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Paige
01-09-08, 12:14
Rheinpfalz: (http://www.rheinpfalz.de)

Gegentor als Weckruf für die Adler

EISHOCKEY: Mannheim nach Siegen über Schwenningen und Freiburg in nächster Pokalrunde

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Treptow

FREIBURG. Im ersten Drittel stotterte der Motor noch. Dann wirkte das Gegentor als Weckruf. Die Adler Mannheim aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gewannen das Derby gegen die Schwenninger Wild Wings 6:1 (0:0, 5:1, 1:0) zum Auftakt des Erstrunden-Turniers um den Deutschen Eishockeypokal in Freiburg. Den Einzug in die nächste Runde machte Mannheim gestern mit einem 5:1 (3:0, 1:1, 1:0) gegen Gastgeber Wölfe Freiburg perfekt.

„Es gibt keine leichten Spiele im Pokal." Eine Floskel von Adler-Co-Trainer Teal Fowler nach der Auftakt-Partie zwar, aber zunächst zutreffend. Zweit-Bundesligist Schwenningen gestaltete die Partie offen und hatte auch Chancen (Markus Schröder, Dean Beuker). Doch Fred Brathwaite im Adler-Tor hatte einen guten Tag erwischt und war zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Die Adler brauchten eine doppelte Überzahl gegen Ende des ersten Drittels, um gefährlich vor das Tor von Rostislav Haas zu kommen. Zählbares gelang zunächst aber nicht.

Das Adler-Spiel wurde erst besser, als Beuker den Außenseiter in Führung brachte (21.). Girard gelang postwendend der Ausgleich, von da an lief es. Die Kombinationen wurden flüssiger, die Adler spielten ihre läuferische Überlegenheit aus. In Überzahl kam auch die Variante mit vier Stürmern zum Zuge. So gesellten sich zu Verteidiger Pascal Trepanier René Corbet, Francois Methot, Tomas Martinec und der agile Michael Hackert.

Corbet schoss die Adler in Führung, der gut aufgelegte Martinec, Rico Fata und Colin Forbes schraubten das Resultat bis zur zweiten Pause auf 5:1. Der Rest war Schaulaufen mit dem Treffer zum 6:1, der Corbet in Unterzahl erzielte. Fowler, der Dave King bei der anschließenden Pressekonferenz vertrat, war mit der Leistung „zufrieden". Im ersten Drittel wären die Adler etwas verkrampft gewesen, so Fowler. Nach dem Gegentor habe das Team „positiv reagiert und die Chancen genutzt". Auch die disziplinierte Spielweise des Teams strich er heraus. „Fair spielen, aber aggressiv", verdeutlichte Fowler die ausgegebene Marschroute.

Eine gute Vorstellung beim Favoriten bot vor allem Fred Brathwaite im Tor. Lediglich beim 0:1 musste er hinter sich greifen. Ansonsten war er von den Wild Wings nicht zu bezwingen. „Es war sehr warm. Aber die Mannschaft hat gut gespielt", lobte Brathwaite. Er fühle sich auch gut.

Noch ein paar Spiele unter Wettkampfbedingungen fehlten zum Leistungs-Optimum, sagte der Torwart. „Er hat sehr gut gespielt. Es ist nicht leicht, wenn man nicht so viele Schüsse bekommt. Seine Reaktionen und auch die Nachschusskontrolle waren gut", befand Fowler. Einziges Problem für Brathwaite: „Das Eis war sehr langsam. Da war es schwer, sich entsprechend zu bewegen."

Lob gab es auch für einen Youngster. Christopher Fischer lieferte in der Abwehr eine gute Partie ab. „Er hat gut gespielt", befand Nebenmann Sven Butenschön und hatte dies dem 20-Jährigen schon während der Partie gezeigt, als er ihm anerkennend zunickte und noch einen Klaps mitgab. „Das hat natürlich gut getan", so Fischer, der froh war, zum Einsatz gekommen zu sein. „Er hat sich über die vergangenen beiden Jahre weiterentwickelt, ist läuferisch sehr gut. Wir planen mit ihm als siebten Verteidiger", erläuterte Teal Fowler, ohne jedoch die Leistung der anderen Nachwuchsspieler wie Benedikt Kohl und Frank Maurer geringer zu schätzen.

Positiv vermerken konnte Fowler auch, dass René Corbet das Toreschießen nicht verlernt zu haben scheint. „Das war positiv zu sehen. Das erste Tor hat ihm Selbstvertrauen gegeben." Gestern besiegten die Adler die Wölfe Freiburg mit 5:1 und zogen so in die nächste Pokal-Runde ein. Die Tore schossen Forbes, Trepanier, Mauer und Fata (2). Im Tor stand Danny aus den Birken. Die Krefeld Pinguine, neben den Adlern das zweite DEL-Team in der Gruppe, hatten auch beide Spiele gewonnen, die Kurpfälzer aber hatten das bessere Torverhältnis.

Paige
01-09-08, 12:15
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Eishockey: Mannheim schlägt Zweitligist Freiburg mit 5:1

Adler spazieren ins Pokal-Viertelfinale

Freiburg. Meister und Titelverteidiger Eisbären Berlin raus, der hessische Erzrivale Frankfurt Lions raus, Mit-Favorit Kölner Haie raus: Das Schicksal einiger namhafter DEL-Rivalen ist den Mannheimer Adlern erspart geblieben. Die Mannschaft von Trainer Dave King gewann gestern auch ihre zweite Partie beim Pokalturnier in Freiburg und zog damit ins Viertelfinale ein. "Ich bin sehr zufrieden. Gegen Schwenningen haben wir gut gespielt und gegen Freiburg unsere Pflicht erfüllt", lobte Manager Marcus Kuhl.

Nachdem sich die Blau-Weiß-Roten am Samstag mit einem souveränen 6:1-Sieg gegen den Schwenninger ERC eine gute Ausgangsposition verschafft hatten, schlugen sie gestern Abend den Gastgeber mit 5:1 (3:0, 1:1, 1:0). Sie profitierten auch davon, dass sich Schwenningen im Duell mit den Krefeld Pinguinen nicht hängen ließ und nur mit 3:5 (2:1, 1:2, 0:2) unterlag.

Der Favorit aus Mannheim, bei dem François Bouchard wegen einer Blase am Fuß fehlte und Danny aus den Birken absprachegemäß für den am Samstag bärenstarken Fred Brathwaite zwischen die Pfosten rückte, sorgte schnell für klare Verhältnisse. Bereits in der zweiten Minute schlug Colin Forbes in Überzahl zu. Nachdem Pascal Trepanier wenig später auf 2:0 erhöht hatte (4.), schalteten die Adler in der Gewissheit, dass da nichts mehr anbrennen würde, einen Gang zurück. Einer wirbelte aber weiter: Rico Fata, dessen Name immer wieder fällt, wenn von vorzeitigen Vertragsauflösungen die Rede ist, ließ Tore sprechen. Mit einem Doppelpack (16./30.) schraubte der Kanadier das Ergebnis auf 4:0 in die Höhe.

Während die Adler nicht mehr investierten als unbedingt nötig, wollten die Wölfe ihren Fans noch etwas zeigen. In der 31. Minute wurden die Bemühungen belohnt: Chris Capraro verkürzte im Powerplay auf 1:4. Das letzte Wort gehörte aber den Adlern. Frank Mauer netzte zum Endstand ein (46.).

Während in Mannheim die Erleichterung groß war, dass man sich gegen die Außenseiter durchgesetzt hatte, blieben andere Favoriten auf der Strecke - obwohl auch sie beide Wochenendspiele gewonnen hatten. "Dieser Modus ist ein großer Schwachsinn. Es kann nicht sein, dass das Torverhältnis über das Weiterkommen entscheidet", echauffierte sich Kuhl. In den Vierer-Gruppen hatten die DEL-Vereine nur gegen die Zweitligisten, nicht aber gegeneinander antreten müssen. cr