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    In 66 Sekunden drehen die Adler das Spiel

    Eishockey: 3:1-Erfolg in Düsseldorf kommt auf kuriose Weise zustande – Borna Rendulic Mann des Tages

    Von Oliver Wehner

    Mannheim. Drei Tore innerhalb von 66 Spielsekunden, das sieht man auch im Eishockey selten: Mit diesem kuriosen Dreierpack direkt vor und nach der zweiten Drittelpause drehten die Adler Mannheim gestern die Partie bei der Düsseldorfer EG und siegten 3:1 (0:1, 1:0, 2:0).

    Diese Szenen könnten im Frühjahr ein Plätzchen in den Saisonrückblicken finden. Nach Borna Rendulics 1:1-Ausgleich in der 40. Minute erwischten die Adler prompt einen Blitzstart in den Schlussabschnitt: Huhtala bediente erst Mark Katic und 14 Sekunden später tanzte Rendulic die Düsseldorfer aus und erhöhte auf 3:1 - effektiver geht’s nicht. „Ein absolut erarbeiteter Sieg“, sagte Mannheims Stürmer David Wolf: „Wir haben die Ruhe bewahrt.“

    Pavel Gross bleibt seinem Credo treu – beinahe egal, wie widrig die Rahmenbedingungen auch sind. Für sein laufintensives System will der Adler-Trainer immer mit vier Sturmreihen agieren, selbst wenn eigentlich das Personal dafür gar nicht vorhanden ist. Erneut fehlten gestern Nicolas Krämmer und Matthias Plachta grippegeschwächt, und erneut fanden sich deshalb die Verteidiger Cody Lampl und Moritz Wirth in der vierten Angriffsformation wieder. Umso besser also, dass der verliehene und sehr vielseitige Janik Möser nun doch bereits in dieser Woche und nicht erst Anfang Februar aus Iserlohn zurückkehrt. „Er kann Verteidiger und Stürmer spielen“, weiß Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara natürlich.

    Bereits angesprochener Cody Lampl haderte nach dem etwas zerfahrenen ersten Drittel mit der Disziplin seines Teams, das sich durch unnötige Strafzeiten selbst den Rhythmus nahm. Erwischt hatte es dabei unter anderem Ex-Adler Luke Adam, der mal Denis Reuls Kelle ins Gesicht bekam - allerdings unabsichtlich, wie auch die Schiedsrichter entschieden, und so gab’s nur eine „kleine“ Strafe für den Mannheimer Abwehrhünen. Die Düsseldorfer Führung freilich fiel bei personellem Gleichstand: Barta kurvte ungestört hinterm Tor, Zanetti sah Maxi Kammerer, und der traf aus der Halbdistanz unhaltbar für Dennis Endras (17.).

    Im Mitteldrittel hatte Tommi Huhtala in Unterzahl bei einem Konter den Ausgleich schon auf dem Schläger. Kurz danach agierte Borna Rendulic in einer Zwei-auf-eins-Situation nicht sonderlich uneigennützig und rannte sich fest – der Querpass auf Wirth wäre sicher besser gewesen.

    Dann aber über vier Minuten Unterzahl: Björn Krupp hatte Luke Adam von hinten vermeintlich gegen den Kopf attackiert, der ehemalige Mannheimer musste zur Behandlung raus – und Krupp vorzeitig vom Eis. Die große Chance für die DEG aufs 2:0. Auch dank Dennis Endras überstanden die Gäste diese knifflige Phase aber und fanden sich vor Ablauf der Strafe plötzlich selbst in Überzahl wieder. Sofort klappte es diesmal: Rendulic glich kurz vor der zweiten Pause aus, ganz offenbar die Initialzündung ...

    So spielten sie

    Düsseldorfer EG: Mathias Niederberger - Jensen, Ebner; Johannesen, Zanetti; Urbom, Geitner - Flaake, Olimb, Adam; Gardiner, Barta, Kammerer; Bukarts, Svensson, Jahnke; Eder, Buzas, Leon Niederberger

    Adler Mannheim: Endras - Reul, Akdag; Lehtivuori, Billins; Larkin, Katic; Krupp - Huhtala, Smith, Soramies; Hungerecker, Desjardins, Wolf; Rendulic, Järvinen, Raedeke; Lampl, Preto, Wirth

    Tore: 1:0 Kammerer (Zanetti) 16:43, 1:1 Rendulic (Desjardins) 39:26, 1:2 Katic (Huhtala) 40:18, 1:3 Rendulic (Akdag) 40:32 - Strafminuten: 10 - 15 + Spieldauer Krupp - Beste Spieler: Mathias Niederberger, Jensen, Kammerer - Endras, Reul, Rendulic - Zuschauer: 9112 - Schiedsrichter: Hoppe (Frankfurt)/Hunnius (Berlin).


    www.rheinpfalz.de
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