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Presse vom 23.1.20

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    Eindeutig familiär vorbelastet

    Eishockey: Adler-Nachwuchsstürmer Yannik Valenti auf seines Vaters Spuren – Erste Vorlage im Unterzahlspiel

    Von Oliver Wehner

    Mannheim. Mehr Eishockey in der Familie geht ja eigentlich gar nicht. Vater Sven (44) war langjähriger Profi, Tante Maren (43) gilt sogar als lebende Legende der deutschen Puckjägerinnen. Und nun macht Yannik Valenti bei den Adlern Mannheim auf sich aufmerksam.

    In den 90er Jahren war Pavel Gross als Profi der Adler zwei Spielzeiten lang Teamkamerad von Sven Valenti. Jetzt trainiert er als Coach der Mannheimer dessen Sohn. Worin gleichen sich beide? „Wenn man mit ihm redet“, antwortet Gross, „die ruhige Art.“

    Stimmt, trotz seiner erst 19 Jahre spricht Yannik Valenti sehr reflektiert über seine noch junge Karriere. In der Saison 2017/18 absolvierte er schon vier DEL-Partien für die Adler, am Wochenende nun kamen die nächsten beiden dazu. Was war anders? „Ich bin jetzt zwei Jahre älter und habe in diesen zwei Jahren extrem viel gelernt“, erklärt Yannik Valenti. Bei Kooperationspartner Heilbronner Falken hat der junge Flügelstürmer und U20-Nationalspieler den Durchbruch bereits geschafft: 17 Tore, 11 Vorlagen in dieser Zweitliga-Saison. Am Sonntag beim 4:0 gegen Augsburg folgte der erste DEL-Assist. Was Valenti aus einem Grund sehr verwunderte: „Ich war überrascht, bei fünf gegen sechs auf dem Eis zu stehen. Dass dann noch der Pass dazu kam ...“ Panthers-Coach Tuomie hatte beim Stand von 0:3 seinen Torwart vom Eis genommen, doch auch in Unterzahl vertraute Pavel Gross Youngster Valenti. Der prompt das Tor von Borna Rendulic vorbereitete.

    Nach Torwart Mirko Pantkowski sowie den Stürmern Samuel Soramies, Pierre Preto und Valentino Klos ist Valenti also das nächste in Heilbronn „geparkte“ Adler-Talent, das sich nun in der Eliteliga zeigen darf. „Wir haben dort viele Leute und wollen im Verlauf der Saison alle mal sehen“, betont Gross. Er weiß, dass die Umstellung von der DEL2 auf die DEL nicht ganz leicht ist. „Strukturierter“ werde oben gespielt, „mit mehr System“, drückt’s Valenti diplomatisch aus. „Die DEL2 ist ein bisschen ...“ Er zögert. „Wilder?“ „Ja, wilder“, sagt der 19-Jährige und lacht. Pavel Gross gibt dem Nachwuchsstar fürs kommende Wochenende, das er wieder im Adler-Trikot bestreiten darf, gleich mit: „Es wird alles noch ein bisschen schneller und körperbetonter.“

    Denn am Freitag (19.30 Uhr) prüft der Tabellendritte Straubing Tigers den Meister, am Sonntag dann kommen die Kölner Haie (16.30 Uhr, die SAP-Arena ist ausverkauft) zum ewig jungen Duell der alten Rivalen. Torwart Johan Gustafsson ist wieder fit und wird zumindest auf der Bank sitzen. Was bedeutet, dass ein Auslandsprofi zuschauen muss – wahrscheinlich Verteidiger Chad Billins, für den Björn Krupp spielen könnte.


    www.rheinpfalz.de
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