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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sonderbeilage MM vom 2.09.09



Mr. Moose
02-09-09, 10:33
Sonderseiten in e-paper-Version zum Saisonstart (auch speicherbar in PDF) (http://www.morgenweb.de/anzeigen/beilagen/20090902_saisonstartadler/index.html)

Bericht 1 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004686640.html)

Das Trainerduo: Doug Mason und Teal Fowler sehen Adler auf einem guten Weg

"Wir werden immer alles geben"

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

Mannheim. Doug Mason ist ein Trainerfuchs. Kein Wunder, der gebürtige Kanadier ist seit 22 Jahren im Geschäft. "Ich werde kein konkretes Saisonziel ausgeben. Denn klar ist, dass jeder Meister werden will. Am Ende sind dann 14 Coaches und 14 Co-Trainer enttäuscht", weiß der 54-Jährige. Mason hat in seiner Karriere zu viel erlebt. Schnell sei die Messlatte sehr hoch gelegt, und dann würden Verletzungen oder andere Schwierigkeiten dazwischen kommen: "In Köln standen wir zum Beispiel nach sieben Spielen ohne Sieg da. Dann gingen die Probleme los." Das Ende vom Lied war seine Entlassung.

"Was ich sagen kann, ist, dass wir uns ständig verbessern wollen, und den Fans Leidenschaft und Kampfgeist zeigen werden", verspricht Mason. Die Mannschaft dazu habe er. "Wir sind ein offensives, gefährliches Team mit vier starken Sturmreihen. Über die Torhüter brauchen wir zum Glück nicht zu sprechen. Wenn wir jetzt noch disziplinierter spielen, werden wir erfolgreich sein." Er hat seine Lehren vor allem aus dem Turnier in Salzburg gezogen. Und lässt sich dann doch so viel entlocken: "Wir wollen schon in der Hauptrunde immer alles geben, denn sonst fehlt das Selbstvertrauen für die Play-offs. Alles andere besprechen wir hinter verschlossenen Türen."

Erfahrenes Trainergespann

Mit den Adlern sieht er sich auf dem richtigen Weg. "Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten eine gute Vorbereitung, müssen uns aber noch in vielen Dingen verbessern", weiß der Chefcoach. Dabei setzt er auf die Unterstützung von Teal Fowler: "Teal ist ein erfahrener Trainer, der viele gute Ideen hat." Den 37-Jährigen kennt er aus gemeinsamen Tagen in Iserlohn. "Seitdem haben wir uns beide verändert", lacht Fowler, ohne sagen zu wollen, in welchen Bereichen. Auch Mason grinst und schweigt.

Ansonsten aber setzt der Mann mit dem Doppelpass (Kanada/Niederlande) auf Kommunikation. Nicht nur während der Trainingseinheiten und Partien spricht Mason viel mit den Spielern, verteilt Kritik und auch Lob. Er sucht auch den Kontakt mit den Fans. In regelmäßigen Abständen soll es Treffen mit den Adler-Anhängern geben. "Der Abend in Salzburg war zum Beispiel sehr gut. Die Fans waren sehr nett und respektvoll." Deshalb freut sich der Trainer auch darauf, dass die Saison in der heimischen SAP Arena beginnt: "Wir haben Top-Fans, deshalb ist es gut, dass wir nicht zuerst auswärts ranmüssen."

Dass der Kader der Blau-Weiß-Roten in dieser Runde nur so von Hochkarätern strotzt, ist für Mason kein Problem: "Bei neun neuen Spielern und einem neuen Trainer sind wir, was die Integration betrifft, zwar noch nicht so weit, wie ich es will. Aber gerade da ist es von Vorteil, dass wir so viele Talente in unseren Reihen haben. So können wir trotzdem gewinnen. Denn alle Jungs sind ehrgeizig, wissbegierig und kämpfen für den Erfolg. Ich bin mir sicher, der Teamgeist kommt."

Mr. Moose
02-09-09, 10:34
Bericht 2 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004675413.html)

Verteidiger: Chris Schmidt hat klare Vorstellungen von seiner Premierensaison und freut sich auf die WM und Olympia

"Wir werden um den Titel spielen"

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

Mannheim. Den 4. September sehnt Chris Schmidt herbei. Am Tag nach dem Saisonauftakt gegen die Nürnberg Ice Tigers sieht der Neuzugang endlich seine Familie wieder. Kufencracks wie der 33-Jährige sind zwar während der Partie nicht zimperlich, neben dem Eis jedoch die netten Familienväter. Das verhält sich beim Deutsch-Kanadier nicht anders. "Owen wird im November zwei Jahre alt und Henry wurde erst am 25. Juli geboren. Mittlerweile wiegt er schon über fünf Kilogramm", berichtet der Verteidiger stolz.

"Es ist natürlich nicht optimal, dass ich hier bin, und meine Frau und die Kinder noch in Kanada leben. Das Problem ist, dass Henry einen eigenen Reisepass braucht. Um ihn zu beantragen, muss meine Frau aber über 500 Kilometer bis nach Edmonton fahren, mit einem so kleinen Baby kein Spaziergang."

"Viele fremde Gesichter"

Dagegen war das Ankommen bei den Adlern für den Pokalsieger und Vizemeister (2006 mit den DEG Metro Stars) sehr leicht. "Ich kenne zum Beispiel Jame Pollock noch aus seiner Zeit in Nordamerika. Vor 14 Jahren habe ich mit ihm im gleichen Junioren-Team in Seattle gespielt. Aus der Nationalmannschaft sind jetzt Sven Butenschön, Michael Hackert, Marcus Kink und Yannic Seidenberg meine Kollegen", zählt er auf. "Aber es waren trotzdem noch viele fremde Gesichter dabei, als ich angekommen bin. Daher war es schon einfacher, dass ich nicht der einzige Neue im Team war", erklärt der Linksschütze, der in der DEL zuletzt das Trikot der Iserlohn Roosters trug. Mit der Integration bei den Blau-Weiß-Roten hatte Schmidt keinerlei Schwierigkeiten: "Eishockeyspieler sind alles ähnliche Typen. Für mich ist es von Jahr zu Jahr einfacher geworden, damit zurechtzukommen. Als 16-Jähriger, da war es hart, denn ich war sehr schüchtern. Aber jetzt mit 33 und den vielen Erlebnissen hat sich das gegeben."

Trotzdem sagt der der 1,89-Meter-Hüne von sich selbst: "Ich bin eher ein ruhiger Typ." Auf dem Eis spielt Schmidt seine Erfahrung aus knapp 500 Partien in der American Hockey League, zehn Einsätzen in der NHL für die Los Angeles Kings und mittlerweile über 200 DEL-Begegnungen aus.

Nach seinem Saisonziel befragt, gibt der 33-Jährige eine kurze Antwort: "Ganz einfach - den Titel. Ich habe zwar schon öfter gedacht, dass ich in einer Meistermannschaft war, und es hat nicht geklappt. Aber jetzt mit den Adlern bin ich überzeugt, dass wir um die Meisterschaft spielen werden."

Seine Premierensaion bei den Blau-Weiß-Roten wird für Schmidt noch aus anderen Gründen spannend: "2010 findet die Weltmeisterschaft bei uns statt. Zwar werden wir nicht in Mannheim spielen, aber es wird super", ist der Defensiv-Experte überzeugt. "Bereits die WM in Halifax war klasse." Kein Wunder, seine zweite Heimat ist und bleibt Kanada. Außerdem belegte die DEB-Auswahl immerhin den zehnten Rang. "In Bern lief es dagegen - auf Deutsch gesagt - scheiße, aber jeder, der dabei war, hat daraus gelernt", nahm Schmidt nicht nur Negatives aus der Schweiz mit, obwohl die Nationalmannschaft im April sportlich abgestiegen war. Immerhin hatten die Schützlinge von Bundestrainer Uwe Krupp zwei Monate zuvor die Qualifikation für Olympia geschafft. "Ich hoffe, wir können in Vancouver viel erreichen", ist der 38-fache Nationalspieler tatendurstig.

Sein tolles Deutsch verdankt er seinem Vater und vor allem seiner Oma: "Sie haben auf unserem Bauernhof immer Deutsch gesprochen. Ich habe zwar nicht gut reden können, aber alles verstanden." Als er dann nach Düsseldorf kam, nahm er Unterricht, "obwohl es in der DEL einfach ist, nicht Deutsch sprechen zu müssen, weil die meisten Trainer aus Nordamerika kommen. Aber es ist schön, dass ich mich mit meinen Verwandten einfach verständigen kann. Ein paar Cousins und Cousinen wohnen ganz in der Nähe, in Trebur und Groß-Gerau." Am 4. September könnte es also zu einem größeren Familientreffen im Hause Schmidt kommen.

Mr. Moose
02-09-09, 10:35
Bericht 3 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004682533.html)

Blueliner: Offensiv-Verteidiger hat ganz eigene Motivation

Hedlund war oft genug Zweiter

Mannheim. Andy Hedlund kann, so scheint es, nichts so schnell aus der Ruhe bringen. Dass er der einzige US-Amerikaner zwischen lauter Kanadiern und Deutschen ist, stört den 31-Jährigen kein bisschen. "Es ist zwar das erste Mal, dass ich zu einer Mannschaft stoße, in der ich nicht einen Spieler kenne. Aber meine Familie und ich sind sehr gut aufgenommen worden."

Die Kollegen schätzen die konzentrierte Art, die Gegner fürchten die körperliche Präsenz des 1,86-Meter-Mannes, der in der Defensive für Stabilität und in der Offensive für Gefahr sorgt. "Was meine Rolle angeht, da weiß ich noch nicht ganz genau, was die Trainer von mir erwarten. Natürlich will ich gute Abwehrarbeit leisten und meine Chancen von der blauen Linie suchen. Ich richte mich danach, was für das Team am besten ist", gibt sich Hedlund bescheiden. Dabei war er während seiner Zeit in Düsseldorf der offensivstärkste Verteidiger im Team, erzielte 27 Tore und 49 Assists für die Metro Stars.

Trotz seiner Stärken hat sich ein Traum des Rechtsschützen nie erfüllt. "Nachdem ich den Sprung in die NHL nicht geschafft hatte, bin ich nach Krefeld gegangen. Für mich sah es aber so aus, als hätte ich dort keine Chance. Außerdem wollte ich es noch einmal in der NHL probieren", schildert Hedlund das Hin und Her zwischen 2005 und 2007.

Jetzt scheint er angekommen - in Mannheim. "Niemand kommt hierher, ohne vom hohen Druck zu wissen. Ehrlich gesagt, jeder will diesen Druck doch, sonst könnte er es woanders probieren", ist der Ehrgeiz des 31-Jährigen geweckt. Kein Wunder: "Ich bin in meiner Karriere schon ein paarmal Zweiter geworden. Ich will jetzt endlich einen Titel gewinnen." jako

Mr. Moose
02-09-09, 10:36
Bericht 4 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004681139.html)

Modus: Kein DEB-Pokal wegen des engen Terminplans

15 Teams, mehr Spiele

Mannheim. Nichts ist in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) so konstant wie die Inkonstanz - zumindest, was den Modus angeht. Nachdem der Vorrunden-Spielplan in der vergangenen Saison total wirr war - so trafen beispielsweise die Adler in der Hauptrunde zwar viermal auf die Frankfurt Lions, aber nur zweimal auf die Kölner Haie -, kehrt die Liga zur Doppelrunde zurück. Das bedeutet: Obwohl die DEL nach dem Aus für Dauer-Punktelieferant Duisburg nur noch aus 15 Mannschaften besteht, gibt es wieder mehr Spiele - und zwar 56 für jedes Team.

Da in dieser Saison mit den Olympischen Winterspielen in Vancouver (Februar 2009) und der Heim-WM in Deutschland (Mai 2009) zwei Großereignisse für den Eishockey-Sport anstehen, musste die Liga wegen der Fülle der Vorrundenpartien einige Kröten schlucken. So findet der ohnehin von einigen Klubs ungeliebte Pokal-Wettbewerb nicht statt. Außerdem gibt es kürzere Play-offs.

Ärger über kürzere Play-offs

Die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn kämpfen im Modus "best of three" um die letzten beiden Viertelfinaltickets, im vergangenen Jahr waren drei Siege zum Weiterkommen nötig. Das Viertelfinale wird im Modus "best of five" (alt: "best of seven") ausgetragen.

"Die verkürzten Play-offs sind der besonderen Situation im Olympiajahr geschuldet, es ist ein Kompromiss", sagt Daniel Hopp. Der Adler-Gesellschafter betont aber, dass das nur eine einjährige Ausnahme sein soll. Besonders bei Manager Marcus Kuhl stößt der neue Modus auf wenig Gegenliebe: "Die Play-offs sind doch das Filetstück der Liga. Insofern sollten sogar alle Runden nach dem Modus ,best of seven' ausgetragen werden." cr

Mr. Moose
02-09-09, 10:37
Bericht 5 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004669889.html)

Torhüter: Neuzugang Lukas Lang verbindet mit Mannheim nicht nur positive Erinnerungen / Der 23-Jährige will sich mit Top-Leistungen empfehlen

"Ich möchte von Freddy viel lernen"

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

Mannheim. Sein erster Kontakt mit Mannheim fiel bitter aus - extrem bitter. Auf jene 24 Tore angesprochen, die Lukas Lang als Torhüter des EC Stuttgart gegen die Schüler des MERC kassierte, muss der heute 23-Jährige lachen. "Da war ich sieben, und es hat ordentlich geklingelt. Aber ich habe nie geheult und nie gesagt, ich will nicht mehr. Aller Anfang ist halt schwer", konnten ihn auch weitere Niederlagen nicht von seinem Weg abbringen, Goalie in der Deutschen Eishockey Liga zu werden. "Erst 24, dann 18, dann 16, es wurden immer weniger Tore."

Seine bislang beste Fangquote erreichte der im tschechischen Brünn geborene Lang in der Saison 2006/07 mit 92,93 Prozent. Allerdings absolvierte er da für die Nürnberg Ice Tigers gerade einmal vier Partien, hielt ansonsten den Kasten des Oberliga-Kooperationspartners Weiden sauber. Um Spielpraxis zu bekommen, wechselte er zu den Füchsen Duisburg. "Da habe ich 52 Spiele gemacht, aber ehrlich gesagt hat in Duisburg ein bisschen das Feuer gefehlt." Der Hauptgrund, das Angebot der Adler anzunehmen. Und das, obwohl es für ihn schwer wird, an Freddy Brathwaite, dem gleichermaßen beliebten wie erfolgreichen Schlussmann, vorbei zu kommen.

Im Sommer hart gearbeitet

"Es war mir von vorneherein klar, dass ich einen starken Torhüter vor mir haben werde. Das ist ja fast überall in der Liga so. Mir ist bewusst, dass ich nicht so oft spielen werde, wie in Duisburg", gibt sich Lang keinen Illusionen hin. Der Sohn von "Hexer" Karel Lang (1990 bis 2001 in Krefeld die Nummer eins) möchte vor allen Dingen eines: hart arbeiten. Das tat der 23-Jährige im Sommer. "Bislang habe ich ein ähnliches Torwarttraining nur mit meinem Vater in Duisburg gemacht. Es ist klasse, dass Vini sich nur auf uns konzentrieren kann. Er will dich nicht ummodeln, sondern deinen Stil verbessern", berichtet Lang über die Zusammenarbeit mit Coach Vincent Riendeau.

Der Kanadier gibt das Lob sofort zurück: "Lukas ist ein sehr talentierter Goalie. Es geht darum, ihn weiter zu verbessern, denn er kann uns in vielen Spielen helfen. Er hat einen guten Butterfly-Stil, gute Hände, eine gute Kombinationsgabe, ist groß und deckt das Tor sehr gut ab."

Da Riendeau nicht während der gesamten Runde als Trainer zur Verfügung steht, will sich der Mann mit der Rückennummer 1 einiges von der etatmäßigen Nummer eins abschauen: "Freddy ist ein supernetter Typ. Ich möchte noch viel von ihm lernen." Eins zu eins abkupfern bringe aber nichts. "Wenn ich seinen Stil einfach übernehmen würde, wären alle Dinger drin, weil Freddy kleiner ist als ich", erklärt Lang. "Er hat eine überragende Saison gespielt. Ich bin mir sicher, die Adler hätten die vergangene Runde ohne ihn nicht so beendet", spielt Lang darauf an, dass es die Mannschaft trotz schwacher Vorrunde noch bis ins Halbfinale geschafft hatte.

Der 36-Jährige gibt sich gewohnt bescheiden. "Wenn ich helfen kann, tue ich das gerne. Wir sind zwar unterschiedliche Torhüter-Typen, aber weil ich immer so gut wie möglich spielen will, werde ich bestimmt auch von Lukas lernen. Dafür ist man niemals zu alt", erklärt Brathwaite und lacht. Der Kanadier freut sich sichtlich auf die Zusammenarbeit. "Lukas ist sehr schnell für seine Größe und unglaublich wissbegierig. Das ist gut für das Team", beschreibt der Routinier seinen Kollegen. Der Konkurrenzsituation sieht er - genau wie Lang - gelassen entgegen: "Wir nehmen den Wettbewerb als Sportsmänner, denn jeder will spielen, deshalb pushen wir uns gegenseitig, um besser zu werden."

Dass die Trainer angekündigt haben, Lang werde 15 Spiele absolvieren, sieht Brathwaite positiv. "Das ist okay so. Denn, wenn ich mal nicht so gut bin, ist es richtig, dass er im Tor steht. Es geht darum, dass das Team gewinnt." Das sieht der 23-Jährige genauso: "Mein Ziel muss es sein, im Training besser zu sein als Freddy. Für mich werden zunächst die Trainingseinheiten meine Spiele sein. Damit will ich mich bei Doug Mason empfehlen. Schließlich war er einer der Gründe, weshalb ich nach Mannheim gewechselt bin", berichtet Lang. "Als ich gesehen habe, dass er kommt, wollte ich zu den Adlern. Denn Doug setzt auf junge Spieler", macht er sich keine Sorgen über seine Zukunft.

"Robert hat mir viel beigebracht"

Ins Grübeln gerät Lang, wenn er an seine gemeinsame Zeit mit Ex-Adler Robert Müller in Duisburg denkt. "Er hat mir viel beigebracht. Robert war ein außergewöhnlicher Mensch - nicht nur auf dem Eis", erinnert er sich an seinen Teamkollegen. "Robert konnte Spiele abstempeln. Von ihm habe ich gelernt, mit Niederlagen umzugehen. Wenn die Partie verloren war, hat er nicht mehr groß darüber nachgedacht, sondern nach vorn geschaut. Das ist enorm wichtig. Auch wenn das ein bisschen komisch klingt, Robert hatte einen guten Kopf", sagt der Torhüter über seinen ehemaligen Mannschaftskameraden, der am 21. Mai 2009 an den Folgen eines Hirntumors starb.

Wie Müller schöpft auch Lang Kraft aus seiner Familie. Das Bild von Sohn Max hat er sich auf seinen Helm lackieren lassen. "Er und meine Frau Denise sind zusätzliche Motivation für mich", sagt der junge Ehemann und Vater.

Im Spiel lässt sich der 23-Jährige durch nichts so leicht aus der Reserve locken. "Es gibt Kollegen, die lassen sich durch dumme Sprüche provozieren. Aber mir ist egal, was jemand zu mir sagt. Das ist doch sowieso nur heiße Luft", erklärt Lang. Allerdings muss er zugeben, dass er froh ist, dass ein Spieler jetzt das gleiche Trikot trägt wie er. Tomas Martinec. "Es stimmt. Ich habe ihn mal als Staatsfeind Nummer eins bezeichnet, denn er macht Spielchen und Tricks und wedelt mit seinem Hintern immer vor dem Gesicht des Torhüters rum", beschreibt der Keeper die Art des Arbeitstiers Martinec, der dahin geht, wo es wehtut, und keinem Zweikampf ausweicht. "Jetzt wäre wohl John Tripp am ehesten ein Kandidat für diesen Posten."

Lang ist Realist genug, um zu wissen, dass es ohne die "harten Jungs" nicht geht. "Jede Mannschaft braucht solche Spieler. Es ist nun mal deren Aufgabe, Unordnung vor dem gegnerischen Tor zu stiften." Dass er die Störmanöver zunächst wohl von der Bank aus sehen wird, ist für den 23-Jährigen nur eine Momentaufnahme. "Noch backe ich kleine Brötchen, aber irgendwann will ich die Nummer eins werden. Vielleicht ja in Mannheim", hat Lang ein klares Ziel vor Augen. Ein anderer Traum hat mit Eishockey nichts zu tun: "Ich bin ,Auto-bekloppt'", gesteht Lang. "Ein 67er Mustang, das wär's. Wenn ich mal ein paar Groschen zur Seite gelegt habe, will ich mir so ein Schmuckstück kaufen." Bis es so weit ist, versucht der Torhüter, möglichst viele Rennen im Fernsehen zu schauen.

"Ich war auch schon zwei Mal auf dem Norisring beim Tourenwagen-Rennen. Das war klasse." Dass der Hockenheimring nicht weit von Mannheim entfernt ist, nein, darüber habe er noch gar nicht groß nachgedacht. "Aber das ist natürlich klasse", freut sich Lang schon auf das DTM-Finale im Oktober. Da hat er etwas mit Felix Petermann und Tomas Martinec gemein. Und es ist nicht das Einzige: "Es wäre schön, am Ende der Saison einen Pokal in der Hand zu halten."

Mr. Moose
02-09-09, 10:38
Bericht 6 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004669885.html)

Verteidiger: Scalzo hat mit den Adlern viel vor

Ex-Bulle fliegt jetzt übers Eis

Mannheim. "Der wird euch noch viel Freude machen." Ein österreichischer Eishockey-Fan ist extra aus Salzburg ins Trainingslager gefahren, um sich die Mannheimer Adler anzuschauen - und Mario Scalzo übers Eis flitzen zu sehen. Der 24-jährige Verteidiger trug eine Saison lang das Trikot der Roten Bullen und wurde Vizemeister. Ein längeres Engagement in Österreich kam für den Kanadier nicht in Frage.

"Ich wollte die Liga auf jeden Fall wechseln, da war es eine leichte Entscheidung, zu den Adlern zu gehen, zumal es ein gutes Angebot gab", erklärt der Mann aus Québec und grinst verschmitzt. So locker, wie er sich im Gespräch mit seinen Teamkollegen gibt, so leicht sieht es aus, wenn der "nur" 1,80 m große Linksschütze über die Spielfläche fliegt. Seine Torgefährlichkeit und Nervenstärke stellte Scalzo bereits beim Kolin-Cup in Zug unter Beweis, als er den entscheidenden Penalty gegen Karlovy Vary versenkte.

"Kenne Mannheim schon"

"Es war gut, dass wir uns so intensiv auf die Saison vorbereitet haben. Ich hatte erwartet, dass das Trainingslager und die Turniere so hart werden würden. Es ging schließlich darum, so schnell wie möglich in Topform zu sein", hat der 24-Jährige mit den Adlern einiges vor.

Die Quadratestadt ist ihm nicht gänzlich fremd: "Ich mag Mannheim sehr. Ich kenne die Stadt schon ein bisschen, weil ich im vergangenen Jahr mit dem Team Canada beim Deutschland Cup dabei war. Deshalb wusste ich, was mich erwartet." Nicht zuletzt, weil damals Freddy Brathwaite, Pascal Trepanier, Justin Papineau und Nathan Robinson in seiner Mannschaft spielten. "Von daher wusste ich bereits, dass jeder im Adler-Team gut ist. Es wird nicht leicht, sich durchzusetzen und seine Position zu finden. Ich muss, genau wie die anderen Jungs, hart arbeiten. Insofern ist es gut, zu einem Team zu stoßen, das im Wechsel ist", kommt Scalzo der Umbau gerade recht. Denn er will mit den Adlern zum Titel fliegen. jako

Mr. Moose
02-09-09, 10:39
Bericht 7 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004677794.html)

Torjäger: Scott King kennt Trainergespann Mason/Fowler noch aus gemeinsamen Iserlohner Tagen

Der "Kinger" hat es auf Titel abgesehen

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

Mannheim. Gehandelt wurde sein Name bei den Adlern bereits im Herbst 2008. Die Frage war nicht, ob, sondern nur, wann Scott King für Mannheim auf Torejagd gehen würde. In jenen Tagen hieß der Trainer noch Dave King. Und der hatte immer erklärt, er könne sich nicht vorstellen, einmal seinen Sohn zu trainieren. In diese Verlegenheit kam der 61-Jährige schließlich auch nicht, King senior wurde im März 2009 entlassen - der Weg für den damaligen Nürnberger Torjäger, Spitzname "Kinger", war frei.

"Ich stand und stehe mit ihm natürlich ständig in Kontakt", sagt Scott King über die Situation. Ansonsten will er sich nicht weiter dazu äußern. Zumal auch die jetzigen Trainer keine Unbekannten für den 32-Jährigen sind: "Ich habe in Iserlohn bei Doug und Teal gespielt. Die beiden haben sich nicht groß verändert. Ich weiß, wie sie arbeiten. Da fällt der Wechsel natürlich leichter." Auch einige Teamkollegen sind alte Weggefährten des Kanadiers. "Ich bin nicht der einzige Neue in der Stadt. Die meisten Jungs in der Mannschaft kenne ich bereits aus der Liga oder von Turnieren."

Zum Beispiel vom Deutschland Cup. Vor einem Jahr stand Scott für das Team Canada auf dem Eis, jubelte mit Pascal Trepanier, Mario Scalzo, Nathan Robinson und Justin Papineau über den Titel. Ein Landsmann war damals nicht dabei, auf den King große Stücke hält. "Ich habe mit Jame Pollock zusammen in Nürnberg gespielt", berichtet er und gerät regelrecht ins Schwärmen: "Er ist sehr offensiv und hat einen unglaublichen Schuss. Jame ist einfach ein toller Spieler und ein lustiger Typ. Es ist schön, dass er in Mannheim unterschrieben hat." Gemeinsam wollen sie bei den Blau-Weiß-Roten "ein gutes Jahr haben. Wir wollen Meister werden." Vor zwei Jahren war der Stürmer nah dran, am Titel. Mit den Ice Tigers wurde King Vizemeister, die Franken unterlagen den Adlern.

Wenn er aufs Eis geht, gibt der Ex-Nürnberger "Kinger" alles, ohne Rücksicht auf Verluste. So wehrte er gegen Ingolstadt einen Schuss mit der Hand ab. Die Folge: Bruch des Mittelhandknochens, Operation und Zwangspause. Noch schmerzlicher wurde der 32-Jährige in Nürnberg in den zurückliegenden Play-offs vermisst. Da bremste ihn ein Fußbruch aus. "Er ist ein Ausnahmespieler der Liga", vermisste ihn Trainer Andreas Brockmann.

King froh über hartes Programm

Um so glücklicher ist King, dass es endlich wieder los geht. Er hat sich im Sommer mit täglichen Übungseinheiten auf die Saison eingestimmt. In Kanada: "Es war schön, zu Hause zu sein, obwohl das Wetter nicht besonders gut war." Das Trainingslager in Garmisch und die Vorbereitungsturniere hätten ebenfalls ihren Reiz gehabt. "Das Programm war zwar hart, aber das ist auch ein Teil unseres Jobs. Es ging darum, bereit zu sein. Angesichts der vielen neuen Spieler war es gut, sich in Garmisch besser kennenzulernen", so der 32-Jährige. King ist froh, dass seine Frau Kathrin und die beiden Kinder Cole und Juliana bereits nach Mannheim umgezogen sind. "Wir mussten viel packen in Nürnberg", erzählt der Familienvater und grinst. Mittlerweile sind die Kisten geleert. "Meine Frau liebt es, mit den Kindern in der Stadt unterwegs zu sein. Kathrin spricht fließend Deutsch, das macht die Sache für sie noch einfacher."

Mr. Moose
02-09-09, 10:41
Bericht 8 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004678463.html)

Rückkehrer: Stürmer Yannic Seidenberg will sich bei den Blau-Weiß-Roten durchbeißen / Gute Erinnerungen an den Friedrichspark

"Adler sind wie damals immer noch topbesetzt"

Mannheim. Yannic Seidenberg muss lachen. "Damals habe ich noch über der Geschäftsstelle in den Quadraten gewohnt und konnte zum Training in den Friedrichspark rü-berlaufen." Damals, das war 2003. Seitdem ist der mittlerweile 25-Jährige viel rumgekommen, hat einiges erlebt. "Aber wie damals sind die Adler immer noch topbesetzt. Nur, dass jetzt die Trainingsmöglichkeiten noch besser geworden sind. Es ist fantastisch, in der Arena zu trainieren und zu spielen", freut sich der Stürmer auf die Heimstätte der Blau-Weiß-Roten, die er von zahlreichen Duellen - im Trikot der Kölner Haie oder der Panther aus Ingolstadt - bereits bestens kennt.

"Kanada hat mich weitergebracht"

"Es war richtig, dass ich gegangen bin, denn ich habe unter Bill Stewart nicht so viel Eiszeit bekommen, wie ich mir das vorgestellt habe." Es folgte ein Jahr Kanada. "Mit Medicine Hat habe ich fast 70 Vorrundenspiele absolviert und viel Eiszeit in Über- und Unterzahl bekommen. Das war sehr wichtig für mich als jungen Spieler. Kanada hat mich weitergebracht. Auch die 5000 bis 18 000 Zuschauer waren sehr beeindruckend", blickt der gebürtige Villinger gern auf diese Zeit zurück. Mit gemischten Gefühlen betrachtet er hingegen die Saison bei den Haien: "Unter Hans Zach war es nicht gerade einfach. Ich habe mit zwei weiteren Jungen in der Reihe gespielt. Aber es war ein wichtiges Jahr für mich." Seidenberg - dem in Köln in 52 Spielen kein Tor gelang - wechselte nach Ingolstadt. "Dort konnte ich mich gut weiterentwickeln. Ron Kennedy hat auf mich gesetzt. Das waren vier schöne Jahre." Bei den donaustädtern erzielte er insgesamt 49 Treffer. Dennoch entschied sich der 1,72-Meter große Offensivmann dafür, nach Mannheim zurückzukehren:"Mir war klar, dass es nicht leicht werden würde."

Zum Glück seien seine Verletzungen endgültig auskuriert. Vor zwei Jahren wurde Seidenberg bei der WM von einem Kanadier übelst von hinten niedergestreckt, 2008 erlitt der Nationalstürmer bei den Titelkämpfen in Bern einen Kreuzband-riss. "Ich hatte nur am Anfang etwas Angst, in Zweikämpfe zu gehen. Aber jetzt denke ich nicht mehr darüber nach", hat der 25-Jährige diese Phase abgehakt und auch keine Rachegelüste: "Klar darf es hart zur Sache gehen, solche Spieler braucht jede Mannschaft." Auch Seidenberg ist kein Kind von Traurigkeit, sondern einer, der einen Check zu Ende fährt. "Ich will bei den Adlern die gleiche Rolle wie in Ingolstadt einnehmen", erklärt er dazu.

Den Sommer verbrachte Yannic in den USA. "Ich habe mit Dennis trainiert", erzählt er über die Vorbereitung, die er gemeinsam mit seinem älteren Bruder absolviert hat. Der ehemalige Adler verteidigte für die California Hurricanes, wartet jetzt auf einen neuen Vertrag. "Wir verstehen uns recht gut und telefonieren fast jeden Tag", erzählt er und lacht: "Früher haben wir uns dagegen oft gestritten." - Damals. jako

Mr. Moose
02-09-09, 10:41
Bericht 9 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004683328.html)

Titelhamster: Vierte DM-Trophäe für Nathan Robinson?

Einer mit dem richtigen Näschen

Mannheim. Ab dieser Saison bekommt "Udo" Konkurrenz: Denn künftig kurven zwei Hamster übers Eis in Mannheim. Außer dem Arena-Maskottchen nimmt "Titelhamster" Nathan Robinson einen weiteren Meister-Pokal ins Visier. Der Torjäger wurde in seiner Premierensaison bei den Mannheimern 2007 auf Anhieb Deutscher Meister und Pokalsieger.

Anschließend liebäugelte der pfeilschnelle Kanadier mit einer Rückkehr in die nordamerikanische Profiliga NHL, stattdessen unterschrieb er einen Vertrag bei den Eisbären Berlin. Er hat ganz augenscheinlich nicht nur einen eingebauten Torriecher, sondern auch das richtige Näschen, wenn es um die Verteilung der Trophäen geht. Denn mit den Hauptstädtern wurde Robinson erneut Pokalsieger und zwei Mal Meister. Mit dem Team Canada holte er obendrein 2008 den Deutschland Cup. "Der Erfolg ist natürlich nicht allein von mir abhängig. Ich hatte auch einfach das Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein", bleibt der 27-Jährige bescheiden.

Jetzt soll es erneut in Mannheim klappen. "Ich habe für zwei Jahre bei den Adlern unterschrieben, darauf konzentriere ich mich", erklärt der Rückkehrer. "Vieles erinnert mich noch an 2006. Die Jungs sind wieder gut. Man merkt, dass alle etwas erreichen wollen." Der Torjäger weiß, worauf es ankommt: "Wir haben eine Mannschaft mit viel Talent. Auf dem Papier sind wir stark. Jetzt müssen wir unter Beweis stellen, dass wir gut harmonieren und hart arbeiten können." jako

Mr. Moose
02-09-09, 10:43
Bericht 10 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004682589.html)

Spaßvogel: 29-jähriger Stürmer will in Mannheim für Aufsehen sorgen / Wiedersehen mit Ex-Teamkollegen Robinson, Pollock und Brathwaite

Papineau bereit für die Torejagd

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

Mannheim. Kaum zu glauben, dass dieser gut gelaunte Kerl für Unfrieden zwischen gestandenen Klub-Managern gesorgt hat. Die Rede ist von Justin Papineau. Als im Dezember 2008 bekannt wird, dass der Kanadier von den Grizzly Adams Wolfsburg nach Mannheim wechselt, stänkert der Wolfsburger Manager Charly Fliegauf, man würde den Stürmer "mit Geld zudecken". Marcus Kuhl ärgert sich über angeblich gezahlte Summen - und dürfte sich insgeheim gefreut haben, Papineau in die Quadratestadt gelotst zu haben. Schließlich bringt der 29-Jährige die Erfahrung aus 82 NHL-Spielen (St. Louis und New York) und weiteren knapp 600 Minor-League-Einsätzen mit. Andererseits wird dem Mann aus Ottawa zeitweise nachgesagt, mit seinem Talent fahrlässig umzugehen.

Jetzt ist er in Mannheim und froh darüber. "Es ist klasse hier. Es sind 20 neue Leute für mich, aber es gibt auch ein paar bekannte Gesichter", erzählt Papineau. "Ein paar Jungs kenne ich noch von früher, wir schwelgen in Erinnerungen. Neben Jame Pollock und Nathan Robinson ist auch Freddy Brathwaite kein Unbekannter für mich. Mit ihm habe ich bei den St. Louis Blues zusammengespielt." In diese Zeit fällt auch seine bislang kurioseste Saison: "2002/ 2003 bin ich getradet worden, habe in zwei Major- und zwei Minor-League-Teams gespielt." Von St. Louis ging es über die Worcester Ice Cats zu den New York Islanders und von dort aus zu den Bridgeport Sound Tigers. "Diese Phase war nicht einfach damals. Aber ich bin durchgekommen", erzählt der Stürmer, der von sich selbst sagt, er sei ein "lustiger Typ". Vor zwei Jahren folgte schließlich der Wechsel nach Europa zum EHC Basel. "Im Nachhinein gesehen war das ein Flopp. Das Team war einfach zu schlecht." Die Sharks stiegen ab, und Papineau suchte ein neues Betätigungsfeld.

"Mir war klar, dass es sich bei Wolfsburg um einen Underdog handelt. Aber ich wollte möglichst viel Eiszeit bekommen." Der Offensivmann mit Spielmacher-Qualitäten legte richtig los, in der Hauptrunde erzielte er in 49 Partien 21 Tore, bereitete weitere 34 vor. Zudem gewannen die Grizzlys gegen Hannover erstmals in der Vereinsgeschichte den Pokal. "Da haben sich einige umgeschaut", meint Papineau und grinst. In der Vorbereitung hat der 29-Jährige bereits sein Potenzial angedeutet. Es könnte gut sein, dass er bei seinen Gegnern wieder für schlechte Laune sorgen wird.

Mr. Moose
02-09-09, 10:44
Bericht 11 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004683329.html)

Führungsspieler: Offensiv-Verteidiger Jame Pollock freut sich auf drei Jahre bei den Blau-Weiß-Roten

"Bin viel rumgekommen in den letzten Jahren"

Mannheim. Als im Sommer das Gerücht aufkam, Jame Pollock könnte sich doch noch für einen Verbleib in Russland und gegen seinen Dreijahresvertrag in Mannheim entscheiden, war die Aufregung groß. In Telefonaten mit Trainer Doug Mason und Manager Marcus Kuhl versicherte der Top-Verteidiger, auf jeden Fall zum Trainingsbeginn in die Quadratestadt zu kommen. Der 30-Jährige kann die Aufregung immer noch nicht verstehen, über seine Zeit in der KHL will er so wenig wie möglich sprechen: "Darüber gibt es nicht viel zu erzählen", erklärt der Kanadier über seine Zeit bei Balashickha MVD HC vielsagend. Pollock gibt im Training richtig Gas, so als wolle er die Erinnerungen an Russland abschütteln.

Seine Teamkollegen in Mannheim freut's. Es gibt kaum jemanden, mit dem der Blondschopf nicht schon auf dem Eis stand. Und alle wissen eines: "Jame hat einfach einen unglaublich harten Schuss", berichtet beispielsweise Scott King, mit dem Pollock zusammen in Nürnberg gespielt hatte. Nach zwei Jahren bei den Franken - er war mit 68 Punkten offensivstärkster Verteidiger der Liga - versuchte er noch einmal, in der National Hockey League Fuß zu fassen. Die neun Einsätze für die St. Louis Blues (2003/04) waren ihm zu wenig. Doch es klappte nicht, Pollock landete im Farmteam der Washington Capitals, den Hershey Bears. Nach 16 Einsätzen wagte er deshalb den Sprung nach Russland, zunächst zum Hauptstadtklub ZSKA Moskau, ein Jahr später in Balashikha. "Ich bin viel rumgekommen in den letzten Jahren, das reicht jetzt erst mal", freut sich Pollock auf packende Partien in seiner neuen Heimat. jako

Mr. Moose
02-09-09, 10:45
Bericht 12 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004669880.html)

Teamcheck: Ronny Arendt und Marcus Kink betätigen sich als wortgewandte Analysten

Von Schlüsselfiguren und Spaßvögeln

Mannheim. Ronny Arendt und Marcus Kink machen den Teamcheck:

Lukas Lang: Es ist der erste richtige Topverein für ihn. Er hat sich super eingefügt, obwohl es natürlich sehr schwer für ihn ist, Freddy vor sich zu haben. Er akzeptiert seine Position.

Freddy Brathwaite: Er ist der wichtigste Spieler im Team. Erstaunlich, dass er in seinem Alter noch so eine Einstellung als Profi hat. Das ist ein Phänomen.

Felix Brückmann: Ich schätze ihn sehr stark ein als Konkurrent um die zweite Position. Er wird ein richtig guter Torhüter.

Andy Hedlund: Ein großer Verteidiger mit enormer körperlicher Präsenz. Außerdem hat er einen Riesen-Schuss, eine richtige Wumme. Er wird seinen Teil als Leader übernehmen. Er ist ein sehr ruhiger und bedachter Mensch. Andy hat sich nahtlos ins Team eingefügt.

Sven Butenschön: Der große Stille. Dennoch ist er eine der Schlüsselfiguren im Team, gerade in Unterzahl. Außerdem ist er eine Respektsperson, ein Bindeglied zwischen den deutschen und den nordamerikanischen Spielern und deshalb zurecht einer der Assistenten des Kapitäns.

Pascal Trepanier: Er hat Unterstützung an der blauen Linie bekommen. Das wird ihm helfen, denn in der vergangenen Saison lastete ein großer Druck auf ihm, von dieser Position aus, Tore schießen zu müssen. Jetzt kann er relaxter an die Sache herangehen.

Jame Pollock: Er ist ein bodenständiger Typ mit dem absolut schärfsten Schuss, den ich in meiner Karriere gesehen habe - einfach brutal.

Chris Schmidt: Ein Allrounder, der eher im defensiven Bereich seine Akzente setzen wird - gerade auch in Unterzahl.

Denis Reul: Er wird eine Reizfigur für die Stürmer werden, eine gute Rolle ausfüllen und bei den Stammspielern anklopfen. Seine Statur ist furchteinflößend. Er hat viel Erfahrung in Nordamerika gesammelt.

Felix Petermann: Er ist der Spaßvogel im Team und wird eine solide Saison spielen.

Mario Scalzo: Obwohl er neu in der Mannschaft ist, hat er sich nahtlos eingefügt. Er ist ein lustiger Geselle, der wohl mit Jame Pollock ein Duo bilden wird. Offensiv sind beide sehr gut. Er versucht, Deutsch zu lernen. Ein super Schlittschuhläufer mit toller Übersicht, und das, obwohl er erst 24 Jahre alt ist.

Nathan Robinson: Fünf Titel in drei Jahren - das sagt schon alles. Gerade in Berlin hat er viel Erfahrung gesammelt. Eine der Schlüsselfiguren, die für viele Tore sorgen wird. Es ist eine absolute Augenweide, ihn spielen zu sehen, und er ist immer für einen Lacher gut. Es ist klasse, dass er über sich selbst lachen kann.

Axel Hackert: Für ihn wird es als 13. Stürmer nicht einfach, ins Team reinzufinden.

Scott King: Ein brillanter Techniker. Es wird ein ordentlicher Konkurrenzkampf werden, was gut ist, denn angesichts der Tiefe im Kader sind wir unberechenbar. Er wird uns weiterhelfen, weil er gut in die Mannschaft passt. Obendrein sorgt er mit seinen lustigen Kommentaren für viel Spaß.

Tomas Martinec: Mein Bezugspunkt im Team. Ich kenne ihn seit zwölf Jahren und ich bin froh, dass ich noch eine Saison mit ihm spielen kann. Er geht jedem Torhüter auf die Nerven (sagt Ronny Arendt).

Marcus Kink: Er hat seinen Riesen-Durchbruch im vergangenen Jahr geschafft. Jetzt klopft er bei der Nationalmannschaft an und hat gute Chancen, bei Olympia dabei zu sein.

Colin Beardsmore: Einer der Eckpfeiler in Unterzahl. Er akzeptiert jede Rolle, ein absolut mannschaftsdienlicher Spieler.

Frank Mauer: Er hat eine gute Rookie-Saison hinter sich, mit viel Eiszeit. Ich habe den ganzen Sommer über mit ihm trainiert, er hat sich überall gesteigert. Ich bin mir sicher, er wird der neue Frauenschwarm im Team (Ronny Arendt lacht).

Colin Forbes: Völlig zu Recht trägt Colin das "C" auf der Brust. In Über- und Unterzahl ist er eine wichtige Person. Jetzt hat er weitere Unterstützung, um sich noch mehr in die Offensive einschalten zu können.

Michael Hackert: Ein brillanter Techniker, der vor allem in Überzahl Akzente setzen wird.

Yannic Seidenberg: Ein eher kleingewachsener bulliger Typ, wie ich. Mit seiner aggressiven Art wird er gut ins Team finden und eine sehr solide Saison spielen (ist Arendt überzeugt).

François Methot: Unser Technik-Genie. Ein ganz ruhiger und lieber Typ, der immer hilfsbereit ist. Der Topscorer. Gut, dass er noch mehr Unterstützung erhält. Dabei dürften noch mehr Tore herausspringen.

Matthias Plachta und Marc El-Sayed: Sie werden bei uns trainieren und Praxis in Heilbronn sammeln. Es ist wichtig, auf die Älteren zu hören, und das machen sie.

Justin Papineau: Ein überragender Techniker, vor allem für die Special-Teams.

Ronny Arendt: Fast schon ein Mannheimer. Von der Einstellung her ein absolutes Vorbild. Er gibt immer alles. Obwohl es in der vergangenen Saison nicht so gut für ihn gelaufen ist, ist er super drauf. Einer, der jeder Mannschaft helfen kann. Deshalb trägt er zurecht das "A" auf der Brust.

Mr. Moose
02-09-09, 10:46
Bericht 13 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004669890.html)

Talent: Denis Reul ist nach zwei Jahren USA zurück in Mannheim

"Bin eigentlich kein Neuer"

Mannheim. Die Ansage von Denis Reul ist eindeutig: "Ich setze auf meine körperlichen Anlagen." Was der 20-Jährige damit meint, ist augenscheinlich: Der Verteidiger mit dem kahlen Kopf misst stattliche 193 Zentimeter, bringt 103 Kilogramm auf die Waage und hat ein ziemlich breites Kreuz. Das braucht er auch, denn die Konkurrenz in der Defensive ist stark. "Wer sich in Mannheim durchsetzt, schafft es überall", gibt sich der gebürtige Oberfranke, der von 2004 bis 2007 ein Jungadler-Trikot trug, selbstbewusst: "Ein paar Jungs kenne ich noch aus meiner Zeit damals. Zum Beispiel Marcus Kink, Frank Mauer, Felix Petermann, Benedikt Brückner, Felix Brückmann, Matthias Plachta und Ronny Arendt."

Reul wagte anschließend den Sprung über den großen Teich und absolvierte über 130 Partien für den US-Klub Lewiston Maineiacs in der Quebec Major Junior Hockey League Kanada: "Insofern bin ich eigentlich kein Neuer, obwohl ich zwei Jahre in den USA war." Dass er dort den Sprung in den Seniorenbereich nicht geschafft hat, ärgert den Defensivmann nicht, er will die Erfahrungen nicht missen: "Während meiner Zeit drüben habe ich mich in allen Belangen weiterentwickelt. Ich war gezwungen, schnelle Entscheidungen zu treffen", erklärt der 20-Jährige, der 2005 und 2006 mit den Jungadlern Deutscher Meister wurde.

Training trotz Fingerbruchs

Das Durchbeißen ging in der Vorbereitung für die DEL-Saison mit den Adlern weiter. Denn bei einem Trainingslager der Nationalmannschaft erlitt er einen Fingerbruch. "Ich habe danach noch zwei Einheiten absolviert. Trotz der Verletzung war es ein Super-Gefühl, dabei zu sein."

Reul, der seine Stärken ganz klar im Zweikampfverhalten sieht ("Es ist schwer, gegen mich zu spielen"), will sich vor allem in den Bereichen Stock- und Puckbehandlung sowie dem Schlittschuhlaufen weiterentwickeln. Der Mann mit der Nummer 29 hat sich einiges vorgenommen: "Bis 2012 will ich bei den Adlern viel lernen, um es dann noch mal drüben zu versuchen." jako

Mr. Moose
02-09-09, 10:47
Bericht 14 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004680061.html)

Star der Liga: Stanley-Cup-Sieger will sich beim deutschen Meister Eisbären Berlin erneut für höhere Aufgaben empfehlen

Friesen kämpft um eine zweite Chance

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

Berlin. 977 Partien hat Jeff Friesen in der NHL bereits absolviert. 2003 gewann er mit den New Jersey Devils den Stanley Cup. Der 33-Jährige hat das Talent, weiter in der besten Eishockeyliga der Welt auf Torejagd zu gehen. Doch die NHL-Klubs wollen den Außenstürmer nicht mehr.

Bis vor zwei Jahren verlief Friesens Karriere wie im Bilderbuch. Bei den San Jose Sharks startete er gleich in seinem ersten Profijahr durch, er wurde mit Peter Forsberg und Paul Kariya ins Team der besten Neulinge gewählt. In Kalifornien verbrachte der Angreifer die schönste Zeit in seinem Sportler-Leben, aber erst nach seinem Wechsel an die Ostküste feierte er mit dem Stanley-Cup-Sieg seine Krönung.

Friesen schien noch viele gute NHL-Jahre in den Beinen zu haben - doch dann schlug das Schicksal zu. Vor zwei Jahren zog er sich eine Leistenverletzung zu. Hört sich nicht schlimm an, war es aber. Der Kanadier wurde operiert, doch die Schmerzen blieben. Nerven wurden in Mitleidenschaft gezogen. "Keiner wusste, was es ist", sagt Friesen, der sich sogar lange mit seinem Karriere-Ende auseinandersetzen musste: "Dass mir so etwas mal passiert, hätte ich bestimmt nicht gedacht."

NHL-Klubs scheuen Risiko

Friesens Pech ist das Glück der Eisbären Berlin. Ohne den gesundheitlichen Rückschlag wäre der 33-Jährige nie und nimmer ein Thema für die Deutsche Eishockey Liga geworden, sondern würde weiter Millionen US-Dollar scheffeln. Da den NHL-Klubs das Risiko einer Verpflichtung des robusten Stürmers zu groß war, musste sich Friesen woanders umschauen - und landete zum Probetraining beim deutschen Meister. "In Nordamerika haben mir alle geraten: Wenn du rüber gehst, dann geh nach Berlin", erzählt der zweifache Familienvater. Die Hauptstadt sei der Ort in Europa, wenn es um Eishockey gehe. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber Friesen hatte nicht gerade viele Wahlmöglichkeiten.

Manager von Friesen überzeugt

Und auch die Eisbären zögerten zunächst. Zwar wusste der Kanadier, der deutsche Wurzeln hat, in den Testspielen durchaus zu überzeugen, doch die Verpflichtung zog sich hin. "Jeff ist schmerzfrei. Er fühlt sich bei uns sehr wohl und ist hochmotiviert", betonte Berlins Manager Peter John Lee. Er überlegte aber zweimal, ob er Friesen ein Angebot unterbreiten sollte. Zumal dieser nach seinem Trainingsrückstand noch Kondition bolzen muss, um den Anschluss zu finden. Doch nun steht fest: Der Angreifer wird in Berlin mit der Nummer 39 auflaufen.

Die Entscheidung stieß bei der Mannschaft auf breite Zustimmung. "Man hat gesehen, dass Jeff ein ganz Großer ist", meinte beispielsweise Eisbären-Urgestein Sven Felski. Und Stürmerkollege Stefan Ustorf unterstrich: "Menschlich passt er sehr gut in die Kabine." Auch im Ausland staunten die Experten über die Verpflichtung, von der die Berliner hoffen, dass sie zum Coup wird. "Jeff ist sehr schnell und wird in der DEL noch für Schlagzeilen sorgen. Er kann überragend werden", meinte der ehemalige Eisbären-Meistertrainer Pierre Pagé, der jetzt beim österreichischen Vizemeister Red Bull Salzburg an der Bande steht, über den zweimaligen Weltmeister mit dem Team Canada.

Haben die Eisbären Berlin einen großen Glücksgriff getan? Oder bleibt Friesens Körper sein größter Feind, und geht der Titelverteidiger damit ein zu hohes Risiko ein? Beide Szenarien sind möglich. Fest steht wohl auch: Friesens Gastspiel wird ein einjähriges Intermezzo bleiben. Denn: Startet er noch einmal durch, wird er für die Eisbären nicht mehr finanzierbar sein, dann ist ein Wechsel in eine Liga mit finanzstärkeren Vereinen programmiert. Oder er gehört tatsächlich schon mit 33 Jahren zum alten Eisen und enttäuscht wie in der vergangenen Saison der Kölner Mike Johnson - dann wird auch der Hauptstadt-Klub Friesen nicht länger durchfüttern.

Der Kanadier selbst ist jedenfalls vorsichtig optimistisch. "Ich bin weiterhin schmerzfrei", sagte er. Noch besser ginge es ihm, wenn seine Ehefrau Rhonda mit den beiden Kindern mit nach Berlin käme: "Sie werden mich aber wohl nur vier- bis fünfmal in der Saison besuchen. Das ist die negative Seite, wenn man nicht zu Hause spielt. Aber da muss ich durch."

Mr. Moose
02-09-09, 10:50
Bericht 15 - Sonderbeilage (http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/eishockey/saisonstart09/20090902_srv0000004683690.html)

WM: Sternstunde für das Eishockey mit Weltrekord

Top-Teams in Mannheim

Mannheim. Es war ein Debakel - Konsequenzen gab es allerdings keine. Nach dem vorletzten Platz bei der WM in der Schweiz durfte Bundestrainer Uwe Krupp im Amt bleiben, und die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft musste den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit nicht antreten. Der Grund: Als Ausrichter ist die DEB-Auswahl für die Heim-WM (7. bis 23. Mai) gesetzt.

Und so darf das deutsche Eishockey von einer Sternstunde träumen. Mit dem Eröffnungsspiel vor fast 76 000 Zuschauern in der Arena auf Schalke will der Verband einen Weltrekord aufstellen und für positive Schlagzeilen sorgen. "Etwas Besseres kann uns nicht passieren. Das Spiel auf Schalke wird riesige öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf das ganze sportliche Großereignis lenken. Das ist auch gut für den WM-Standort Mannheim", sagt Daniel Hopp, der Geschäftsführer der SAP Arena. Im "Ufo" finden 26 Spiele einschließlich zweier Viertelfinale statt, die übrigen Begegnungen werden in Köln ausgetragen.

Für Partien mit deutscher Beteiligung müssen die Mannheimer Fans reisen. Sie kommen aber in den Genuss, die Teams aus Kanada, Schweden oder Tschechien vor der Haustüre zu erleben. Erhältlich sind Karten unter www.iihfworlds2010.com, telefonisch unter 0621/18 19 03 33 sowie im Ticketshop des Spielorts. Die billigste Karte für eine einzelne Partie kostet 19 Euro (Stehplatz) und 29 Euro (Sitzplatz). Es gibt viele Ermäßigungen - so für Gruppen und Adler-Dauerkartenbesitzer. cr