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Paige
10-01-09, 13:39
Rheinpfalz: (http://www.rheinpfalz.de)

Königliches Wechselspiel

Eishockey: Der scheidende Adler-Trainer Dave King rät seinem Sohn Scott nach Mannheim zu kommen

MANNHEIM (din). Das königliche Wechselspiel bei den Mannheimer Adlern geht auch nach dieser Saison weiter: Am Donnerstagabend, quasi zeitgleich zur 2:3-Heimpleite gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg, gaben die Kurpfälzer bekannt, dass Trainer Dave King nach dieser Saison aufhören und seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird (wir berichteten).

Am 23. Dezember 2007 trat Dave King seinen Job in Mannheim an, am 30. April wird er enden. Ebenfalls ist damit zu rechnen, dass Namensvetter Jason King, seit Beginn dieser Saison als (oft erfolgloser) Stürmer in Mannheim beschäftigt, die Adler dann verlassen wird. Doch damit nicht genug: Dave Kings Sohn, Scott King, am Donnerstag Torschütze mit Nürnberg gegen die Adler, wird dann aller Voraussicht nach in Mannheim anheuern. „Ich würde ihm raten, hier zu unterschreiben. Sofort", kommentierte Dave King die Situation seines Sohnes. Und so scheint klar: Es wird auch in der kommenden Saison keine „King-lose" Zeit in Mannheim geben ...

Hauptthema war aber am Donnerstag neben der emotionslosen Adler-Vorstellung auf dem Eis das Ende der Trainertätigkeit von Dave King. „Wir haben Anfang der Woche zusammengesessen, da hat er uns seine Entscheidung mitgeteilt. Sie hat uns überrascht, aber wie akzeptieren sie natürlich", sagte Adler-Gesellschafter Daniel Hopp.

Neben dem bisherigen Co-Trainer Teal Fowler („Ich werde mich nicht offensiv darum bemühen, Cheftrainer zu werden. Wenn Marcus und Daniel auf mich zukommen, reden wir") werden in den kommenden Wochen sicher etliche Kandidaten auf der Telefonliste von Manager Marcus Kuhl stehen. Wenngleich die Adler betonten, mit einer Entscheidung sei erst nach Saisonende zu rechnen, schießen die Spekulationen ins Kraut: Vom ehemaligen Berliner Meistermacher Pierre Page (Red Bull Salzburg) über Dauerkandidat Sean Simpson (Zürich) bis hin zu Frankfurts Heißsporn Rich Chernomaz - viele Namen werden derzeit mal munter in die Runde geworfen ...

Dave King selbst präsentierte sich derweil am Donnerstag locker und gelöst, beantwortete geduldig alle Fragen, philosophierte und begrün-dete: „Ich will zukünftig mehr für die Person da sein, die es am meisten verdient hat und die viel auf mich verzichten musste: Meine Frau. Als Eishockey-Trainer gibst du quasi deinen ganzen Sommer auf. Du telefonierst, organisierst, arbeitest Trainingspläne aus, bist immer beschäftigt - das ist anstrengend und zeitintensiv. Und genau das, möchte ich nach 32 Jahren nicht mehr."

Die Mannschaft reagierte indes gelassen auf die Veränderungen an der Bande: „Wir haben hier einen Job zu erledigen, nämlich eine gute Saison zu spielen und Meister zu werden. Darauf liegt unser Fokus. Alles andere kommt danach", sagte Verteidiger Pascal Trepanier. Morgen (18.30 Uhr) gastieren die Adler in Krefeld.

Paige
10-01-09, 13:40
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Eishockey: Adler suchen neuen Trainer, Wunschkandidat Sean Simpson hat bei den ZSC Lions einen Vertrag bis 2010

King geht - aber nicht so ganz

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

Mannheim. Drittes Saisonspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers, dritte Niederlage. Das 2:3 (0:0, 1:1, 1:2) interessierte aber schon kurz nach der Schlusssirene nur noch die wenigsten, obwohl die Mannheimer Adler mal wieder die Gunst der Stunde nicht nutzen und den Sprung auf den zweiten Platz verpassten.

Der Fokus richtete sich auf Dave King. War im Umfeld nach den jüngsten Aussagen des Coachs bereits über dessen Abschied spekuliert worden, überraschte es doch ein wenig, dass nicht der Klub, sondern der Trainer in die Offensive ging und über eine Pressemitteilung ausrichten ließ, dass er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag in Mannheim nicht verlängern werde.

Mehr Zeit für die Familie
"Seit 32 Jahren bin ich nun Eishockey-Trainer und damit lange im Geschäft. Ich habe genügend Geburtstage meiner Enkel und Weihnachtsfeste verpasst. Ich möchte einfach mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und meiner Frau, die mich all die Jahre so toll unterstützt hat, etwas zurückgeben", sagte der 61-Jährige zu seinen Beweggründen. Er vergaß nicht, die Adler zu loben. "Trotz allem war es für mich eine schwierige Entscheidung, denn der Job bei den Adlern macht mir sehr viel Spaß. Die Organisation ist toll, die Stadt super, und die Fans sind unglaublich."

So ganz kann King aber nicht loslassen. So will er - in welcher Funktion auch immer - den Adlern verbunden bleiben. "Ich könnte mir gut vorstellen, für sie nach Spielern zu scouten. Wie die Zusammenarbeit aussehen kann, bespreche ich mit Daniel Hopp und Marcus Kuhl."

Obwohl beispielsweise Associated Coach Teal Fowler betont, dass der Fokus ganz klar auf der laufenden Saison liege und man sich über alles, was danach kommt, noch keine Gedanken macht, wird über den Nachfolger bereits munter spekuliert. Wunschkandidat Sean Simpson hat beim Schweizer A-Ligisten ZSC Lions noch einen Vertrag bis 2010. Da die Züricher in dieser Woche ins Champions-League-Finale eingezogen sind, scheint ein Vertragsbruch unwahrscheinlich. Auch der Name des 880-fachen NHL-Profis Jim Johnson (46) machte die Runde. Man werde auch mit Fowler sprechen, sagte Kuhl. Wird der 38-Jährige befördert? Verteidiger Pascal Trepanier meinte: "Warum nicht? Teal hat in Krefeld als Cheftrainer Erfolg gehabt und kennt die Jungs." Fowler selbst betonte aber, nicht in die Offensive gehen zu wollen.

Trepanier sagte, er wolle King zu dessen Abschied die Meisterschaft schenken - und das, obwohl es der 35-Jährige unter dem Coach nicht immer leicht hatte: "Dieses Jahr war ziemlich hart. Ich habe nicht so viel gepunktet, weil ich defensiver agieren sollte. Erst so langsam finde ich wieder zu meinem Spiel."

Papa King geht, kommt dafür Sohn Scott? Die Adler bemühen sich intensiv um den Nürnberger Stürmer. Dave King sagt: "Scott macht jedes Team besser. Ich würde ihn sofort holen, wenn ich es könnte."

Paige
10-01-09, 13:42
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Eishockey: Adler-Manager äußert sich im Interview zum Anforderungsprofil des neuen Trainers

Erfolgreich und attraktiv: Kuhl sucht Komplett-Paket

Mannheim. Der König ist tot, es lebe der König! Nach Dave Kings Entschluss, seinen Trainervertrag bei den Adlern nicht verlängern zu wollen, hat die Suche von Marcus Kuhl nach einem Nachfolger begonnen. Der Manager äußert sich dazu, was der neue Coach mitbringen soll.

Herr Kuhl, wie haben Sie die Entscheidung von Dave King aufgenommen, dass er seinen Trainer-Vertrag in Mannheim nicht verlängern will?

Marcus Kuhl: Ich saß ja jeden Tag mit Dave King zusammen und habe da schon eine gewisse Tendenz gespürt. Dass die Entscheidung jetzt so schnell in ihm reifte, hat mich aber doch ein bisschen überrascht. Dave will eben einfach mehr Zeit mit seiner Frau Linda verbringen.

Hatten die Adler überhaupt vor, King zu halten?

Kuhl: Wir wollten uns zumindest mal Daves Vorstellungen anhören, was die nächsten ein, zwei Jahre betrifft.

Befürchten Sie Auswirkungen auf die laufende Saison?

Kuhl: Nein, überhaupt nicht. So läuft das Geschäft nun mal.

Sie wollen sich mit der Trainersuche Zeit lassen, aber es gibt doch gewiss ein bestimmtes Anforderungsprofil, oder?

Kuhl: Ja, wir haben natürlich ein Bild vor Augen. Wir suchen eine längerfristige Lösung, einen Mann, der die Schere zwischen jungen und alten Spielern schließt. Sein Auftrag ist es, zwei, drei, vier junge Deutsche in die Mannschaft einzubauen.

Soll der neue Mann auch attraktiveres Eishockey spielen lassen?

Kuhl: Wir wollen in erster Linie natürlich erfolgreichen Sport bieten. Der neue Coach soll aber nicht zu ergebnisorientiert spielen lassen. Es wäre schön, ein Komplett-Paket zu bekommen: Attraktiver Sport, bei dem auch das Resultat stimmt.

Ist es möglich, dass Sie ein neues Gesicht präsentieren?

Kuhl: Der Trainer muss nicht unbedingt DEL-Erfahrung mitbringen, auch wenn es optimal wäre, wenn er die Liga kennt und Deutsch spricht. Schon am Tag nach Kings Ankündigung, nicht weitermachen zu wollen, haben mir Agenturen eine Liste mit Trainer-Namen gefaxt. Wir werden jetzt abwarten, die Kandidaten diskutieren und sie interviewen.

Ist es eine Option, Teal Fowler zum Cheftrainer zu befördern?

Kuhl: Ja, wir werden auch mit Teal ein Gespräch führen.

Ihr oben genanntes Anforderungsprofil passt auch auf den ehemaligen Kölner Coach Doug Mason ganz gut. Ist er ein Kandidat?

Kuhl: Dazu kann ich zurzeit nichts sagen. Ich denke aber schon, dass sich auch Doug Mason melden wird.

Das Mannschafts-Korsett für die nächste Saison steht bereits. Kann es ein Problem sein, dass der neue Trainer mit dem vorhandenen Personal arbeiten muss?

Kuhl: Nein, auch Bill Stewart und Greg Poss haben ein fertiges Team vorgefunden und sind mit dem dann Meister geworden. Außerdem wollen wir einige Spieler-Lizenzen offen lassen, um dem Coach Handlungsspielraum zu geben. cr

Paige
10-01-09, 13:43
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Mann mit Visionen nötig

Christian Rotter zur Trainersuche bei den Adlern

Teal Fowler antwortete auf die Frage, was der neue Adler-Trainer denn so alles mitbringen müsse, so: "Er muss attraktives Eishockey spielen lassen." In der Tat sehnen sich die Fans danach, dass endlich der Funke vom Eis wieder auf die Ränge überspringt. Es reicht nicht mehr, rein ergebnisorientiert nach einer knappen Führung die Schotten dicht zu machen. Auch das Erlebnis muss stimmen.

All das hört sich danach an, als ob der neue Mann Wunderdinge verrichten müsse. Nein, das muss er nicht. In Wirklichkeit ist das fachkundige Mannheimer Publikum leicht zufrieden zu stellen. Eishockey mit Herz und Leidenschaft steht an erster Stelle. Viele erinnern sich noch mit Wehmut an die 90er Jahre, als die "jungen Wilden" wie Till Feser, Daniel Körber, David Musial oder auch Jochen Hecht in jedem Spiel alles gaben. Das riss die Leute mit - egal, ob am Ende eine knappe Niederlage heraussprang.

Und so ist es die wichtigste Aufgabe des King-Nachfolgers, junge deutsche Talente in die Mannschaft einzubauen. Es darf nicht länger so sein, dass ein Christopher Fischer aus Angst, in Mannheim nicht eingesetzt zu werden, nach Wolfsburg wechselt oder ein Toni Ritter in der kanadischen Juniorenliga sein Glück suchen muss. Das war - auch - ein Versäumnis von Dave King. So versprach er Axel Hackert nach seinem Tor gegen Köln mehr Einsatzzeit, gegen Nürnberg fehlte er dann in der Aufstellung. So lässt sich kein Vertrauen aufbauen.

Der neue Mann muss eine Vision haben. Kurzfristige Lösungen gab es in der Vergangenheit genug. Ein Kandidat wäre Doug Mason, der in Krefeld und Köln tolle Arbeit leistete, sich in diesem Jahr aber an einer untrainierbaren Haie-Mannschaft die Zähne ausbiss. Vielleicht gelingt Kuhl & Co. aber auch ein echter Coup mit einem frischen Gesicht. Dass das geht, haben die Iserlohn Roosters in der vergangenen Saison mit Rick Adduono gezeigt.

Paige
10-01-09, 13:44
Lampertheimer Zeitung: (http://www.main-rheiner.de)

King will nicht mehr alle Feiern verpassen

DEL: Private Gründe für Rücktritt am Saisonende


MANNHEIM (ml). Die DEL-Saison 2008/09 geht in die entscheidende Phase, gleichzeitig beginnt für die Adler die Suche nach einem neuen Headcoach für die kommende Saison. Dave King kündigte am Donnerstagabend seinen Abschied aus Mannheim an (wir berichteten).
Der 61-Jährige nennt private Gründe als ausschlaggebend für den Schritt. "Es war eine schwere Entscheidung. Ich habe jetzt 32 Jahre lang als Trainer gearbeitet, da ist es an der Zeit, meiner Frau etwas zurückzugeben für all die Unterstützung, die sie mir in der Zeit gegeben hat."

King wird den Adlern jedoch nach Ende seiner Trainertätigkeit erhalten bleiben. "Ich werde die Adler bei Scouting und Spielerverpflichtungen unterstützen. Ich will ihnen bei allen Themen helfen, wo sie denken, dass ich helfen kann. Ich will ihnen helfen, eine bessere Mannschaft aufzubauen", sagt King, und beginnt mit einem dicken Grinsen im Gesicht auch prompt seine Beratertätigkeit. Auf das Angebot der Adler an seinen Sohn Scott (Torschütze für Nürnberg beim 2:3 am Donnerstag) angesprochen, sagt er: "Ich würde den Adlern empfehlen, Scott zu verpflichten."

Vielleicht werde er wieder trainieren, sagt er, "aber nur noch vier bis fünf Monate im Jahr - das ist meine Idealvorstellung im Moment". Aber eine Mannschaft für eine ganze Saison über acht oder neun Monate zu betreuen, bedeute fast ein ganzes Jahr Arbeit. Man ist dann auch fast den ganzen Sommer über damit beschäftigt, die Saison vorzubereiten, mit den Spielern Kontakt zu halten, andere zu beobachten. "Das will ich nicht mehr tun", so King. "Ich liebe das Spiel sehr. Ich genieße es immer noch, jeden Tag auf dem Eis zu stehen und mit der Mannschaft zu arbeiten. Aber in den 32 Jahren meiner Arbeit habe ich viele Geburtstage und Weihnachten verpasst, war viel von zu Hause weg."

Unter den Fans scheiden sich am Mann aus der kanadischen Provinz Saskatchewan die Geister. Die Mannschaft der Adler brennt kein Offensivfeuerwerk ab, gegen die Nürnberg Ice Tigers mangelte es einmal mehr an der Durchschlagskraft. Dennoch ist die Leistung des Kanadiers in den vergangenen zwölf Monaten durchaus positiv zu bewerten. Er hat im letzten Winter die strauchelnde Mannschaft stabilisiert, steht mit seinem Team derzeit auf Rang drei der Tabelle mit acht Punkten Vorsprung auf Platz sieben.

"Wir haben nicht gut gespielt, wir waren immer einen Pass zu langsam. Unser Geist war nicht scharf genug, wir haben nicht antizipiert", kommentierte King die Leistung seines Teams, frei nach dem Motto: Das Fleisch war willig, der Geist war schwach. "Wir haben den Jungs am Mittwoch einen Tag frei gegeben, aber das hat leider nicht geholfen."

Beispielhaft für die Leistung der Adler nennt er dabei François Methot, der gegen Nürnberg unglücklich spielte, zwei klare Torchancen kläglich vergab: "François war überarbeitet. Er wollte unbedingt gewinnen und wollte dabei zu viel."

Nach drei Niederlagen in Folge in Hamburg und Hannover sowie gegen Nürnberg stehen nun drei schwere Auswärtsspiele auf dem Programm: am Sonntag (18.30 Uhr) in Krefeld, Dienstag erneut in Hamburg und am Freitag in Wolfsburg. "Unser Ziel ist es, bis zur Länderspielpause Anfang Februar in einer guten Position zu sein. Wir wollen oben stehen. Wir wollen die Gejagten sein." Bis dahin sind es noch sieben Partien in den kommenden drei Wochen.

Paige
10-01-09, 13:52
Rhein-Neckar-Zeitung: (http://www.rnz.de)

Adler-Feuerwehrmann King: "Bereue nichts"

Der kanadische Trainer schätzte seine Aufgabe in Mannheim richtig ein - Mannschaft hängt durch

Mannheim. (RK) Ein 3:2 ist das am meisten erzielte Ergebnis bei Spielen der Adler Mannheim. Dreizehn mal wurde es bislang bei 35 Spielen vergeben, zum Leidwesen von Co Trainer Teal Fowler hieß es in der abgelaufenen Woche aber gleich dreimal in Folge 2:3 aus Sicht der Adler. Nach dem guten Start ins neue Jahr mit dem 5:2 gegen Köln hängen die Cracks etwas durch. ,,Mental und körperlich", wie Fowler feststellte, aber nicht als Entschuldigung für den etwas vogelwilden Auftritt gegen Nürnberg gelten lassen will. ,,Uns hat einiges nicht gefallen, nicht alle haben die Vorgaben eingehalten. Wir wollten die Scheibe laufen lassen, aber wir sind mit der Scheibe gelaufen und haben das Spiel langsam gemacht. Außerdem haben wir mehr im Tank als das was die Mannschaft gezeigt hat. So wird vor dem nächsten von drei aufeinander folgenden Auswärtsspielen beim Tabellenvierten Krefeld Pinguine (Sonntag, 18.30 Uhr) auch eine ernsthaftere Besprechung stattfinden. In den Tagen bis Ende Januar werden in der DEL die Weichen gestellt. Wer bei dem strengen Spielplan den Trend nicht zum Freund hat und auf den schlechten Lauf keine Antwort hat, fällt schnell zurück. Ende Oktober war so eine Zeit, da schafften die Adler mit einem 3:2 eine halbe Sekunde vor der Schluss Sirene die Wende mit einem Sieg in Krefeld. Auch morgen beim Verfolger Duell im KönigPalast wäre ein Polster nötig, denn kommende Woche heißen die Gegner auswärts nochmals Hamburg (Dienstag, Nachholspiel vom 14. September!) und Wolfsburg (Freitag). Auch wenn die Personalie Dave King mit der Nachricht, dass der Cheftrainer seinen am 30. April auslaufenden Kontrakt nicht verlängern wird, im Vordergrund stand, überraschen konnte diese Ankündigung nicht wirklich. Man musste damit rechnen und wo werden allgemein keine negativen Auswirkungen im Team befürchtet. ,,Ich bin 32 Jahre Trainer und habe die meiste Zeit mehr Spieler auf der ganzen Welt um mich gehabt als meine Frau. Dieses Verhältnis soll sich ändern", verdeutlichte King während am Donnerstagabend. ,,Selbstverständlich war dies meine Entscheidung, nicht die meiner Frau", bestätigte der Mentor aller aktiven kanadischen Trainer, inzwischen auch zweifacher Großvater. Dass es den von ihm zitierten Vier bis Fünf Monatsjob im Eishockey nirgends gibt, es sei denn als ,,Feuerwehrmann", weiß King. ,,Das hier in Mannheim vor gut einem Jahr war eine solche Aufgabe, ich habe sie bis heute nicht bereut". In wieweit es eine Berater oder Scoutfunktion für die Adler geben wird, muss abgewartet werden. Berater haben die Adler in der Eishockey Welt eigentlich schon genug, gefragt ist nun ein neuer Mann mit Taten. Zwar verdeutlichte der langjährige Wunschkandidat Sean Simpson (ZSC Lions Zürich) am Rande des SpenglerCups, ,,die DEL sei immer eine Option und von großem Interesse", doch der 49 jährige hat noch Vertrag bis 2010 beim Schweizer Meister und ist mit seiner Mannschaft gerade ins Finale der neuen Champions League eingezogen. Zu hören war unter anderem auch der Name Larry Mitchell, der in Augsburg aus dem Team der Namenlosen einen möglichen Play off Kandidaten machte und mittlerweile eine Vertragsverlängerung erhielt. Ein Alibi für schwächere Leistungen darf die offene Frage nach Kings Nachfolger nicht sein. Die Mannschaft für einen Neuaufbau zwei Jahre nach dem letzten Titel wurde bereits über die Hälfte von Manager Marcus Kuhl zusammen gestellt. Das Mindestziel, die direkte Playoff Qualifikation (Platz eins bis sechs) zu erreichen, ist so gut wie erreicht. Nun gilt es, das Heimrecht (Platz eins bis vier) für das Viertelfinale zu sichern.

Lafleur 11
10-01-09, 23:22
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Eishockey: Adler-Manager äußert sich im Interview zum Anforderungsprofil des neuen Trainers

Erfolgreich und attraktiv: Kuhl sucht Komplett-Paket

Kuhl: Ja, wir haben natürlich ein Bild vor Augen. Wir suchen eine längerfristige Lösung, einen Mann, der die Schere zwischen jungen und alten Spielern schließt. Sein Auftrag ist es, zwei, drei, vier junge Deutsche in die Mannschaft einzubauen.

Soll der neue Mann auch attraktiveres Eishockey spielen lassen?

Kuhl: Wir wollen in erster Linie natürlich erfolgreichen Sport bieten. Der neue Coach soll aber nicht zu ergebnisorientiert spielen lassen. Es wäre schön, ein Komplett-Paket zu bekommen: Attraktiver Sport, bei dem auch das Resultat stimmt.


...wurde von Helmut Kohl nicht auch schon mal eine längst bekannte asbachalte Neujahrsansprache versehentlich wiederholt?

punkrockgod
10-01-09, 23:51
...wurde von Helmut Kohl nicht auch schon mal eine längst bekannte asbachalte Neujahrsansprache versehentlich wiederholt?

Ja, ziemlich genau vor 10 Tagen.

Nicht-ansprechendes Äußeres, traurige Augen, nerviger Akzent, inhaltsleeres Gequatsche und planlose Durchhalteparolen. Immer das selbe.

MrSpock
11-01-09, 00:21
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)
....... Schon am Tag nach Kings Ankündigung, nicht weitermachen zu wollen, haben mir Agenturen eine Liste mit Trainer-Namen gefaxt. Wir werden jetzt abwarten, die Kandidaten diskutieren und sie interviewen.



Bei manchen Spielern kam es sicher nicht nur mir so vor, als hätte Kuhl die auch nur nach der Meldung verpflichtet ohne sie jemals auf dem Eis gesehen zu haben !! Hoffentlich macht er bei der Trainerverpflichtung nicht den selben Fehler.

Gruß Spocky

Jens Schubert
11-01-09, 11:26
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Mann mit Visionen nötig

Christian Rotter zur Trainersuche bei den Adlern

...In Wirklichkeit ist das fachkundige Mannheimer Publikum leicht zufrieden zu stellen. Eishockey mit Herz und Leidenschaft steht an erster Stelle. Viele erinnern sich noch mit Wehmut an die 90er Jahre, als die "jungen Wilden" wie Till Feser, Daniel Körber, David Musial oder auch Jochen Hecht in jedem Spiel alles gaben. Das riss die Leute mit - egal, ob am Ende eine knappe Niederlage heraussprang.....

Sehr gut geschrieben und auf den Punkt gebracht. Dies scheinen viele immer wieder zu vergessen und man liest immer vom erfolgsverwoehnten Publikum.

Lafleur 11
11-01-09, 14:29
Sehr gut geschrieben und auf den Punkt gebracht. Dies scheinen viele immer wieder zu vergessen und man liest immer vom erfolgsverwoehnten Publikum.


...vielleicht sollte man aber auch nicht vergessen, daß große Teile des damaligen Publikums längst dem Mannheimer Eishockey den Rücken kehren, und das auch schon vor dem Umzug und trotz Titelflut.

Aus meinem Umfeld sind bestenfalls 20% "hängengeblieben", teils aus "Nibelungentreue" oder besuchen die Spiele, wenn es sie nix kostet.

Das Publikum dürfte also sicherlich heute ein anderes sein als vor 10 oder 15 Jahren.

Und es sind wohl eher die von Herrn Rotter angesprochene Fachkundigen, die zu Hause bleiben und sich den aktuellen Sport nicht antun möchten.


Aber das hat nun natürlich auch mit den eigenen Erwartungen zu tun.

Ich war seit langem mal wieder jetzt an Weihnachten in der Arena (Kassel) und war erschüttert über die Darbietungen auf dem Eis.

Es dauerte geschlagene 5 Minuten, bis ein Torhüter überhaupt mal eingreifen musste, einen sog. "Glovesave" durfte man nach 35 Minuten Gähnen mal bestaunen, anderthalb Checks während des gesamten Spiels und keiner macht auch nur einen Schritt zuviel.

Beim Blick ins Forum darf man dann feststellen, daß man zwar nicht allein mit seiner Meinung und Empfindung ist, etliche beklagten die "Langeweile", aber daß es auch durchaus anders gesehen wird:



Joa, eigentlich ein ansehnliches Spiel!

Flop: Einen Flop gabs heute nicht wirklich!



Kassel fand ich im Allgemeinen zu defensiv, dass man "nichts draus gemacht hat" sehe ich allerdings nicht so. Die ersten Drittel waren vielleicht nicht aus dem vollen geschöpft, aber okay. Drittel 3 war dann allgemein ganz nett.



Das Spiel wüde ich unter "verdienter Arbeitssieg" ablegen.



Ich fand es gar nicht so schlecht, wie jetzt alle tun. Ich bin ja normal sehr kritisch und muss diesmal sagen, dass mir der klare Aufwärtstrend in der Mannschaft aufgefallen ist und mir sehr gefällt.

Alles in allem kein schlechtes Spiel der Adler gegen einen - für seine Möglichkeiten - munter mitspielenden Verein.



Erfolgsverwöhnt hat wohl recht wenig mit anspruchsvoll zu tun, liest man doch hier nur allzuoft, es sei nur wichtig das letzte Spiel zu gewinnen.

navy29
11-01-09, 16:10
Am fachlichen Zustand vieler Mannheimer Fans hege ich meine Zweifel. Dies beweisst schon die Tatsache, dass bei jeden popeligen Sieg eine Ehrenrunde gefordert wird. Ich bin auch für erfolgsorientiertes Eishockey, aber nicht für Ehrenrunden nach Arbeitssiegen.

Absolut einverstanden, bis auf eine Kleinigkeit :

Wann wurde das letzte Mal eine Ehrenrunde gefordert ? Die gibts doch automatisch als kostenlose Zugabe, was zu einer absolut peinlichen Stimmung führt - selbst nach dem Köln Sieg...

#22 Forbes
11-01-09, 17:47
Es geht bei den Ehrenrunden vermutlich einfach nur um die Sponsoreneinnahmen auf den Trikots die dann getragen werden, glaube nicht dass die Spieler gerne vor geschätzten 500 Leuten ihre Runde drehen.

Falk Herzig#23
11-01-09, 21:45
Kuhl: Wir wollen in erster Linie natürlich erfolgreichen Sport bieten. Der neue Coach soll aber nicht zu ergebnisorientiert spielen lassen. Es wäre schön, ein Komplett-Paket zu bekommen: Attraktiver Sport, bei dem auch das Resultat stimmt.

Die letzten Jahre bekommt man ja weder das eine noch das andere geboten! Wir waren die letzten 5 Jahren einmal unter den Top 4 nach der Vorrunde und verbrennen dafür Geld das anderen Vereinen für 2 Jahre reichen würde. Aber warum sollte man mal einen anderen Weg gehen? Der Chef ist ja der größte Fan vom Manager! Und der nächste Deutsch-Kanadier steht ja schon Gewehr bei Fuß. In zwei Jahren findet sich bestimmt der nächste!



In Wirklichkeit ist das fachkundige Mannheimer Publikum leicht zufrieden zu stellen. Eishockey mit Herz und Leidenschaft steht an erster Stelle. Viele erinnern sich noch mit Wehmut an die 90er Jahre, als die "jungen Wilden" wie Till Feser, Daniel Körber, David Musial oder auch Jochen Hecht in jedem Spiel alles gaben. Das riss die Leute mit - egal, ob am Ende eine knappe Niederlage heraussprang.

Das hört sich ja schön an, aber das hatte ja damals andere Hintergründe als ein plötzlicher Jugendwahn eines Herrn Kuhl, einen Herrn Hecht natürlich mal ausgenommen!
Und was an einem Publikum fachkundig sein soll das bei einem 1:1 gegen den Tabellenvorletzten Kassel ein "Steht auf wenn ihr Adler seid" anstimmt erschliesst sich mir auch noch nicht so Recht!