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Adler- Transfercheck 2021/22

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    Transfercheck 2021/22

    Die Neuzugänge der Adler Mannheim unter der Lupe


    Bereits frühzeitig war es Adler- Manager Jan-Axel Alavaara möglich, einen Haken hinter die Personalie Tim Wohlgemuth zu setzen. Hinter den Kulissen galt der Transfer schon etwas länger als „fix“, aber offiziell wurde er erst Mitte Februar 2021 bekanntgegeben. Die Gespräche verliefen von der ersten Sekunde an sehr vielversprechend und spiegelten das Interesse beider Seiten wider. Die Entscheidung war keine einfache, fiel letztendlich jedoch zugunsten der Adler aus, sodass der Youngster aus Ingolstadt los geist werden konnte.

    Im Konzept der Adler soll Wohlgemuth mit Blick auf die kommenden Jahre (Vertrag bis 2024) eine wichtige Rolle einnehmen. Der Stürmer, der sowohl auf dem linken Flügel als auch als Center eingesetzt werden kann, hat in seinem letzten Jahr bei den Panthern den nächsten (großen) Schritt in seiner Entwicklung genommen. Er ist mittlerweile nicht mehr nur als Rohdiamant zu betrachten, sondern als aufstrebender DEL- Profi, der nach wie vor eine Menge Potenzial besitzt und dessen Weg weiter nach oben führen wird, sofern er hoffentlich von größeren Verletzungsrückschlägen verschont bleibt. Läuferisch sowie stocktechnisch (sehr) gut ausgebildet und mit einem bereits jetzt schon hohen „Eishockey-IQ“ ausgestattet, welchen viele deutsche Kollegen seines Alters noch nicht ihr Eigen nennen können. Auf der körperlichen Seite gibt es natürlich noch die Möglichkeit sich ein wenig Muskelmasse anzutrainieren sowie am Bullypunkt konstanter als Sieger hervorzugehen.

    Nichtsdestotrotz hat er schon loses Interesse von NHL-Scouts auf sich ziehen können. So soll sich die Organisation der Florida Panthers schon einmal mit dem Namen Wohlgemuth beschäftigt haben, ohne dabei jedoch konkret zu werden.


    Nach dem enttäuschenden Halbfinal- Aus gegen die Grizzlys aus Wolfsburg, hat es noch einmal sehr viel Bewegung im Kader der Adler Mannheim gegeben. Die punktemäßig sehr starken Hauptrunde, ließ eigentlich nicht mit so vielen Veränderungen rechnen, aber die Playoffs haben dann ein anderes Bild gezeichnet, sodass Manager Jan-Axel Alavaara letztendlich zum Handeln gezwungen war, um Schwachstellen, wie zum Beispiel die eines fehlenden Torjägers, auszumerzen. Der Gedanke oder die Hoffnung aus dem Vorjahr, die Tore auf mehrere Schultern verteilen zu können, erwies sich leider als Fehler.

    Zu allem Überfluss begann der „richtige“ Transfersommer allerdings mit einem großen Dämpfer. Mannheims Kapitän Ben Smith schloss sich nach drei Jahren im Trikot der Adler Mannheim dem großen Konkurrenten aus München an. Die Adler hatten sich vergeblich bis an die Schmerzgrenze gestreckt, Smith wollte mit seiner Familie und im Alter von 32 bzw. nun 33 Jahren noch einmal etwas anderes sehen (erleben). Ohne jetzt großartig weiter urteilen und auf die Geschichte eingehen zu wollen, hatte die Personalie in gewissem Maße schon einen faden Beigeschmack.



    Es sollte aber nicht sehr lange dauern, bis sich die Adler Anfang Mai mit dem erfahrenen deutschen Nationalverteidiger Korbinian Holzer vom russischen KHL-Club Avtomobilist Jekaterinburg verstärkten (Vertrag bis 2023).

    Holzer, der als waschechter Bayer gilt und bekennender Fußballfan der 1860er Löwen ist, stand auch bei den Roten Bullen aus München sehr weit oben auf der Wunschliste für den Kader 2021/22. Allerdings war Alavaara bei dieser Personalie einen Schritt voraus. Man hielt bereits längere Zeit Kontakt zum Verteidiger und gab zu verstehen, dass man großes Interesse an ihm habe, wenn für ihn die Zeit für eine Rückkehr nach Deutschland gekommen sei. Natürlich spielten auch finanzielle Aspekte eine Rolle, aber unterm Strich war es auch das Werben des Adler- Managers sowie die akribische Darlegung und Einbeziehung in ein zukünftiges Konzept, die das Pendel pro Mannheim ausschlagen ließen. Dieses Mal guckte der EHC Red Bull München in die Röhre.

    Zum Spieler Holzer brauche ich vermutlich nicht ganz so viele Wörter verlieren. Wer die zurückliegende Eishockey- WM in Riga zumindest bei deutscher Beteiligung etwas mitverfolgt hat, der weiß, dass trotz des Alters von 33 Jahren, noch eine ganze Menge an Leistungsvermögen in dem nordamerikaerfahrenen Abwehrspieler mit Gardemaß (190 cm, knapp 100 kg) steckt. Schon allein die Ruhe, die er ausstrahlt, wirkt sich positiv auf seine Mitspieler aus. Der Rechtsschütze denkt in erster Linie defensiv, kann aber auch mit schnellen Pässen und Schüssen von der blauen Linie für Gefahr sorgen. Nicht zu Unrecht wurde Korbinian Holzer in das Allstar- Team der WM 2021 gewählt. Das einzige kleine Manko, das ich bei ihm sehe, sind die Strafzeiten. Mitunter kann Holzer etwas zu „energisch“ agieren und so den manchmal unnötigen Weg auf die Strafbank antreten.


    Eine gute Woche nach Korbinian Holzer wurde die Verpflichtung des finnischen Verteidigers Ilari Melart offiziell bekanntgegeben (Vertrag bis 2023). Auch dieser Transfer war schon ein Stück weit früher eingetütet worden, musste aber mit der Bestätigung noch auf sich warten lassen, weil Melart mit seinem schwedischen Team Växjö Lakers noch um den Titel in der SHL spielte und diesen schlussendlich auch gewann.
    Für viele Anhänger mag dieses Vorgehen etwas überraschend gewesen sein, weil der Schuh vorrangig in der Offensive zu drücken schien, aber wenn man die Chance besitzt, einen weiteren solch hochkarätigen Spieler unter Vertrag nehmen zu können, darf man dies Möglichkeit (meiner Meinung nach) nicht einfach so verstreichen lassen.

    Ilari Melart war zu Beginn seiner Karriere eher ein reiner Defensivverteidiger, der vor allem im physisch Spiel zu gefallen wusste. Mit den Jahren arbeitete er vermehrt an seiner Schlittschuh- sowie Stocktechnik und wurde öfters in Überzahl eingesetzt. Einen äußerst harten Schuss besaß er schon immer, richtig zur Geltung (auch im Sinne von Präzision) kam dieser aber in den vergangenen zwei Jahren in Schweden mit jeweils 12 Treffern in der Hauptrunde.

    Selbst wenn keine großartigen, spielerischen „Kunststückchen“ vom Finnen zu erwarten sein dürften, so sollte er mit seiner Spielweise trotzdem für das eine oder andere „Highlight“ sorgen – sei es ein Check oder ein gewaltiger Hieb von der blauen Linie. Manchmal zeigt er sich leider etwas übermotiviert und neigt in hitzigen Situationen zu unbedachten Fouls.


    Weiter geht es mit Jordan Szwarz, dem ersten Stürmertransfer des Sommers. Am 30-jährigen Kanadier waren die Adler schon vor der letzten Saison dran, konnten aber aufgrund der unsicheren Corona- Pandemie den Transfer nicht realisieren. Der Stürmer, welcher sowohl als RW auflaufen kann, bei den Adlern aber voraussichtlich als Center eingeplant ist, zog einen Wechsel in die KHL zu Torpedo Nizhny Novgorod vor. Dort benötigte er eine gewisse Anlaufzeit, um sich an sein neues Umfeld zu gewöhnen, spielte dann allerdings eine persönlich gute Saison.

    Da das Interesse der Adler nicht verblasst war, fand man ein Jahr verspätet zueinander (Vertrag bis 2023). Auf die Fans wartet ein Spieler, der ich voll in den Dienst der Mannschaft stellt und in allen Situationen eingesetzt werden kann, wenn es der Trainer verlangt. Sein „Motor“ läuft immer, was ihm über seine bisherige Karriere gesehen, in der AHL fast immer ein „A“ oder sogar „C“ auf der Brust beschert hat. Seine Führungsqualitäten sind unbestritten und die Punkteproduktion hat sich in den letzten Spielzeiten auf einem konstant guten Maße eingependelt.


    Ein völlig unbeschriebenes Blatt stellte die Verpflichtung des russischen Talentes Ruslan Iskhakov von TPS Turku aus Finnland dar. Zwar wurde der Center im NHL-Draft 2018 in der zweiten Runde an insgesamt 43. Position von den New York Islanders ausgewählt, doch auf dem Zettel für die DEL dürften ihn wohl die Wenigsten gehabt haben. Iskhakov konnte trotz seines jungen Alters von 20 Jahren schon viele Erfahrungen in unterschiedlichen Ländern sammeln. Nach zwei Spielzeiten am College in den USA, entschied sich der flinke Spielmacher, Profi werden zu wollen und unterschrieb einen Vertrag bei TPS.

    Es war zunächst eine große Umstellung, weil das allgemeine Spielverhalten deutlich taktischer geprägt war und alles auf einer grundsoliden Defensive fußte. Hinzu kamen eine neue Kultur und wieder andere Gepflogenheiten, an die man sich zu gewöhnen hatte.

    Nach einer kurzen Anlaufphase, in der es auch mal eine „Denkpause“ gab, setzte der junge Russe jedoch zügig ein Zeichen, in der Liiga angekommen zu sein. Er überzeugte mit Schnelligkeit, Spielfreude und war sich bewusst, auch defensiv arbeiten zu müssen, um seinem Traum von der NHL über den gewählten Umweg Europa näher zu kommen. Es flogen dem Youngster viele Sympathien zu und am Ende seiner ersten Profi-Saison standen nach 54 Hauptrunden-Spielen 38 Scorerpunkte (10 Tore/ 28 Vorlagen) zu Buche. In den Playoffs kamen in 13 Partien weitere 7 Scorerpunkte (2/ 5) hinzu. Am Ende scheiterte die Mannschaft im Finale.

    Eigentlich besaß Ruslan Iskhakov beim Scouting in Finnland gar nicht oberste Priorität. Man wollte sich interessante Akteure für kommende Jahre ansehen, doch dann zog das junge Top-Talent aus Moskau die Aufmerksamkeit auf sich und ließ sich gut in die Vorstellungen der Adler einplanen. Zwar zeigt der Einjahresvertrag, dass das Ziel weiterhin NHL lautet, aber der Schritt nach Mannheim ist dennoch durchdacht gewählt. Insbesondere die vergangenen zwei Jahre mit den hohen Drafts von Moritz Seider sowie Tim Stützle, haben gezeigt, dass die Adler das ideale Sprungbrett sein können.


    Anfang Juni platzte dann eine große „Transferbombe“. Borna Rendulic kehrte - trotz Vertrag in Örebro - nach nur einem Jahr nach Mannheim zurück (Vertrag bis 2023). Der kroatische Flügelspieler, der in der Saison 2019/20 für so viele spielerische Glanzlichter im blau-weiß-roten Trikot gesorgt hatte (50 Spiele/ 27 Tore/ 22 Assists) hielt seine Ankündigung, dass man sich im Leben stets zweimal sehe.

    Der Wechsel aus Schweden zurück nach Mannheim geschah nicht aus Leistungsgründen. In Örebro war Rendulic teaminterner Hauptrunden- Topscorer und konnte in 49 Begegnungen 17 Treffer und 21 Vorlagen für sich verbuchen. In den Playoffs war für sein Team im Halbfinale Schluss.

    Für eine erste Saison in der starken SHL sind das durchaus beachtliche Zahlen, aber es fehlte dennoch etwas. Dem Kroaten war der Abschied aus Mannheim damals schon schwergefallen, aber aufgrund der Corona- Lage sah er keinen anderen Ausweg, denn er wollte sicher dem Eishockeypuck nachjagen. Unter normalen Umständen hätte man sich zum zurückliegenden Zeitpunkt wohl auf einen weiteren Einjahresvertrag einigen können… den Ausgang kennen wir leider alle.
    In Schweden war Rendulic von der Art und Weise des Trainings und des Spiels überrascht. Dem Skating bzw. der ständigen Bewegung kam höchste Priorität zu. Alles lief nach einem Muster ab. Natürlich ist Schlittschuhlaufen die Basis, aber es ging von einer Ecke in die andere. Echte Rollen wurden den Spielern im Prinzip nicht wirklich zugeteilt.
    Zeit, seine gefürchteten Schüsse anzubringen, bleib oft nur bei einem Mann mehr auf dem Eis.

    Nach diesem einen Jahr in Schweden hat er viel dazugelernt, aber Borna Rendulic ist auch bewusst geworden, was er an dem Standort Mannheim hatte. Er wollte eigentlich nie richtig weg! Nicht nur die enge Freundschaft zu seinem Verteidigerkollegen Mark Katic, sondern auch eine herzlichere Umgebung sowie eine passende Chemie zwischen Trainerstab und Mitspielern haben ihm gefehlt und seinen Willen zu einer Rückkehr bekräftigt. In der Saison 2021/22 geht der Mann mit der neuen Rückennummer 71 also endlich wieder in gewohnter Umgebung auf Torejagd und ich bi mir sicher, dass er die Fans wieder „verzücken“ wird.


    Der vorerst letzte Neuzugang heißt Nigel Dawes, von Ak Bars Kazan aus der KHL. Der Stürmer ist inzwischen schon 36 Jahre alt, aber über all seine Stationen im laufe seiner Karriere, konnte er eindrucksvoll nachweisen, dass er den richtigen Riecher für das Toreschießen hat. Dawes ist mittlerweile der erfolgreichste, nicht russische Torschütze in der multinationalen KHL. Seine 293 Tore in die zweitmeisten aller KHL-Spieler in der Geschichte.

    Er hat über die Jahre in der KHL viel Geld verdient, musste aber Abstriche im Privatleben machen und konnte teilweise längere Zeit nicht bei der Familie sein. Mit Mannheim möchte der Kanadier noch einmal einen Angriff auf einen Vereinstitel starten und sieht die Organisation dafür gut aufgestellt.

    Er ist topfit und will mit seinem Instinkt für viel Gefahr in der Offensive sorgen, ohne dabei die Defensivarbeit zu vernachlässigen. Sein folgendes Zitat verdeutlicht, dass es ihm nicht ausschließlich um seine Tore geht, sondern auch er das Team in den Vordergrund stellt:
    "The thing that I enjoy the most is winning games. If you and your linemates score, then it’s just a good bonus."
    Twitter: @Stephan0708
    Eigens recherchierte Gerüchte, Infos, News sowie zusammengestellte Scouting Reports über Spieler und die Adler Mannheim.

  • #2
    Danke für die super Übersicht. Ich bin trotzdem gespannt, ob noch jemand kommt (Kühnhackl)

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    • #3
      Lieber Steve, ich habe gestern noch gedacht, dass wir schon lange nichts mehr von Dir gelesen haben. Großartige Arbeit. Herzlichen Dank

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      • #4
        Auch von mir und der kleinen Fanggruppe vielen Dank für die tolle Ausarbeitung


        Gesendet von iPhone mit Tapatalk

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        • #5
          Herzlichen Dank für diese Zusammenfassung. Insbesondere dein Blick hinter die Kulissen zeigt mir, wie hart und zielgerichtet am Konzept der postulierten europäischen Spitzenmannschaft in unserer Orga gearbeitet wird.

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          • #6
            Also die Teamzusammenstellung ist ein absolute Ansage an die Liga und definitiv auch an Europa.
            Lean Bergmann wird wohl auch konkreter...
            Das birgt aber auch eine gewisse Fallhöhe...
            Zuletzt geändert von Soda; 19.07.2021, 20:12.

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            • #7
              Dachte ich auch schon. Zum Siegen verdammt und wehe das geht schief...

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              • #8
                Zum Siegen verdammt klingt schon sehr pathetisch.
                Auch schicken Clubs wie die Dosen, Bären und Ingolstadt nicht gerade Thekenmannschaften auf's Eis.
                Ohnehin, wenn man sich die Kader der Mitbewerber anschaut, kann man davon ausgehen dass es dort auch diesen Sommer noch so einiges an Bewegung geben wird.

                Dazu gab es einige namhafte Abgänge mit Smith, Huhtala, Lampl, Loibl, Krupp, Shinimin, Collins, Schütz, Schira und Leier.
                Man könnte jetzt natürlich diskutieren ob der ein- oder andere Abgang zu verschmerzen ist. Vergessen werden sollte dabei allerdings nicht, dass genau diese Tiefe im Kader trotz der vielen Verletzungen geholfen hat am Ende der Runde als punktbestes Team dazustehen.

                Deswegen grundsätzlich erst mal am Boden bleiben, abwarten, was die Konkurrenz noch treibt, hoffen, dass nicht noch wer sich nach Nordamerika abseilt und schauen, dass der Verletzungsteufel nicht zuschlägt.
                Stop posting facts. They're ruining some peoples' arguments.\r\n\r\nalt.sports.hockey.nhl.ny-islanders

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                • #9
                  Zitat von Adlerhorst 55 Beitrag anzeigen
                  Dachte ich auch schon. Zum Siegen verdammt und wehe das geht schief...
                  Allerdings kann man es mit diesem Ansatz niemandem recht machen. Klar, die Fallhöhe ist gegeben. Auch ich erwarte rein vom Kader her sehr gute Leistungen in der kommenden Saison und wäre enttäuscht, wenn sich das nicht bewahrheitet. Aber wenn du Erfolg sehen willst, musst du auch das Risiko eingehen, abzustürzen. Was wäre die Alternative? Mäßige Spieler holen, nur damit man am Ende im Falle eines Scheiterns sagen kann "Na ja, war abzusehen"? Dann gäbe es ebenfalls (m.E. berechtigte) Bedenken.

                  Die andere Frage ist, wie wir als Fans darauf reagieren. Seit der Meisterschaft 2019 kann unsere sportliche Führung gefühlt bei einigen nur verlieren, wenn es keinen Titel gibt. Mancher wollte nach dem diesjährigen Halbfinal-Aus ja schon wieder einen neuen Trainer. Fallhöhe ist im Sport m.E. unvermeidbar und kommt automatisch, sobald du mal "oben" standest und das nicht gerade Zufall war. Diese Höhe ist häufig aber hausgemacht - wenn z.B. Leute deinen Kopf fordern, weil du keinen Pokal holst, egal wie gut du abgeschnitten hast.

                  Mich erinnert das immer an eine Anekdote, die mir der User Yves Racine mal von einem Mannheimer Fußballverein und einer Fragerunde mit Fans erzählt hat (sinngemäße Wiedergabe aus zweiter Hand):

                  Fan: "Ihr müsst einfach immer 100% geben, dann habt ihr nix zu befürchten!"
                  Spieler: "Ja, wir werden natürlich bei jedem Spiel unser Bestes geben, aber alle Partien können wir vermutlich auch nicht gewinnen."
                  Fan: "Wieso nicht?"

                  Diese Erwartungshaltung geistert gefühlt auch regelmäßig durch die Arena. "Wir haben doch gute Spieler, warum verlieren wir? Können sie also wohl doch nix. Trainer raus!"

                  EDIT: Und bevor ich es vergesse: Wie immer vielen, vielen Dank an Stefan! Die Einschätzung ist jedes Jahr ein Vergnügen und für mich das Zeichen, dass es bald wieder los geht!
                  Zuletzt geändert von Don Alfredo; 19.07.2021, 19:23.
                  Playoffs 2020 - ich war nicht dabei!

                  Desire is the starting point of all achievement, not a hope, not a wish, but a keen pulsating desire which transcends everything.
                  - Napoleon Hill
                  Hast du Weißherbst in der Blutbahn, wirst du sexy wie ein Truthahn.
                  - Udo Scholz

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                  • #10
                    ????????


                    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

                    Kommentar


                    • #11
                      Sorry falsches Emoi ????


                      Gesendet von iPhone mit Tapatalk

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                      • #12
                        @ Don Alfredo:
                        ich glaube du hast mich mißverstanden. In meinem Post steht nichts von meiner Meinung, man könnte es aber als meine Meinung auffassen. Ich bin sehr sehr zufrieden mit dem bisherigen Kader. Ich weiß aber auch, wie die Erwartungshaltung in Mannheim ist und wie schnell leider hier der Trainer von einigen hier zur Disposition gestellt wird. Das habe ich in meinen zwei Sätzen versucht zusammen zu fassen.
                        Selbst ausgerufene Eishockeystadt mit dem Anspruch, jedes Jahr um die Meisterschaft mit zuspielen. Der Druck nach der letzten Saison ist da und das ist den Verantwortlichen bewusst. Von daher wird die Fallhöhe nicht kleiner, wenn die Orga versucht den eigenen Ansprüchen mit einem entsprechenden Kader zu entsprechen. Die Fallhöhe ist bei diesem Anspruch immer hoch.
                        Wie dem auch sei, ich freue mich dicke auf die Saison, auch wenn die CHL besuchsmäßig dieses Jahr so ein bißchen mau ist, weil ein Besuch dieser Spiele nicht so attraktiv für mich ist, wegen langer Anfahrt usw.
                        Vor allem freue ich mich auf die neuen und die alten neuen Spieler (Borna).

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                        • #13
                          Mit Verlaub: zumindest vom Papier her einer der stärksten Kader ever. Ohne genau zu wissen was die Konkurrenz entgegensetzt bin ich sicher, dass es eine schöne Saison wird. Hoffentlich mit möglichst vielen von uns.
                          «Meine Definition von Glück? Keine Termine und leicht einen sitzen.» (Harald Juhnke)

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                          • #14
                            Zitat von Dave Tomlinson Beitrag anzeigen
                            Hoffentlich mit möglichst vielen von uns.
                            Ja hoffentlich, aber sollte es irgendwelche Einschränkungen in der Halle geben (kein Stehblock, nur mit Maske usw.), gibt es für mich Hockey wieder nur von zuhause aus.....

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                            • #15
                              Puuh, kanns kaum noch erwarten .... bon soo geil auf diese Saison.
                              Ich denke schon , daß sich da noch was tun wird in unserem Kader ....!

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