Die Eisbären haben mal wieder ein spielfreies Wochenende. Zeit, um sich dem bisherigen Saisonstart zu widmen und die aktuelle Lage der Eisbären im Vergleich der Vorjahre zu analysieren:

Tabellenplatz:
Die Eisbären belegen nach dem 9. Spieltag den 4. Tabellenplatz. 53% der bisher ausgespielten 30 Punkte konnten die Eisbären auf ihr Konto verbuchen und somit einen Punkteschnitt von 1,6 Punkten pro Spiel erreichen.
Ein Quantensprung im Vergleich zum Vorjahr, wo man zu selben Zeitpunkt lediglich 26% bei einem Punkteschnitt von 0,8 Punkten pro Spiel erreicht hat und somit auf Rang 7 (von 9) zu finden war.

Kontinuität:
Ein Maß an Kontinuität weisen die Eisbären nach den bisherigen Spielen auf. Weder extreme Niederlagen, dafür meist sichere Siege verbuchen die Eisbären bislang. Während man Spiele im Schnitt mit 2 Toren Differenz verliert, werden die Gegner bei Niederlagen im Schnitt mit 3,5 Toren auf Distanz gehalten. Die größte Durststrecke musste man mit 3 Niederlagen in Folge am 5./6. Spieltag hinnehmen, die längste Sieges-Serie umfasst zwei Spiele (4./5. Spieltag und aktuelle Serie).
In der abgelaufenen Spielzeit sah dies noch anders aus. Zwar konnte man bei den zwei Saisonsiegen klar überzeugen, musste die verloren Spiele aber auch klar abgeben (jeweils 6 Tore Differenz im Schnitt). Am 10. Spieltag der Vorsaison musste man dabei eine 6 Spiele andauernde Niederlagenserie bewältigen, die man am 12. Spieltag stoppen konnte.

Offensive:
Die Eisbären-Offensive überzeugt bislang mit Spielfreude und erfolgreichen Abschlüssen. Mit einem Schnitt von 4,8 Toren pro Spiel war man in jedem Spiel mindestens zweimal erfolgreich. Bei einer Ausbeute von rd. 13% aller Schussversuche ist hier sogar noch Luft nach oben. Während der Großteil der Tore durch vier Spieler erzielt wurde, können bereits 12 ECE-Spieler einen Tor-Erfolg verbuchen.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte man den Tore-Schnitt (3,3) klar steigern. Auch musste man sich in drei Spielen gar nur mit dem Ehrentreffer begnügen. Trotz der mageren Ausbeute waren auch hier bereits 12 Schützen für den ECE erfolgreich.

Defensive:
Die Eisbären-Defensive musste in den bisherigen Spielen 38 Gegentore (+3 Empty Net Treffer) zulassen und kommt auf einen Gegentorschnitt von 4. Damit liegt die Chancenverwertung der Gäste mit 14% aller Schüsse leicht über der ECE-Effektivität. Die hohe Gegentorquote lässt sich durch zwei Faktoren etwas relativieren. Zum einen haben die Eisbären nach klarer Führung zu leicht Gegentreffer zugelassen, zum zweiten ist die Liga dieses Jahr sehr Offensiv-Stark, so dass man mit diesem Gegentorschnitt ebenfalls viertbestes Team ist.
Im Vorjahr lag der Gegentorschnitt zur selben Zeit noch um 2,5 Gegentore höher, was auf Grund zweier zweistelliger Klatschen nur die logische Konsequenz darstellt.

Fairplay:
Eine beeindruckende Disziplin legen die Eisbären bislang an den Tag. Im Schnitt 6 Minuten kassieren die Eisbären an Spielstrafen pro Partie und müssen sich damit nur Ravensburg im Fair-Play (5,2 Min/Spiel) geschlagen geben. Auch die Disziplinarstrafen spülen die Eisbären auf den zweiten Rang im Fairplay (3 Min/Spiel). Doch im direkten Vergleich müssen die Eisbären des Öfteren mehr Strafen als der Gegner einstecken, so dass pro Spiel ca. 30% mehr Powerplay für den Gegner entsteht. Trotzdem ist die Bilanz ausgeglichen. Jeweils 8 Treffer fielen bislang in Powerplaysituationen für die Eisbären und die Gegner, allerdings mussten die Eisbären bereits 4 Gegentreffer in eigener Überzahl hinnehmen. Welchen Einfluss die Strafen auf das Eisbärenspiel haben, zeigt ein interessanter Blick auf die virtuelle „5-vs-5-Tabelle“. Denn währen die Eisbären alle ihre Siege auch ohne Strafen erreicht hätten, hätte man auch vier der fünf Niederlagen verhindert und hätte als Sieger das Eis verlassen.
Das Fairplay hat sich im Vergleich zum Vorjahr klar verbessert. Mit knapp 14 Min/Spiel kassierten die Eisbären doppelt so viele Spielstrafen, mit 8,5 Min pro Spiel kassierte man zudem fast dreimal so viele Disziplinarstrafen wie in der laufenden Saison.

Kader:
Die Kadergröße ist ein großes Plus der laufenden Saison. Die Eisbären treten regelmäßig mit mindestens 3 Reihen an und bringen damit im Schnitt 2 Spieler mehr zum Einsatz als die Gegner. Die ersten Reihen können so regelmäßig entlastet werden, so dass die Fitness und Kondition auch für 60 Minuten vorhanden ist.
Im vergangen Jahr wirkte sich das Fehlen einzelner Spieler direkt auf die Spielstärke aus, so dass im Schnitt vier Spieler weniger pro Partie den Eisbären zur Verfügung standen, lediglich einer der 10 Partien konnte daher vollen drei Blöcken gespielt werden.

Fazit:
Die Eisbären haben sich in allen Belangen im Vergleich zur Vorsaison verbessert und stehen aktuell zu Recht auf einem Play-Off-Platz. Es gilt daher, diese Entwicklung in die nächste Saisonhälfte weiter zu tragen und nicht nachzulassen, will man auch am letzten Spieltag einen Platz in der oberen Tabellenhälfte sein Eigenen nennen dürfen.


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