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    https://www.rnz.de/sport/adlermannhe...id,503438.html

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    Schlag in die Magengrube via Handy

    Eishockey: Adler gehen als Tabellenzweiter in die Play-offs – Coronavirus trübt aber die Vorfreude

    Von Oliver Wehner

    Mannheim. Ingolstadt, Nürnberg oder Wolfsburg – aus diesem Trio wird sich der Viertelfinalgegner der Adler Mannheim in den Play-offs um die deutsche Meisterschaft rekrutieren. Wenn, ja wenn wegen des Coronavirus überhaupt Eishockey gespielt werden kann. Dieses Thema überlagerte auch den 4:2 (2:0, 0:1, 2:1)-Erfolg des Titelverteidigers gegen die Schwenninger Wild Wings.

    Wie’s weitergeht? „Ich weiß es auch nicht“, bekannte Daniel Hopp, „wir planen erst mal so, dass wir ab 18. März Play-offs spielen.“ Aber der Klubchef betonte, „dass wir uns auf die Behörden zubewegen werden“. Die Liga tage heute. Denn seit gestern, kurz nach halb vier, gibt es eine neue Situation. Da empfahl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wegen des Coronavirus die Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern. Das gab auch Hopp „einen Schlag in die Magengrube“. Er verriet: „Zum ersten Mal habe ich mehr auf mein Handy geschaut als aufs Spiel.“

    Noch halten sich alle an dem fest, was wir seit gestern wirklich wissen: Dass die Adler als Punktrundenzweiter nun auf ihren Gegner für den Play-off-Auftakt zu Hause an jenem 18. März warten. Die Teams auf den Rängen sieben bis zehn tragen Pre-Play-offs aus, wobei Augsburg (10.) als Mannheimer Konkurrent nicht infrage kommt. „Vorrundenmeister“ ist Red Bull München, wie die Adler zudem für die Champions Hockey League qualifiziert. Feststehende Viertelfinalpartien sind Straubing - Bremerhaven und Berlin - Düsseldorf.

    102 Zähler aus 52 Partien, das machte Adler-Trainer Pavel Gross stolz: „Das passiert auch in Mannheim nicht so oft, dass man zweimal hintereinander mehr als 100 Punkte erreicht.“ Vor einem Jahr waren es 116.

    Die kurze Geschichte des Spiels: Die frühe Adler-Führung ging in Ordnung, Denis Reul hatte abgezogen, ein schöner Schuss, aber kein unhaltbarer Puck für Torwart Dustin Strahlmeier (6.). In Überzahl sorgte Ben Smith per Abstauber für das 2:0 (19.).

    Zu Beginn des Mittelabschnitts aber häuften sich die Fehler. Erst der teure Scheibenverlust Jan-Mikael Järvinens, den Maximilian Hadraschek zum Anschlusstreffer nutzte (23.). Und dann der hohe Stock von Valentino Klos, sanktioniert mit einer doppelten Strafe. Allerdings standen die Adler in Unterzahl gut und hatten sogar ein Break: Der Ex-Mannheimer Christopher Fischer bremste den flinken Finnen per Foul, doch den Penaltyschuss vergab Borna Rendulic allzu leger. Trostpflaster aus Adler-Sicht zur zweiten Pause: Rivale Straubing lag da im Fernduell bereits 1:4 hinten.

    Entsprechend plätscherte die Partie nur so vor sich hin. Und wer deshalb mal auf sein Handy schaute und so Jens Spahns Corona-Empfehlung vernahm, dürfte sich dann so richtig Sorgen um die Play-offs gemacht haben ...

    Eine Verlängerung hätte bei dieser Partie niemand gebraucht, und so waren nach dem Ausgleich der Gäste die meisten sehr froh über Tommi Huhtalas Siegtreffer, den Tim Stützle klasse vorbereitete. „Das Tor geht zu 80 Prozent auf seine Kappe, der Jüngste hat Verantwortung übernommen“, lobte Pavel Gross den 18-Jährigen. Matthias Plachta legte das 4:2 ins leere Tor nach. Apropos Stützle: Der lechzt selbst mal wieder nach einem Tor. „Habe ich mir für die Play-offs aufgehoben“, sagte er. Wenn, ja wenn ...

    So spielten sie

    Adler Mannheim: Endras - Akdag, Billins; Reul, Katic; Lampl, Möser; Wirth - Plachta, Desjardins, Wolf; Huhtala, Smith, Stützle; Rendulic, Goc, Järvinen; Krämmer, Raedeke, Klos

    Schwenninger Wild Wings: Strahlmeier - Sacher, Fraser; Robak, Fischer; Sonnenburg, Yeo; Brückner - Kurth, Cannone, Weiß; Blunden, Bourke, T****sson; Bassen, Hadraschek, Pfaffengut; Cerny, Kornelli, Schiemenz

    Tore: 1:0 Reul (Järvinen) 5:28, 2:0 Smith (Plachta) 18:55, 2:1 Hadraschek 22:10, 2:2 Blunden 50:07, 3:2 Huhtala (Stützle) 57:40, 4:2 Plachta (Katic) 58:59 - Strafminuten: 8 - 8 - Beste Spieler: Katic, Reul, Stützle - Strahlmeier, Fraser - Zuschauer: 13.167 - Schiedsrichter: Hoppe (Bad Nauheim)/Kopitz (Iserlohn).


    www.rheinpfalz.de

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