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Thema: Presse vom 13.1.18

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    Presse vom 13.1.18

    Der Traum muss warten

    Eishockey: Vor Olympia will Kolarik den Adlern helfen



    Mannheim. Gibt es für einen Sportler etwas Größeres als Olympia? Nein, aber zu einem gewissen Zeitpunkt doch Wichtigeres. So sieht es jedenfalls im Moment Chad Kolarik, der Topscorer der Adler Mannheim. Sein Credo: Erst seinem Team in Richtung Play-offs der Deutschen Eishockey-Liga helfen – und sich dann auf Pyeongchang freuen, wo er fürs Team USA auflaufen darf.

    Die gestern spielfreien Adler – die Heimpartie gegen Straubing wurde auf Dienstag verlegt – gehen am Sonntag (14 Uhr) als Tabellenzwölfter in die Partie gegen Topteam Eisbären Berlin. Und nicht erst seit dem 3:2 vor einer Woche gegen den damaligen Ligaprimus Nürnberg sieht Kolarik dem Schlager in der SAP-Arena, für den gestern rund 12.500 Karten verkauft waren, zuversichtlich entgegen. „Wie wir nach dem Ausgleich der Nürnberger reagiert haben, war wieder ein Schritt in die richtige Richtung – auch mental“, betont der 31-Jährige, dessen Penalty im Shoot-out den Extrapunkt bescherte. Trainer Bill Stewart sieht’s ähnlich: „Vor drei Wochen noch hätten wir nach dem Ausgleich dieses Spiel verloren. Jetzt finden wir Wege, wieder zu gewinnen.“Klar ist, dass in den kommenden neun Partien bis zur Olympia-Pause deutlich öfter gewonnen als verloren werden muss. Olympia, gutes Stichwort. Für Kolarik macht die Entscheidung der National Hockey League (NHL), während der Winterspiele ihre Runde nicht zu unterbrechen, unerwartet einen Lebenstraum möglich: Das Team USA setzt sich nun vor allem aus in Europa beschäftigten Profis zusammen. „Noch ist das für mich weit weg“, beteuert der mit 20 Toren und 14 Assists beste Scorer der Adler, „bis dahin sind es neun Spiele, sehr wichtige Spiele“. Seine Frau allerdings sei schon aufgeregt. Kylee kann ermessen, was es bedeutet, für Olympia nominiert zu sein, sie war eine talentierte Turnerin. „Das sind ja keine Profis wie wir“, sagt Kolarik über diese Sportart, die er gut kennt, „für sie ist Olympia das allerhöchste Ziel.“

    Verteidiger Carlo Colaiacovo hatte ebenfalls auf eine Berufung gehofft, allerdings für Kanada. Eine langwierige Verletzung durchkreuzte alle Pläne, „das hinterlässt schon einen bitteren Nachgeschmack bei mir“, gab er gestern zu. Dafür freut sich der Hüne umso mehr auf sein Comeback morgen, wohl an der Seite von Denis Reul.

    Übrigens: Der Vertrag von Durchstarter Phil Hungerecker läuft – entgegen landläufiger Meinung – nicht aus, sondern bis 2019, wie Teamleiter Marcus Kuhl gestern sagte. Hinter den Kulissen wird eifrig geplant: Bill Stewart und Nachfolger Pavel Gross hatten am Donnerstag einen zweistündigen Gedankenaustausch via Telefon. olw

    www.rheinpfalz.de

  2. #2
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    Die Wochenend-Kolumne

    Ich bin der Meinung, ...



    ... dass Pavel Gross’

    Methoden dem Wohl seines Teams dienen. Die Punktrunde in der Deutschen Eishockey-Liga dauert bis zum 4. März, am 26. Januar bereits treffen die Adler Mannheim auf die Grizzlys Wolfsburg. Sicher, diese Partie in der kleinen Eishalle im Allerpark birgt seit dieser Woche eine besondere Brisanz. Schließlich ist Pavel Gross, der am Dienstag seinen nahenden Weggang aus Wolfsburg nach zehn Jahren verkündete, noch bis zum Saisonende Trainer der Grizzlys und wechselt erst dann zu den Adlern. Er wird auch an diesem 26. Januar – wie in all den Jahren zuvor – als Coach seinen ehemaligen (als Spieler) und zukünftigen Klub nicht schonen. Eine Niederlage der Mannheimer würde deren Minimalziel Play-off-Einzug vielleicht in weitere Ferne rücken lassen und gleichzeitig ihr Maximalscheitern, nämlich frühen Sommerurlaub ab 4. März, wahrscheinlicher werden lassen. In dieser Woche haben wir kurz miteinander gewhatsappt (sagt man das so?), Pavel und ich. Schließlich ist die Eishockey-Welt klein, wir kennen uns seit über 20 Jahren aus seinen Zeiten als Adler-Kapitän und haben auch während seiner Trainerkarriere nie den Kontakt verloren. Auf meinen Hinweis, dass es ja – viel brisanter als dieses Spiel am 26. Januar – eventuell ein Play-off-Duell seines Noch-Teams mit seinem künftigen Arbeitgeber geben könnte, meinte Gross lapidar: „Alles ist möglich.“ An seinen Wolfsburgern, Tabellenvierter, soll’s jedenfalls nicht scheitern ...

    Die Mannheimer Fanbasis hat die Nachricht seines Engagements mehrheitlich positiv aufgenommen, auch wenn der gegnerische Trainer Gross immer mal wieder ein rotes Tuch für die Anhänger war. Seine – vorsichtig gesagt – intensiven Coachingmethoden während des Spiels waren oft Anlass für Empörung, aber mit den Jahren hat sich auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass Gross mit seiner Art der Einflussnahme von der Bande schlichtweg nur das Optimum für sein Team herausholen wollte. Was ihm fraglos auch in der täglichen (seriösen) Arbeit gelungen ist, sieht man sich nur die konstanten Play-off-Erfolge des vergleichsweise kleinen Standorts Wolfsburg an.

    Außerhalb des Eises erlebt man Pavel Gross als überaus höflichen und tiefgründigen Menschen, der seinem Gegenüber mit viel Respekt begegnet. Dafür spricht auch, dass er über das Thema Mannheim noch nicht viel reden möchte. Zum einen, weil er mit Wolfsburg ein klares Ziel vor Augen hat. Zum anderen, weil „Bill immer noch der Trainer in Mannheim ist und ich viel Respekt vor seiner Arbeit habe“. Mit angesprochenem Kollegen Stewart ist Gross 2001 als Trainerassistent der Berlins Capitals während eines Play-off-Matches sogar mal buchstäblich handfest aneinandergeraten. Die Geschichte wurde nun natürlich aufgewärmt – sie stimmt ja auch, ist aber eben 17 Jahre her. Und für Stewart, wie er gestern betonte, sowieso kein Thema. „Pavel ist ein großartiger Kerl“, sagte der Kanadier gestern. Und auch die folgende Feststellung Stewarts treffe auf Gross zu: „Als Trainer in Mannheim musst du ein dickes Fell haben.“ Wie wahr ...

    ... dass auch der Kader der Adler einen

    Umbruch benötigt.Bleiben noch zwei offene Fragen. Erstens die nach dem neuen Manager der Adler. Und zweitens, wie der Kader der kommenden Saison aussehen wird. Hier ist klar: Es muss auch in der Mannschaft einen Umbruch geben, was nicht ohne Vertragsauflösungen oder Spielertauschaktionen gehen kann. Schließlich laufen beim Stammpersonal nur wenige Verträge aus – und unter diesen sind zwei, die verlängert werden sollten: jene von Torjäger Chad Kolarik und meines Erachtens auch Charakterspieler Andrew Desjardins. Heikel im Fall Kolarik: seine bevorstehende Olympia-Teilnahme fürs Team USA. Das macht den ohnehin schon umworbenen Goalgetter außerhalb Deutschlands sicher noch begehrter.

    www.rheinpfalz.de

  3. Die folgenden 5 User haben sich bei Paige für diesen Beitrag bedankt:

    Canadien (13-01-18), dss (13-01-18), Ilpo#2 (13-01-18), Meeke19 (13-01-18), Winston (13-01-18)

  4. #3
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    Canadien (13-01-18)

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