PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Presse vom 22.9.09



Paige
22-09-09, 05:56
Rheinpfalz: (http://www.rheinpfalz.de)

Kollektive Wettkampfhärte

Eishockey: Adler schonen den nächtlichen Schlaf ihres Trainers

„Ich schlafe nachts gut“, pflegte Doug Mason, Trainer der Adler Mannheim, in den Vorbereitungswochen auf die neue Eishockey-Saison zu sagen. Zur Bekräftigung legte er den Kopf sanft lächelnd auf die gefalteten Hände. Das Team zog mit, es gab viel zu tun, viele neue Ideen, ein neues System – kurzum: erfüllte Trainingstage. Vergangene Woche nun, nach dem Fehlstart, beteuerte der Kanadier, dass er immer noch gut ruhe. Seine Erklärung: „Ich vertraue der Mannschaft.“

Gerade in dem Moment, als die Gefahr bestand, dass auch Masons Nächte durchgrübelter und somit kürzer werden würden, hat das hoch eingeschätzte Team dieses Vertrauen gerechtfertigt. „Alle sind erleichtert, es war ein großer Sieg“, sagte Doug Mason gestern, einen Tag nach dem 4:3-Erfolg gegen die Hamburg Freezers. Seine Star-Anhäufung zeigte endlich so etwas wie kollektive Wettkampfhärte. Oft genug waren in den Spielen zuvor Vorsprünge vergeigt worden, konnte auf Rückstände nicht reagiert werden oder fehlte in Verlängerung und Penaltyschießen der letzte Biss. Diesmal war auch ein früher 0:1-Rückstand kein Schock. Mason: „Er spielte keine Rolle.“

Die neue Woche beginnt also ruhig. Das wäre auch im Falle einer Niederlage so gewesen, beteuert Manager Marcus Kuhl: „Der Druck kommt immer vom Umfeld und den Medien, bei uns herrscht Ruhe.“ Und zusätzliche Erleichterung, da die merkwürdigen Sehstörungen von Klasse-Torwart Freddy Brathwaite, der sich am Sonntag auswechseln ließ, wohl nur auf einen Puck zurückzuführen sind, den er am Freitag in Straubing hart auf die Maske bekam. (olw)

Paige
22-09-09, 06:15
Mannheimer Morgen: (http://www.morgenweb.de)

Eishockey: Augenuntersuchung des Mannheimer Torhüters ohne Befund

Aufatmen bei den Adlern: Brathwaite gibt Entwarnung

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

Mannheim. Der Erleichterung nach dem 4:3-Heimsieg der Adler, über die Hamburg Freezers am Sonntag folgte, einen Tag später die Entwarnung bei Mannheims Torhüter Freddy Brathwaite. Der 36-Jährige hatte in der ersten Drittelpause über Sehstörungen und Kreislaufprobleme geklagt und daher für Lukas Lang Platz gemacht.

"Freddy war beim Augenarzt und dort wurde nichts gefunden", erklärte Pressesprecher Matthias Fries auf Nachfrage. "Vielleicht hat das alles mit einem Schuss auf Freddys Maske am Freitag in Straubing zu tun gehabt", mutmaßte Fries.

Die Auswechslung Brathwaites verwunderte nicht nur die 11 044 Fans in der SAP Arena, auch Lukas Lang war erstaunt: "Für mich kam das sehr überraschend, viel Zeit zum Warmmachen hatte ich nicht", erzählte der 23-Jährige, der von den Hamburgern direkt nach der Pause mit scharfen Schüssen eingedeckt wurde - und sofort hellwach war. "Das war natürlich wichtig für mich und auch die Jungs, dass ich die gehalten habe. Ich brauche Action vor meinem Tor und die Mannschaft hat sich schnell von Freddys auf meine Spielweise umgestellt."

Lang wurmt einfaches Gegentor
Zwei Mal musste Lang noch hinter sich greifen, beim 3:3 drückte Wilm die Scheibe zwischen dessen Schoner und dem kurzen Pfosten über die Linie. "Das war Glück für die Freezers und Pech für mich. Ich weiß nicht, wie der Puck da durchrutschen konnte", wurmte den Schlussmann der Gegentreffer.

Cheftrainer Doug Mason sprach zwar von "einem einfachen Gegentreffer", aber böse wollte der 54-Jährige keinem seiner Schützlinge sein: "Wir waren in allen Bereichen besser als die Hamburger." Für einen hatte Mason noch ein Sonderlob parat: "Der Siegtreffer, war ein Highlight-Tor", freute sich der Coach. "So etwas siehst du nur alle drei oder vier Wochen in der Liga."

Verständlich, dass sich der Schütze Ronny Arendt sichtlich gelöst zeigte: "Es hat gut getan zu treffen. Ehrlich gesagt habe ich etwas gezittert, als ich realisiert habe, dass das Tor leer war", gestand der 28-Jährige und dachte an viele verpasste Chancen in der vergangenen Runde und die ersten Partien dieser Saison. Denn auf seinen ersten Saisontreffer musste er fast 350 Minuten warten.

"Das war ein knapper Sieg zur rechten Zeit", sagte Arendt und blickte gleich auf die kommenden Aufgaben: "Vor uns liegt noch viel Arbeit, das geht gleich mit den beiden Rheinland-Partien am Freitag gegen Köln und am Sonntag in Düsseldorf los. Aber auf die jetzige Leistung können wir aufbauen."