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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Presse vom 18.01.09



Ludwig
18-01-09, 06:50
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Nebel verhindert Anflug auf Mannheim / Heute Heimspiel gegen Augsburger Panther / Fowler: Wir brauchen genügend Energie, um sie zu schlagen

Sieg und Heimreise des Adler-Teams mit Verlängerung

Mannheim. Die Verantwortlichen der Adler hatten es sich so schön ausgedacht: Am Freitag mit dem Flieger zu den Grizzly Adams Wolfsburg, drei Punkte krallen und ruckzuck wieder in Mannheim landen, um fit für das heutige Heimspiel (18.30 Uhr/SAP Arena) gegen Augsburg zu sein. Es kam dann doch ein wenig anders. In einer rasanten Partie schossen die Kurpfälzer zwar aus allen Lagen, doch die Bären sicherten sich zumindest einen Punkt, weil sie sich erst in der Verlängerung mit 1:2 geschlagen gaben. Ganz anders als geplant verlief die Rückreise. "Es gab so dichten Nebel über Mannheim, dass wir nach Stuttgart ausweichen mussten. Bis wir schließlich zu Hause waren, war es 3 Uhr." Manchmal ist die schnellste Verbindung zwischen zwei Orten doch nicht die Luftlinie, musste Associated Coach Teal Fowler erkennen.

Damit seine Schützlinge ausgeschlafen in die Partie gegen die Augsburger Panther gehen, gaben ihnen Fowler und Cheftrainer Dave King für den gestrigen Samstag frei. Erst heute Morgen stehen die Kufencracks zu einer letzten Einheit auf dem Eis. Dann wird sich auch entscheiden, ob Rick Girard gegen die Bayern spielen kann. Im Schlussdrittel prallte der 34-Jährige, der erst vor 14 Tagen in der Partie gegen Köln einen Treffer mit dem Verlust von fünf Zähnen bezahlen musste, nach einem Check von David Danner mit der Schulter gegen die Bande. "Rick musste in der Kabine behandelt werden. Die Jungs unserer medizinischen Abteilung haben ihn mit einem ,Kracks' wieder geradegebogen", schildert Fowler den Vorfall lautmalerisch.

Dass die Adler die anschließende Überzahl und auch zwei weitere Powerplay-Situationen in der Schlussphase nicht ausnutzten, um noch in der regulären Spielzeit den Sieg einzufahren, ärgert den 38-Jährigen nicht. "Ach, wir haben viel Druck gemacht, zum Teil sehr schnell versucht ein Tor zu schießen. Auch wenn das nicht geklappt hat, immerhin haben sich zum Beispiel Michael Hackert oder Pascal Trepanier an die Vorgabe gehalten, nicht lange zu fackeln." Stichwort Chancenverwertung. Ein Dauerbrenner bei den Blau-Weiß-Roten. 44 Mal schossen die Adler auf den Kasten von Oliver Jonas, lediglich zwei Mal musste sich der Wolfsburger Schlussmann geschlagen geben. "Das zieht sich schon durch die gesamte Saison. Die Grizzly Adams hatten eine einzige Chance im ersten Drittel und die haben sie genutzt. Ich glaube bei unseren Jungs steckt im Hinterkopf, dass sie einen 0:2-Rückstand noch nicht kompensieren können. Deshalb fehlt ihnen manchmal die Coolness, sie wirken verkrampft."

Locker aber konzentriert sollen die Adler, bei denen wieder Freddy Brathwaite im Tor stehen wird, in die Begegnung mit den Augsburgern gehen. Der derzeitige Tabellenneunte kassierte am Donnerstag eine 1:6-Niederlage gegen Krefeld. "Immerhin hatten sie jetzt drei Tage Zeit zu erholen", wirft Fowler ein.

Für den US-Amerikaner sind die Panther die "Überraschungsmannschaft der Liga. Sie haben ein sehr gutes Team, das hervorragend zusammengewachsen ist. Sie fühlen sich in der Rolle des Underdogs sichtlich wohl", meint Fowler. "Für den Sonntag bedeutet das, dass sie gegen uns überhaupt keinen Druck haben. Das ist eine komplett andere Einstellung als unsere. Schließlich wird von den Adlern erwartet, dass sie Augsburg deutlich schlagen. Aber so einfach wird das nicht", erwartet der Trainer eine enge Partie. "Wir werden die Panther keinesfalls unterschätzen. Nach unserer englischen Woche mit zwei Auswärtsspielen brauchen wir genügend Energie, um sie zu schlagen. Aber wenn wir so frisch wie gegen Wolfsburg auftreten, sind uns die Punkte nicht zu nehmen." Jan Kotulla

Paige
18-01-09, 09:22
Rheinpfalz: (http://www.rheinpfalz.de)

Angriff „seltsam"

EISHOCKEY: Adler Mannheim spielen heute mal wieder zu Hause. Zu Gast sind die Augsburger Panther.

VON ALEXANDER THOM

MANNHEIM. Zu Hause ist es doch am schönsten. Das hoffen jedenfalls die Adler Mannheim. Denn nach drei Auswärtsspielen in Folge dürfen sie in der Deutschen Eishockey-Liga heute endlich wieder in eigener Halle ran. Um 18.30 Uhr beginnt die Partie gegen die Augsburger Panther.

18 Tage ist das Jahr 2009 alt. Doch für Mannheim steht bereits das achte Spiel auf dem Programm. Fünf Begegnungen bestritten die Adler in der meist weiten Ferne, und so hofft auch Trainer Dave King, dass es heute wieder „home sweet home" heißt: „Dieser Dienstag-Freitag-Sonntag-Rhythmus war extrem. Jetzt ist es wichtig, dass wir zu Hause die Punkte einfahren."

Als ob die Reisestrapazen nicht schon Stress genug bedeuteten, gab es am Freitag zu allem Überfluss auch noch Probleme auf der Heimreise aus Wolfsburg: Um die Spieler zu entlasten, flogen die Adler nach Niedersachsen. Weil es nachts in Mannheim aber Nebel gab, landeten sie in Stuttgart und fuhren mit dem Bus heim. „Da haben wir ein tolles Spiel abgeliefert, 2:1 nach Verlängerung gewonnen, und was bekommen wir zur Belohnung? Wir müssen nach Stuttgart fliegen", sagte Coach King gestern mit Humor.

Weil die meisten erst um 2.30 Uhr ankamen, gab"s gestern frei. Einzig die beiden verletzten Verteidiger Dan McGillis (Sprunggelenkverletzung) und Prestin Ryan (Innenband-Teilabriss im Knie) gingen zusammen mit ihrem Trainer aufs Eis.

Stürmer Jason King fehlt heute wegen eine Spieldauer-Strafe. Ob McGillis aufläuft ist fraglich. Ryan wird dagegen auf jeden Fall nicht dabei sein. Dem 29-Jährigen blieben die Strapazen der vergangenen Wochen zwar erspart. Doch die hätte er sicherlich gerne in Kauf genommen. Denn nach einer langwierigen Nackenverletzung holte er als verspäteter Neuzugang einen Trainingsrückstand auf, und kurz nachdem er den Anschluss gepackt hatte, zog er sich die schwere Verletzung im Knie zu.

„Das schlaucht natürlich tierisch. Aber ich versuche alles, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden", meinte Ryan. Sein Trainer wäre froh, wieder einen Mann mehr in der Verteidigung zu haben: „Ein Butenschön, ein Bouchard und ein Trepanier standen am Freitag sehr lange auf dem Eis. Sie brauchen auch Entlastung."

Mit dem Spiel gegen Wolfsburg war er zufrieden. Doch weiß der 61-Jährige auch, dass das Dauerproblem der Adler wieder präsenter ist: „Ja, die Offensive, es sah so aus, als kämen ein paar Jungs in Fahrt. Aber das ist jetzt wieder verpufft, eine seltsame Sache. Auf Top-Scorer Francois Methot ist Verlass. Er sicherte seinem Team in Wolfsburg den Extrapunkt. Dennoch haben die Adler ihren Schnitt wieder Richtung zwei Tore pro Spiel gedrosselt.