Wie hier bereits angesprochen wurde Brendan O`Donnel vor der Verletzung von Tom Kühnhackl geholt. Dass BoD die Hütte trifft, hat er bewiesen. Zwei Saisons hintereinander mit 20 Toren bei einem Team im unteren Drittel bzw. einem Absteiger ist schon ein Wort. In der Saison 22/23 hat er in 12 Spielen 6 Tore gemacht und in der Saison 21/22 hat er ebenfalls 22 mal getroffen. Macht insgesamt 68 Tore in den letzten 4 Saisons, wobei man eine Saison mit nur 12 Spielen berechnen muss. Matthias Plachta als Beispiel hat in den letzten 4 Saisons in mehr Spielen 57 Tore erzielt. Hier wird nur die Hauptrunde beachtet.
Haben wir uns alle mehr erwartet von der Verpflichtung bisher? Definitiv. Wahrscheinlich auch BoD. Ich gehe allerdings auch davon aus, dass der Plan ein völlig anderer vorher war. Mit dem langen Ausfall von TK konnte man vorher natürlich nicht rechnen und sind wir ehrlich, den kannst du in dieser Liga einfach nicht ersetzen. Meine Vermutung ist folgende, dass BoD als Spieler geholt worden ist, der weiß wo das Tor steht, der die Liga und die Eisfläche kennt, der keine lange Integration braucht und vor allem als Rotationsspieler geholt worden ist. Der Plan war bestimmt folgender, dass sofern alle Spieler fit sind, dass man durch die Verpflichtung von BoD auch mal einem Schütz, Solow, Bennet, Esposito usw. eine Pause geben kann, gerade in der stressige Phase vor Olympia. Die Folge daraus wäre, dass BoD sich auch im besten Powerplay der Liga zeigen kann und dort bestimmt auch den ein oder anderen Scorerpunkt hätte einfahren können. Aber durch die Verletzung von TK findet er sich auf einmal wieder im PK. Wäre der Plan aufgegangen, hätte er jetzt vielleicht 3 Tore und 3 Assists und alle würden sagen, dass das eine gute Verpflichtung war, vor allem für die Breite im Olympia Jahr. Der so genannte Unterschiedsspieler kann er sein, das weiß man vorher doch nie genau. Wie viele Spieler funktionieren in der einen Mannschaft super und in der anderen überhaupt nicht. Wie von Adlernic9 angesprochen gibt es hier so viele Variablen die darüber entscheiden, ob ein Spieler funktioniert oder nicht, dass kann man nicht kalkulieren. Wieviele "Kracher" haben wir bereits geholt, die überhaupt nicht funktioniert haben, aber laut Papier hätten die 30 Tore und 30 Assists machen müssen...
By the Way: Ein Ty Ronning wurde Ende Januar von Ingolstadt verpflichtet und hat in 29 Spielen 11 Tore(Inkl. Playoffs) gemacht. Sicherlich eine gute Quote, hochgerechnet auf 58 Spiele wären das 22 Tore, was auch einem BoD bei Düsseldorf gelungen ist. Nicht falsch verstehen, auch TR hat Ingolstadt deutlich geholfen, aber hätte man da schon erkennen können, dass TR der Unterschiedsspieler mit 37 Toren in der Hauptrunde in Berlin wird? Was wäre passiert, wenn er in Ingolstadt geblieben wär? Alles Variablen...
Festzuhalten gilt meiner Meinung nach: Wir haben noch genug Zeit um Nachverpflichtungen zu tätigen und sollten abwarten, wie die Lage vor Olympia und nach Olympia aussieht, sofern nicht der Spieler auf den Markt kommt, bei dem man Zuschlagen muss. Gerade aufgrund der vielen Olympiafahrer haben wir hier ein gewisses Risiko. Am Beispiel Ronning sieht man, dass auch eine Nachverpflichtung im Januar einen Impact auf die Mannschaft haben kann, aber selbst wenn wir den Topscorer aus der KHL holen haben wir keine Garantie, dass dieser sofort funktioniert. Als bestes Beispiel schweife ich ab in den Fussball und nenne Beispiele wie Mohamed Salah und Kevin de Bruyne die beide bei Chelsea London überhaupt nicht funktioniert haben, aber bei Liverpool bzw. Manchester City zu den besten Spielern der Welt gehörten.
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