseite wäre Scott King schon mit persönlichen 33,33 Prozent glücklich gewesen, was wenigstens ein Tor bedeutet hätte. So aber war zur ersten Pause klar: Hoch gewinnen die Adler heute nicht mehr ...

    Dieser Eindruck verfestigte sich als Greg Leeb Adler-Torwart Freddy Brathwaite zum 0:4 überlistete (25.). Sekunden später setzte Methot bei einem Konter den Puck nur an den Pfosten. Aus Hoffnungslosigkeit erwächst der Mut der Verzweiflung, nur so ist die Klasse-Kombination zum 1:4 zu erklären. Papineau erkämpfte den Puck, King spielte ihn sofort schnurgerade vors Tor, und Mario Scalzo vollstreckte. Doch das Spiel der Adler blieb labil, weil mitunter die einfachsten Dinge nicht funktionierten. Beispiel: Pascal Trepanier holte im Powerplay an der blauen Linie stehend so weit nach hinten aus, dass die Scheibe über die Markierung rutschte - Abseits!

    Nur gut, dass es einen im Team ohne flatternde Nerven gibt: Ahren Spylo. Bitte nicht falsch verstehen: Das Motto „weniger denken, mehr spielen" hat er verinnerlicht, wie gestern beim 2:4 bewiesen. Da feuerte der Torjäger einen seiner „dreckigen" Handgelenksschüsse ab (38.). Sekunden vor Drittelende hätte Papineau den Anschlusstreffer besorgen können. Der fiel gleich nach Wiederbeginn, wobei „gleich" so nicht stimmt. Denn Schiedsrichter Reichert sah sich die Szene am Monitor noch mal genau und lange an, gab dann das 3:4 durch Ronny Arendt.

    Jetzt tobte die SAP-Arena und erst recht im folgenden Überzahlspiel. Hier tanzte Nathan Robinson die Ice Tigers aus, vollstreckte zum Ausgleich. Schlimm allerdings, dass die Adler danach ihren Goalie im Stich ließen, im dritten Nürnberger Versuch drückte Fischhaber den Puck zum 4:5 hinter die Linie. Der famose Greg Leeb machte alles klar.

    So spielten sie

    Adler Mannheim: Brathwaite - Hedlund, Butenschön; Petermann, Pollock; Trepanier, Schmidt; Reul, Scalzo - Robinson, Methot, Forbes; Kink, Hackert, Seidenberg; Spylo, Papineau, King; Martinec, Beardsmore, King

    Tore: 0:1 Schultz (Spang) 4.25, 0:2 Brad Leeb (Greg Leeb) 9.30, 0:3 Barta (Spang) 14.55, 0:4 Greg Leeb 24.24, 1:4 Scalzo (King) 26.24, 2:4 Spylo (King) 37.11, 3:4 Arendt (Pollock) 41.34, 4:4 Robinson 43.04, 4:5 Fischhaber (Greg Leeb) 48.05, 4:6 Greg Leeb (Keller) 53.18 - Strafminuten: 10 - 12 + 10 Barta, Brad Leeb - Beste Spieler: Schmidt, Papineau, King - Spang, Greg Leeb, Schultz - Zuschauer: 10.317 - Schiedsrichter: Reichert (Lindau).

  10. #10
    Eishockeyfan Avatar von JoeCool
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    Die Hoffnung muß sein, dass der einzige Grund Fowler bis Saisonende weitermachen zu lassen der ist, dass man im Hintergrund endlich ein passendes Trainer/Manager-Gespann findet und Fowler ab der nächsten Saison endlich zur Vergangenheit gehört.
    Quality is not an act, it is a habit (Aristoteles)

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