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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 25.2.09 Eisbären Berlin - Adler Mannheim 7:2 (Spielberichte)



Paige
26-02-09, 04:08
Rheinpfalz: (http://www.rheinpfalz.de)

Adler erwischt's in Berlin mit 2:7 hart

BERLIN (vec). Anderthalb Drittel lang sah es gestern so aus, als sollten die Adler Mannheim an ihrem Ausflug nach Berlin Freude haben können. Denn die Eisbären zeigten sich vor 13.700 Zuschauern zunächst recht müde. Kein Wunder, hatten die Berliner 24 Stunden zuvor an gleicher Stätte gegen die Nürnberg Ice Tigers gespielt und 7:2 gewonnen. Mit ein paar eklatanten Fehlern aber verspielten die Adler beim Tabellenführer ihre 2:1-Führung und mussten schließlich eine 2:7 (1:1, 1:4, 0:2)-Niederlage hinnehmen.

Somit verpassten die Adler schon jetzt die sichere Teilnahme am Play-off-Viertelfinale. Die ist den viertplatzierten Adlern aber trotzdem zwei Spieltage vor Schluss der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga wohl kaum noch zu nehmen, schließlich haben sie sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellensiebten Nürnberg.

Das Spiel hatte mit einem 5:3-Überzahltor der Eisbären durch Mark Beaufait begonnen. Danach aber hatten die mutig angreifenden Adler durchaus spielerische Vorteile. Colin Beardsmore fälschte einen Schlagschuss von Pascal Trepanier zum 1:1 ab, Berlins Torwart Zepp hatte keine Chance. Als Tomas Martinec dann nach 25 Spielminuten mit einem Nachschuss sogar die Führung für die Gäste erzielte, schienen die Gastgeber verunsichert. Doch nach einem etwas glücklichen Tor zum 2:2 durch Steve Walker brachen die Adler ein. Im Überzahlspiel brachte der Ex-Mannheimer Andy Roach Berlin in Führung.

Dann kamen die schlimmen 35 Sekunden für die Adler: Zunächst traf mit Nathan Robinson noch ein ehemaliger Mannheimer für Berlin, und dann hatte mit Preston Ryan ein aktueller Mannheim einen Blackout: Ryan spielte den Puck vor dem eigenen Tor auf den Berliner Tyson Mulock, einen Querpass später hatte Alexander Weiß zum 5:2 für die Eisbären getroffen. Florian Busch erhöhte im letzten Drittel sogar noch auf 6:2. Als die Adler resignierten und die Berliner in 3:5-Unterzahl waren, traf Alexander Weiß zum 7:2 für Berlin, und die Halle tobte.


Adler Mannheim: Brathwaite - Sloan, Butenschön; Arendt, Forbes, Hackert; Ryan, McGillis - Mauer, Methot, Jaspers; Bouchard, Schneider - Martinec, Beardsmore, Kink; Trepanier, Petermann, Flache.

Tore: 1:0 Beaufait (Rankel) 3:57, 1:1 Beardsmore (McGillis) 9:56, 1:2 Martinec (Kink), 2:2 Walker (Braun) 25:16, 3:2 Roach (Mulock) 30:24, 4:2 Robinson (Beaufait) 38:08, 5:2 A. Weiß (Mulock), 6:2 Busch (Robinson) 49:27, 7:2 A. Weiß (Rankel) 58:01 - Strafminuten: 12 - 12 - Beste Spieler: Trepanier - Walker, A. Weiß - Zuschauer: 13.700 - Schiedsrichter: Looker (USA), Jablukov (Berlin).

Paige
26-02-09, 04:11
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Eishockey: Nach kurzem Blackout im zweiten Spielabschnitt steht Niederlage fest / In Köln nächste Chance, den benötigten Zähler für Play-off-Teilnahme zu holen

Adler kämpfen aber verlieren 2:7 in Berlin

Berlin. Ein Punkt fehlte den Mannheimer Adlern vor der Partie bei Tabellenführer Eisbären Berlin, um die Play-offs sicher zu erreichen. Doch trotz einer guten Leistung unterlag die Mannschaft des Trainerduos Dave King und Teal Fowler mit 2:7 (1:1, 1:4, 0:2). Vorentscheidend waren 35 Sekunden im zweiten Drittel, in denen die Kurpfälzer zwei Treffer kassierten, so dass die Berliner auf 5:2 davonzogen. Am Freitag haben die Blau-Weiß-Roten in Köln die nächste Möglichkeit, alles klar zu machen.

Erst am Dienstag hatte der Hauptstadt-Klub in seiner neuen Heimstätte die Nürnberg Ice Tigers mit dem gleichen Ergebnis abserviert. Doch anders als gegen die Franken, fiel der Sieg gegen die Mannheimer etwas zu hoch aus.

Den besseren Start erwischten vor 13 400 Zuschauern die Hausherren: Bereits nach vier Minuten gelang Beaufait der Führungstreffer. Kurz nacheinander mussten Martinec und Butenschön auf die Strafbank, die Berliner durften 47 Sekunden in doppelter Überzahl ran. Während Adler-Schlussmann Brathwaite den Schuss von Rankel noch abwehren konnte, landete der Abpraller bei Beaufait, der vollstreckte. Die Versuche von Mulock und Felski waren beim Kanadier dann in besten Händen. Auf der Gegenseite bekam Zepp mit zunehmender Spieldauer mehr zu tun. Jaspers und im Nachsetzen Forbes scheiterten jedoch zunächst ebenso am Eisbären-Goalie wie Trepanier mit seinem Schlagschuss.

Ebenfalls in Überzahl gelang den Blau-Weiß-Roten in der zehnten Minute der Ausgleich: Trepanier hatte von der blauen Linie abgezogen, Beardsmore hielt seinen Schläger in die Schussbahn und fälschte ab. Forbes und noch einmal Trepanier mit einem Pfostenschuss hatten weitere Chancen für die zunehmend stärker werdenden Kurpfälzer.

Nach der Pause drückten die Adler weiter auf den Führungstreffer. Und tatsächlich wurden die Bemühungen belohnt: Beardsmore passte auf Kink, der leitete weiter auf Martinec - 2:1. Schnell und schnörkellos, so hätte es weitergehen können. Doch nur eine Minute später kam der Knacks. Walker ließ Brathwaite beim 2:2 nicht gut aussehen, der Adler-Torhüter war zu weit aus dem Gehäuse gefahren und so schob Berlins Kapitän die Scheibe am kurzen Eck über die Linie. In der Folge sorgte ein altes Problem der Mannheimer für weitere Tore: Brathwaite parierte zwar viele Schüsse, musste aber abprallen lassen und seine Vorderleute schafften es nicht, den Puck aus der Gefahrenzone zu bugsieren: In Überzahl war Ex-Adler Roach der Nutznießer - 3:2. Und innerhalb von nur 35 Sekunden erhöhten die Eisbären auf 5:2 durch Robinson (zweiter Nachschuss) und Weiß. Der verwertete einen katastrophalen Abspielfehler von Ryan, der hinter dem Tor direkt zu Mulock passte, statt den Spielaufbau einzuleiten. Weiß vollendete. Im Schlussdrittel erhöhte Ex-Jungadler Busch auf 6:2. Als Höchststrafe kassierten die Adler bei doppelter Überzahl das 2:7 wieder durch Weiß. vet/jako

Paige
26-02-09, 09:11
Rhein-Neckar-Zeitung: (http://www.rnz.de)

Ganz am Ende war es sogar peinlich

Berlin. (RK) Viele Wochen in dieser langen Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war zumindest eine solide Defensive das Faustpfand der Adler Mannheim und der Hauptgrund für eine dauerhafte Platzierung unter den Top 4. Seit knapp zwei Monaten und einhergehend mit einer quantitativen Erweiterung des verteidigenden Personals stehen nicht nur die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive, sondern auch ein brüchiger Abwehrverbund für die Krise des Tabellenvierten. Die Anzahl der Gegentreffer wuchs in dieser Zeit von durchschnittlich zwei auf knapp vier, so dass trotz eines passablen ersten Drittels auch die Torflut bei der gestrigen 7:2 (1:1, 4:1, 2:0) Niederlage bei Meister Eisbären Berlin nicht überraschte. Hielten die Adler nach dem 1:1 durch ein Powerplay Tor von Colin Beardsmore (10. Minute) und der 75 Sekunden währenden Führung durch einen Treffer von Tomas Martinec (25.) das Spiel offen, so gerieten die bei den schnell vorgetragenen Angriffen der Eisbären überforderten Schützlinge von Trainer Dave King binnen acht Minuten mit drei Gegentoren - zwei davon als Folge von Strafzeiten - auf die Verliererstraße. Eine logische Fortsetzung des Negativ Trends der letzten Wochen, was für das die Vorrunde abschließende Wochenende mit den Spielen in Köln und gegen Hamburg und erst recht für die folgende Playoff Runde Schlimmes befürchten lässt. Obwohl die Gastgeber erst 24 Stunden zuvor ihr Heimspiel gegen Nürnberg (7:2) bestritten hatten, schalteten sie keinen Gang zurück und verpassten ihrem Gast mit einem Treffer in doppelter Unterzahl (!) durch Alexander Weiß die Höchststrafe zum 7:2 Endstand. Am Ende tobten die Berliner Fans nicht nur angesichts des ersten Tabellenplatzes - die Adler hatten auch exakt die gleich hohe Packung kassiert wie vor vier Wochen auf eigenem Eis.

Eisbären Berlin - Adler Mannheim 7:2 (1:1, 4:1, 2:0), Tore: 1:0 Beaufait (4.), 1:1 Beardsmore (10.), 1:2 Martinec (25.), 2:2 Walker (26.), 3:2 Roach (31.), 4:2 Robinson (39.), 5:2 A. Weiß (39.), 6:2 Busch (50.), 7:2 A. Weiß; Zuschauer: 13.700; Schiedsrichter: Jablukov (Berlin), Looker (Meerbusch); Strafminuten: Berlin 12/Mannheim 12.