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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 8.8.09 Bietigheim Steelers - Adler Mannheim 1:4 (Spielberichte)



Paige
10-08-09, 05:27
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Marcus Kink fährt mit den Adlern ersten Testspiel-Sieg ein / 4: 1 gegen Bietigheim

Die neue "17" setzt eine Familientradition fort

Heilbronn. Marcus Kink atmet durch: "Das geht ganz schön an die Substanz", sagt der Stürmer der Mannheimer Adler, nachdem die Mannschaft von Trainer Doug Mason beim Distelhäuser Cup den ersten Sieg eingefahren hatte. Nur 17 Stunden nach der 2:3-Auftaktniederlage nach Penaltyschießen gegen die DEG Metro Stars standen die Blau-Weiß-Roten schon wieder auf dem Eis - und verließen es mit einem 4:1 (2:0, 2:0, 0:1) gegen Zweitliga-Meister Bietigheim Steelers. Ärgerlich war nur, dass der famos aufspielende Torhüter Lukas Lang, der diesmal für Freddy Brathwaite zwischen die Pfosten rückte, ein Shutout nicht vergönnt war. Ganze zwei Minuten vor der Schlusssirene netzte Stephane Robitaille in Überzahl zum Ehrentreffer für Bietigheim ein.

"Schon gegen Düsseldorf waren wir beim Spiel fünf gegen fünf das überlegene Team", meint Kink. "Gegen die Steelers hat alles noch ein bisschen besser geklappt." Der 24-Jährige hätte nichts dagegen, wenn sich dieser Aufwärtstrend weiter fortsetzen würde - am besten gleich heute (18.30 Uhr), wenn das abschließende Turnierspiel gegen den Zweitliga-Kooperationspartner Heilbronner Falken ansteht. "Die Partien in Heilbronn sind einfach gute Tests, um das neue System einzustudieren", betont Kink.

Gegen Bietigheim, das allein aus wirtschaftlichen Gründen auf den sportlich realisierten DEL-Aufstieg verzichtete, brachte Neuzugang Justin Papineau die Adler mit einem Doppelpack (5./18.) im ersten Drittel auf die Siegerstraße. Fälschlicherweise wurde beim ersten Treffer Kink als Torschütze angesagt, die Schiedsrichter und Stadionsprecher müssen sich wohl erst noch an die neue Rückennummer des gebürtigen Düsseldorfers gewöhnen. Bislang trug Kink in Mannheim die 77, nun die 17. "Ich wollte eigentlich schon immer mit der 17 spielen, weil früher mein Vater und mein Onkel diese Nummer trugen und heute auch mein Bruder diese Tradition fortsetzt. Zunächst war sie von Christoph Ullmann und dann in der vergangenen Spielzeit von Jason King belegt", erklärt der Nationalspieler.

Nach der ersten Pause sorgten Ronny Arendt (30.) und Jame Pollock mit einem fulminanten Schlagschuss nach gewonnenem Bully von François Methot (37.) für die Vorentscheidung. Im Schlussabschnitt verhinderte Lukas Lang mit zum Teil spektakulären Paraden, dass das 4:1 schon früher fiel. Bei Justin Kellys Versuch riskierte er erfolgreich Kopf und Kragen (52.), und auch der ehemalige Mannheimer Meisterspieler Alexander Serikow fand im Sohn von "Hexer" Karel Lang seinen Meister: Der 23-Jährige hechtete ins bedrohte Eck (55.).

Nach der Partie gegen Heilbronn reisen die Adler am Montag ins fünftägige Trainingslager nach Garmisch. Eigentlich eine willkommene Gelegenheit für Kink, seine Familie zu besuchen. Doch der Angreifer betont: "Ich fahre nicht zum Urlaub in die Heimat, sondern als Spieler der Mannheimer Adler. Der Job geht vor, aber natürlich würde ich mich freuen, wenn meine Eltern mal vorbeischauen könnten."

Von Masons Arbeit ist Kink angetan: "Wir müssen im Training viel laufen, immer in Bewegung sein. Doug macht einen tollen Eindruck, er geht auf die Jungs zu", sagt der dienstälteste Adler. Also stünde doch einer Verlängerung des Ende der Saison auslaufenden Vertrags nichts im Weg, oder? "Ich mache mir da zurzeit keinen Stress. Ich würde gerne in Mannheim bleiben, aber es melden sich natürlich auch andere Vereine bei mir oder meinem Agenten", sagt die "17".

So spielten die Adler gegen Bietigheim: Tor: Lang - Abwehr: Petermann, Trepanier; Pollock, Scalzo; Butenschön (Kapitän), Hedlund; Schmidt - Sturm: Seidenberg, Methot, Robinson; Papineau, M. Hackert, Mauer; Kink, Forbes, King; Arendt, Beardsmore, Martinec.

Christian Rotter