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Thema: Presse vom 16.12.11

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    Presse vom 16.12.11

    Mannheimer Morgen

    Jungadler-Trainer Helmut de Raaf schwärmt von der Nordamerika-Reise / 4:2-Sieg gegen US-Vorzeigeschule als sportlicher Höhepunkt

    "Aus Erstaunen wurde Bewunderung"

    Sie wurden als Exoten empfangen und gingen als Botschafter des deutschen Eishockeys: Die Mannheimer Jungadler haben bei ihrer Nordamerika-Tour für Furore gesorgt. Beim Challenge Midget AAA-Turnier im kanadischen L'Ancienne Lorette schrammten sie nur knapp am Turniersieg vorbei, gegen die amerikanische Shattuck-St. Mary's School in Minnesota, dem Aushängeschild des US-Nachwuchseishockeys, gab es sogar zwei Erfolge. "Die ganze Organisation ist stolz auf die Jungs", betont Adler-Manager Teal Fowler, bei dem "schon einige Mails und Anrufe" von Talentspähern aus Nordamerika eingegangen sind. Kein Wunder, dass Jungadler-Cheftrainer Helmut de Raaf im Interview ein positives Fazit zieht.

    Herr de Raaf, wie fällt Ihre Bilanz der Nordamerika-Reise aus?

    Helmut de Raaf: Wir haben einen unglaublich erfolgreichen Trip hinter uns. Es hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht, weil wir ein tolles Team beisammen hatten. Alle haben an ihrem Leistungslimit gespielt.

    Ist es ein kleiner Wermutstropfen, dass beim Turnier in Kanada der Turniersieg ganz knapp verpasst wurde?

    De Raaf: Natürlich war es ein bisschen schade, dass wir das Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Collège Esther-Blondin knapp mit 0:1 verloren haben. Wir mussten in diesem achten Spiel in acht Tagen aber unserem Kräfteverschleiß Tribut zollen. Wir agierten nur mit drei Reihen, weil wir die Spieler des ältesten Jahrgangs in Deutschland lassen mussten. Außerdem haben wir ja jetzt noch ein Ziel für nächstes Jahr.

    Gab es dafür schon eine Einladung?

    De Raaf: Ja, am letzten Turniertag hatte ich ein langes Gespräch mit den Verantwortlichen. Sie haben mir für 2012 eine Zusage erteilt. Als ich ihnen erklärt habe, dass wir uns bis spätestens zum 1. April entscheiden werden, haben sie noch einmal betont, dass sie für uns einen Platz freihalten wollen. Dass wir gern wiederkommen möchten, versteht sich von selbst. Es ist aber vor allem eine finanzielle Frage, weil unser Etat immer von Jahr zu Jahr festgelegt wird.

    Wie ist im Mutterland des Eishockeys die Resonanz auf die Leistungen der Jungadler ausgefallen?

    De Raaf: Da wir die Ehre hatten, als erstes ausländisches Team am Turnier in L'Ancienne Lorette teilzunehmen, standen wir von vornherein im Mittelpunkt - erst recht, als wir attraktives Eishockey gezeigt haben. Ich habe mich vor allem für Jos Canale gefreut. Der Sportdirektor des Hockeyverbands von Quebec hatte sich für uns stark gemacht, da er uns bei unseren Kanada-Auftritten in den Vorjahren gesehen hatte. Zu Turnierbeginn waren wir die Exoten aus Deutschland. Wir wurden zwar sehr gut aufgenommen, aber auch kritisch beäugt, weil wir das Niveau des Wettbewerbs steigern und kein Kanonenfutter sein sollten. Als das Erstaunen über unsere Vorstellungen in Bewunderung überging, war Casale die große Erleichterung anzusehen.

    Wie sind die Testspielsiege gegen die Shattuck-St. Mary's School nach der Weiterreise in die USA einzuordnen?

    De Raaf: Unser 4:2-Erfolg gegen die erste Garnitur der Shattuck-St. Mary's School ist bei unserem Nordamerika-Trip am höchsten einzuschätzen, weil die Schule als Vorzeigeprojekt des US-Eishockeys gilt. Jedes Jahr bringt sie drei, vier NHL-Draftpicks hervor. Da bei jedem Spiel zwischen 30 und 40 Talentspäher auf der Tribüne sitzen, sind unter anderen Superstar Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins und Jonathan Toews, Kapitän der Chicago Blackhawks, extra aus Kanada auf diese Schule gewechselt. Unser 6:3-Erfolg tags darauf im Duell mit der zweiten Mannschaft hat die Sache abgerundet.

    Und wie wurde der Coup der Jungadler aufgenommen?

    De Raaf: In den USA waren wir im Vergleich zu Kanada noch größere Exoten, dort kannte uns niemand. Vor dem Spiel haben die Eltern unserer Gegner gesagt: "Wir wussten gar nicht, dass auch in Deutschland Eishockey gespielt wird." Es wurde auf einen 10:1-Sieg der Gastgeber getippt. Dass wir gewonnen haben, hat im US-Eishockey eingeschlagen wie eine Bombe! Nach dem Spiel standen 15 Scouts vor unserer Kabine und wollten mit meinen Spielern sprechen oder einen Kontakt zu ihnen haben. Unter anderen arbeiten zurzeit der ehemalige Mannheimer Coach Craig Sarner sowie der ehemalige Adler-Stürmer Derek Plante als Talentspäher.

    Was ist bei Ihnen persönlich hängengeblieben?

    De Raaf: Es gab viele schöne Momente. Ich bin stolz auf die Spieler, auf ihre Leistung und auf ihr Auftreten neben der Eisfläche. Die Jungs haben damit viele Türen geöffnet - für sich und für andere. Denn eines ist klar: Wir wurden nicht als Mannschaft aus Mannheim gesehen, sondern als Team, das Deutschland repräsentiert. Das hat man beispielsweise auch daran gesehen, dass vor den Partien die deutsche Nationalhymne gespielt wurde.

    Am Wochenende geht es in Rosenheim und Bad Tölz wieder um Punkte in der DNL. Was nehmen die Spieler mit in den Ligaalltag?

    De Raaf: Wir haben in Nordamerika unglaublich viel gelernt - vor allem, was man erreichen kann, wenn man die Intensität über 60 Minuten hoch hält. Wir gehen mit Selbstvertrauen und großer Motivation an die nächsten Aufgaben heran.

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    Hülsi (16-12-11), waYne (16-12-11)

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