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Thema: Presse vom 2.10.17

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    Presse vom 2.10.17

    Schon früh Entschlossenheit demonstriert

    EISHOCKEY: Adler Mannheim gewinnen Prestigeduell mit den Eisbären Berlin 4:3 – Siegtreffer fällt in Überzahl


    Von Oliver Wehner


    Mannheim. Wichtiger Prestigeerfolg in einem aufregenden Eishockey-Spiel: Die Adler Mannheim gewannen gestern 4:3 (2:1, 1:1, 1:1) bei den Eisbären Berlin.

    An ihrer Entschlossenheit, den Frust der Fans über die 2:6-Abreibung vom Freitag gegen die Kölner Haie mit einem Sieg gegen den nächsten Erzrivalen etwas zu lindern, ließen die Adler gestern keine Zweifel. „Wir mussten ein Ausrufezeichen setzen“, betonte Matthias Plachta. Schon nach einer halben Minute ging sein Team in Führung: Plachta bediente Marcel Goc, der Eisbären-Goalie Petri Vehanen ausspielte. Es war der erste Scorerpunkt in dieser Saison für Goc, der gestand: „Das hat etwas länger gedauert, als ich gehofft hatte.“ Da ist Jungprofi Phil Hungerecker schon ein paar Schritte weiter, ihm gelang gestern nach vier Minuten sein zweiter Treffer der Spielzeit: Denis Reul hatte geschossen, Vehanen den Puck prallen lassen – und Hungerecker staubte im zweiten Versuch clever ab. Ohne den angeschlagenen Brent Raedeke ließ Sean Simpson gestern mit nur drei Mittelstürmern (Marcel Goc, Adam, Festerling) agieren, die Außenstürmerpärchen wurden jeweils dazugepuzzelt. Auch so standen die Adler anfangs sehr kompakt, doch die schöne 2:0-Führung währte nicht lange. Denn zunächst nutzten die Eisbären die Tatsache, dass Sinan Akdag seinen gebrochenen Stock an der Bande gegen ein funktionstüchtigen eintauschen musste – ins „Loch“ konterten Aubry und Torschütze Daniel Fischbuch geschickt, das 1:2 (15.). Und kurz nach Wiederbeginn sorgte eine feine Einzelleistung Backmans, der Hungerecker abschüttelte, für den Ausgleich, Nicholas Petersen hielt die Kelle in den Pass (22.).

    Nachdem die Adler zwei Unterzahlsituationen überstanden hatten, schlugen sie zurück: Klasse, wie Chad Kolarik Berlins Noebels an der blauen Linie ins Leere laufen ließ, den von ihm vors Tor geschlenzten Puck fälschte wohl Berlins Sheppard zur erneuten Führung ab (32.). Riesiges Pech hatte Luke Adam mit einem doppelten Pfostentreffer. Das rächte sich nach der zweiten Pause, als James Sheppard einen von der Bande abprallenden Puck zum Ausgleich versenkte. Doch in der allerersten Überzahl, und das auch noch nach nur sieben Sekunden, profitierte Garrett Festerling als Abnehmer vor dem Eisbären-Tor vom Bullygewinn durch Marcel Goc und David Wolfs in den Slot gebrachter Scheibe (52.).

    Via Hamburg geht es nun für die Adler weiter nach Dänemark: Morgen (19 Uhr) treten sie in der Champions Hockey League beim Gruppenschlusslicht Esbjerg Energy an. „Wir sind kurz davor, uns für die nächste Runde zu qualifizieren“, betont Trainer Sean Simpson die Bedeutung auch dieser Partie.


    So spielten sie

    Eisbären Berlin: Vehanen - Parlett, Richmond; DuPont, Müller; Wissmann, Baxmann; Ziegler - MacQueen, Olver, Rankel; Oppenheimer, Busch, Buchwieser; Fischbuch, Aubry, Noebels; Petersen, Sheppard, Backman

    Adler Mannheim: Endras - Larkin, Colaiacovo; Reul, Johnson; Carle, Nikolai Goc; Akdag - Setoguchi, Marcel Goc, Plachta; Kolarik, Adam, Hungerecker; Sparre, Festerling, Wolf; Kink, Ullmann, Maginot

    Tore: 0:1 Marcel Goc (Plachta) 0:28, 0:2 Hungerecker (Reul) 4:00, 1:2 Fischbuch (Aubry) 14:29, 2:2 Petersen (Backman) 21:08, 2:3 Kolarik (Adam) 31:02, 3:3 Sheppard (DuPont) 50:11, 3:4 Festerling (Wolf) 51:13 - Strafminuten: 2 - 8 - Beste Spieler: Parlett, DuPont, Backman - Endras, Larkin, Marcel Goc, Adam - Zuschauer: 12.877 - Schiedsrichter: Köttstorfer (Rosenheim)/Schukies (Herne).

    www.rheinpfalz.de

  2. #2
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    Das Fundament

    Kommentar von Oliver Wehner


    Stabilität vor Spektakel: Die Adler beantworteten in Berlin mit defensiver Disziplin die Charakterfrage des Trainers positiv.

    So schnelllebig ist der Sport: Am Freitag verloren die Adler zu Hause gegen die Kölner Haie auch wegen der Schwäche ihrer Special Teams: Gegentreffer in Unterzahl, kein Tor in Überzahl. Gestern passte hier alles: Das Penalty Killing funktionierte – wie zumeist in dieser Saison – prächtig, und ihre einzige Powerplay-Chance nutzten die Mannheimer nach sieben Sekunden zum Siegtreffer. Trotzdem: Die Berg- und Talfahrt zu Saisonbeginn hat auch damit zu tun, dass das Überzahlspiel noch nicht auf Touren gekommen ist. Von über 20 Prozent Erfolgsquote, die Trainer Sean Simpson einfordert, sind die Adler nun aber nur noch ein kleines Stück entfernt.

    Vor allem aber wird der Coach wie vor einem Jahr erstmal Wert auf die defensive Stabilität bei fünf gegen fünf legen. Das war damals nicht immer schön, aber das Fundament für spektakuläre Spiele in der zweiten Saisonhälfte. Simpsons Charakterfrage nach dem Haie-Debakel hat das Team jedenfalls in Berlin positiv beantwortet.

    www.rheinpfalz.de

  3. #3
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