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03.09.2008 Sonderbeilage Mannheimer Morgen

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  • 03.09.2008 Sonderbeilage Mannheimer Morgen

    Neue Saison, neues Glück: Viel hängt davon ab, ob die jungen deutschen Spieler wirklich eine echte Chance erhalten\r\n\r\nAdler gefordert: Die Macht sitzt in der Kabine\r\nVon unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter\r\n\r\nMannheim. Es war der Satz, der von der vergangenen Eishockey-Saison hängen blieb: "Die Macht sitzt in der Kabine", sagte Adler-Manager Marcus Kuhl ein bisschen resignierend, ein wenig hilflos, als die Blau-Weiß-Roten teilweise lustlos über das Eis schlichen. Einige Beobachter der Szene machten schnell Kapitän René Corbet als "Ober-Revoluzzer" aus, der im Dezember 2007 die Entlassung von Trainer Greg Poss, wenn vielleicht auch nicht auslöste, sie aber doch forcierte.\r\n\r\n"Die Macht sitzt in der Kabine." Dieser Satz gilt nach der schwachen Leistung in der Vorrunde und dem frühen Play-off-Aus gegen die Kölner Haie auch für die Mission Wiedergutmachung. Denn anders als geplant, trotz laufender Verträge auf den Ausländerpositionen etwas zu verändern, hat sich bei den Adlern im Sommer wenig bis nichts getan.\r\n\r\nKeine Besseren auf dem Markt?\r\n"Wir werden nur Verträge auflösen, wenn wir bessere Spieler bekommen können als die, die wir haben", betonte Kuhl immer wieder. Während sich die Haie NHL-Haudegen Mike Johnson sicherten und die Frankfurt Lions beispielsweise mit Mathieu Biron ihre Verteidigung verstärkten, stehen die potenziellen Abgänge Adam Hauser - für ihn holten die Mannheimer den 35-jährigen Fred Brathwaite - und Rico Fata weiter auf der Gehaltsliste der Adler. Die Lage auf dem abgegrasten Markt habe nichts hergegeben, heißt es.\r\n\r\n"Die Macht sitzt in der Kabine." Fast die gleichen Spieler haben die Macht, eine Fabel-Saison 2006/07 mit Vorrunden-Sieg, Pokal-Triumph und Meisterschaft zu wiederholen - oder zu zeigen, dass im Tank einfach nicht mehr drin ist als in der vergangenen Spielzeit. Das Problem: Selbst wenn die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt, die Adler oben mitmischen, aber der ganz große Wurf ausbleibt, wäre das beim eigenen Selbstverständnis zu wenig. Denn - und daran müssen sich die Verantwortlichen messen lassen - von einer Übergangssaison spricht bei den Mannheimern niemand.\r\n\r\n"Die Macht sitzt in der Kabine." Hoffnung auf willigere Spieler machen sich Trainer und Manager besonders vor dem Hintergrund, dass die Kontrakte nahezu aller Ausländer Ende der Saison auslaufen. "Sie werden um einen neuen Vertrag rennen." So - oder so ähnlich - heißt es. Vor dem DEL-Start am Freitag bei den DEG Metro Stars stellen sich also viele Fragen: Welches Gesicht zeigt die Mannschaft? Ist Dave King der richtige Trainer? Doch die Frage, die die Fans am meisten interessiert, ist die: Machen die Adler ihre Ankündigung wahr und setzen verstärkt auf ihre jungen deutschen Spieler? Oder sind das nur leere Versprechungen?\r\n\r\nTrainer Dave King ist optimistisch. "Ich halte nichts davon, sich Ziele in ferner Zukunft zu setzen", sagt der 60-Jährige und wird philosophisch: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Schaffen wir das, stellt sich das gewünschte Resultat von selbst ein." Der Kanadier weiß aber auch, dass es um die vorderen Plätze ein Hauen und Stechen geben wird. "Viele Teams können oben mitspielen" betont King, der beispielsweise Titelverteidiger Berlin "sehr, sehr stark" einschätzt.\r\n\r\nWo die Adler landen? Der Sieg beim Kolin-Cup in Zug und der Einzug ins Pokal-Viertelfinale - vor zwei Jahren stand nach diesen Vorgaben das Double - lassen hoffen. Sie haben es selbst in der Hand, denn die Macht sitzt in der Kabine.
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  • #2
    Etat: Adler kalkulieren mit acht Millionen Euro\r\n\r\nSeltene Transparenz\r\n\r\nMannheim. Die Adler planen mit einem Etat von acht Millionen Euro. Punkt, Aus. Offensiv und professionell geht das Management mit den erwarteten Einnahmen und Ausgaben um. An dieser Offenheit könnten sich einige DEL-Klubs, die aus ihren Zahlen ein Staatsgeheimnis machen, ein Beispiel nehmen.\r\n\r\n"Ich ärgere mich seit Jahren darüber, wie andere Vereine damit umgehen", klagt Adler-Geschäftsführer Matthias Binder (Bild). "Einige Angaben, die da gemacht werden, kann ich nicht nachvollziehen, da ich die Spielergehälter kenne, die in der Liga gezahlt werden. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sie Brutto und Netto verwechseln. Das Wort ,Etat' ist das Wort im Sport, das am häufigsten missbraucht wird."\r\n\r\nIm Acht-Millionen-Etat seien alle Aufwendungen enthalten, die in der Saison anfallen. Die Personalkosten machten natürlich den größten Posten aus. Aber: "Das beginnt bei den Autos und Wohnungen für die Spieler und endet bei den Mietkosten für die SAP Arena", sagt Binder und erklärt: "Die Adler haben Verträge mit der Arena. So läuft das Ticketing, Marketing und Merchandising über andere Gesellschaften, mit denen wir dann abrechnen müssen."\r\n\r\nNoch Geld für Top-Spieler\r\nWie in der vergangenen Saison, planen die Blau-Weiß-Roten mit einem Schnitt von 9000 Zuschauern (2007/08: 11 770). Nach den Abgängen von Christoph Ullmann, Eduard Lewandowski und Martin Ancicka - junge, hungrige Spieler sollen die gestandenen deutschen Profis ersetzen - ist die "Kriegskasse" noch nicht leer. "Wenn ein Top-Spieler auf den Markt kommt, können wir reagieren", sagt der Geschäftsführer.\r\n\r\nEinen Drahtseilakt wagen die Adler aber nicht. So versuchte man, den NHL-Klub Tampa Bay Lightning für ein Testspiel in der SAP Arena zu gewinnen. "Wir waren zwar bereit, etwas draufzulegen, aber zum Schluss lagen Zahlen auf dem Tisch, die uns das wirtschaftlich unmöglich gemacht haben", erklärt Binder. Tampa Bay spielt nun am 28. September in Berlin. Die Premieren-Saison in der O2-World lassen sich die Eisbären eben etwas kosten. cr
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    • #3
      Morgenweb: Eintrittskarten zum Saisonstart zu gewinnen\r\n\r\nAlle Spiele im Sport-Ticker\r\n\r\nMannheim. Mit dem Morgenweb, dem Online-Auftritt dieser Zeitung, sind Sie auch in der Saison 2008/09 bei allen Spielen der Mannheimer Adler hautnah dabei. Wie bereits in der vergangenen Saison überträgt das Nachrichtenportal Rhein-Neckar auch diesmal wieder jede Begegnung in der DEL oder im Pokal im Sportticker. Einfach www.morgenweb.de im Internet aufrufen und den Sport-Ticker anklicken - so verpassen Sie garantiert kein Tor.\r\n \r\nNeben diesem Ticker gibt es in unserem Eishockey-Schwerpunkt im Netz auch den kompletten Kader des DEL-Rekordmeisters zum Durchklicken sowie ein Forum, in dem die Fans ausgiebig über die Leistung ihrer Mannschaft diskutieren können.\r\n\r\nAußerdem verlosen wir zum Saisonstart 5 Mal 2 Eintrittskarten für den mit Spannung erwarteten ersten Heimauftritt der Adler am kommenden Sonntag. In der SAP Arena empfangen die Mannheimer dann die Iserlohn Roosters. Die Teilnahme ist ganz einfach: Doppelklick spielen und das Lösungswort abschicken. Mit etwas Glück sind Sie am Sonntag um 18.30 Uhr dabei. td
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      • #4
        Guide\r\n\r\nAlles zu den Adlern auf 300 Seiten\r\n\r\nMannheim. Die Adler zum Nachschlagen und Mitnehmen: Pünktlich zum ersten Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters am kommenden Sonntag (18.30 Uhr) wird der neue Guide 2008/09 erscheinen. Knapp 300 Seiten stark, prall gefüllt mit Informationen über alle aktuellen Spieler, jeder Menge Statistiken sowie Informationen über die Jungadler. "Zum 15. Geburtstag der Liga steht die DEL im Fokus", sagt Pressesprecher Matthias Fries. So wurden die Adler-Statistiken aufgewertet, das MERC-Zahlenwerk fällt dagegen in diesem Jahr weg. "Die Spielerporträts sind dafür noch ausführlicher", so Fries. Der Guide ist ab Sonntag im Fanshop der Adler in der SAP Arena für 7,50 Euro erhältlich. cr
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        • #5
          Torhüter: Fred Brathwaite soll viele Pucks halten und Mentor für den 23-jährigen Danny aus den Birken sein\r\n\r\nZwei Jobs für die neue Nummer eins\r\nVon unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter\r\n\r\nMannheim. Als das Angebot der Adler ins Haus flatterte, holte sich Fred Brathwaite erst einmal Rat bei einem guten Kumpel. Der Goalie fragte bei Dan McGillis nach, der seit der vergangenen Saison in Mannheim verteidigt - und sein Spezi gab grünes Licht. "Ehrlich gesagt habe ich noch nicht so viel vom deutschen Eishockey gehört", sagt der Kanadier, der mit McGillis in Ottawa den gleichen Freundeskreis hat. "Aber die ersten Eindrücke sind sehr positiv, in der DEL wird guter Sport geboten."\r\n\r\nBrathwaite muss wissen, was er sagt, schließlich hat er in seiner bewegten Karriere schon fast alles gesehen: 245 Partien in der nordamerikanischen Profiliga NHL, zweimal das Abenteuer in Russland gewagt, etliche Einsätze in der Nationalmannschaft - darunter beim Spengler Cup in Davos. Doch zurück nach Russland, wo die neu gegründete KHL teilweise irre Gehälter zahlt, hätten Brathwaite keine zehn Pferde mehr bekommen. "Es war eine harte Zeit", sagt der 35-Jährige, dessen Eltern 1964 von Barbados nach Kanada auswanderten. "Im Team standen wenige Nordamerikaner. Außerdem habe ich kein Wort russisch verstanden." Das wird ihm in Mannheim nicht passieren. So war René Corbet in der Saison 1999/2000 Brathwaites Teamkollege in Calgary: "Und gegen viele der anderen Jungs habe ich auch schon gespielt."\r\n\r\n"Werden uns pushen"\r\nCoach Dave King bemühte sich intensiv darum, aus dem farbigen Brathwaite einen Adler zu machen. "Dass Dave hier trainiert, war neben der Freundschaft zu Dan McGillis ein weiterer Grund, wieso ich den Vertrag unterschrieben habe", sagt der Torhüter mit dem spektakulären Stil. Brathwaite weiß, dass er bei den Blau-Weiß-Roten zwei Jobs angenommen hat: Einerseits soll er so viele Schüsse wie möglich entschärfen, andererseits Mentor für den 23-jährigen Danny aus den Birken sein. "Ich freue mich auf die Aufgabe", betont Freddy. "Danny hat viel Talent. Für seine Größe ist er sehr beweglich, wir werden uns gegenseitig pushen und versuchen, dem Team mit unseren Leistungen Selbstvertrauen zu geben. Wir werden trotz des Konkurrenzkampfs Freunde werden."\r\n\r\nEnde des Schattendaseins?\r\nDiese Eigenschaft zeichnet den Keeper aus. "Freddy ist ein Teamplayer", lobt King. "Für ihn steht die Mannschaft an erster Stelle - erst dann kommt der persönliche Erfolg." Bei Brathwaites Vorgänger Adam Hauser, der trotz laufenden Vertrags keine Zukunft mehr in Mannheim hatte, war das nicht so. Selbst nachdem Robert Müller erst nach Duisburg und dann nach Köln gewechselt war, fristete aus den Birken ein Schattendasein, weil Hauser jede Partie spielen wollte. Daher begreift der Nachwuchsmann Brathwaites Verpflichtung nicht als Degradierung: "Ich freue mich auf die Chance, die sich mir bietet. Freddy ist ein Super-Typ, wir kommen gut miteinander aus."\r\n\r\nBrathwaite erinnert aus den Birken von seiner Art an Ilpo Kauhanen, der in der neuen Saison für Duisburg fängt. Auf dem Eis ähnelt er aber Robert Müller. "Er ist klein, beweglich und spielt einen Super-Pass", charakterisiert Associated Coach Teal Fowler den nur 1,70 m großen Torhüter - alles Attribute, die auch auf Müller zutreffen. Dass er Angriffe einleiten kann, demonstrierte Brathwaite in der Saison 1996/97, als er nicht nur fünf Treffer vorbereitete, sondern auch ein Tor erzielte! Partner im Tor der Manitoba Moose war damals übrigens Vincent Riendeau.\r\n\r\nDieser verlangt seinen Schützlingen nun als Goalie-Trainer viel ab. "Er weist dich auf die kleinen Fehler hin, die sich einschleifen", sagt aus den Birken, der im Sommer in der Schweiz eine Woche lang am Camp von François Allaire, dem Goalie-Coach der Anaheim Ducks, teilnahm. Und Brathwaite meint, während Riendeau hinter ihm steht, mit schelmischem Grinsen: "Er ist überhaupt nicht nett zu uns." Aber um Freundlichkeiten auszutauschen hat er ja seinen "Spezi" McGillis.
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          • #6
            Aktion: Günter Schmidt gewinnt eines von 6000 Ticket-Paketen\r\n\r\nEndlich in der SAP Arena\r\n\r\nMannheim. Damals, als die Adler noch MERC hießen und im Friedrichspark Checks austeilten, war Günter Schmidt öfter hautnah dabei. Seit dem Umzug in die SAP Arena verfolgte der Neckarauer allerdings kein Spiel der Blau-Weiß-Roten mehr live vor Ort. Das wird sich jetzt ändern. Der 57-Jährige hat bei einer Aktion der Odenwald-Quelle eines von insgesamt 6000 Familienpaketen zu je vier Tickets gewonnen.\r\n\r\nUnd so kam der "MM"-Leser zu den Karten: Von Mitte Juli bis Ende August waren auf den Mineralwasser-Flaschen des Adler-Sponsors Sammelpunkte in Form von Eishockey-Pucks aufgedruckt. Diese mussten ausgeschnitten und an die Odenwald-Quelle geschickt werden. "Ich wollte endlich mal die Adler und die SAP Arena erleben, deshalb habe ich mitgemacht", erzählt Schmidt. "Da man so viel Wasser auf einmal gar nicht trinken kann, stehen jetzt noch einige Vorratskisten im Keller", sagt er und lacht. Am 19. September wird sich Schmidt nun das Heimspiel gegen die Straubing Tigers anschauen. Die anderen Gewinner erhalten ihre Tickets in den nächsten Tagen per Post. cr
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            • #7
              Fitness: Deutsche Spieler absolvieren unter Leitung von Martin Müller abwechslungsreiches Sommertraining / Ausländer arbeiten Plan in der Heimat ab\r\n\r\nWeniger Körperfett, mehr Leistung?\r\nVon unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter\r\n\r\nMannheim. Saison 2006/07: Die Adler fliegen durch Meisterschaft, Pokal und Play-offs. "Uns hat damals unsere unglaubliche Fitness ausgezeichnet. Wenn wir mit einem knappen Rückstand ins letzte Drittel gingen, wussten wir ganz genau: Das packen wir noch", sagt Associated Coach Teal Fowler rückblickend.\r\n\r\nSaison 2007/08: Der Saisonstart der Mannheimer ging in die Hose, es schien, als hätten die Ausländer im Sommer den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Zu Beginn des Trainingslagers in Garmisch-Partenkirchen standen einige Spieler wie Rico Fata oder Jason Jaspers nicht auf dem Eis, sondern saßen wegen Leistenproblemen auf dem Ergometer. "Ein ganz deutliches Zeichen dafür, dass ihr Körper mit der Belastung nicht zurecht kam", betont Fowler.\r\n\r\nGute Fitnesswerte\r\nVon zu vielen Pfunden ist nun keine Rede mehr. "Die Tests im Heidelberger Olympia-Stützpunkt haben gezeigt, dass die Jungs mit guten Fitnesswerten angereist sind. Sie haben viel weniger Körperfett", sagt Coach Dave King. Konditionstrainer Martin Müller erzählt von starken Kraft- und Ausdauerwerten: "Die Spieler haben das von mir ausgearbeitete Programm volle Kanne durchgezogen. René Corbet ist beispielsweise in einem sehr guten Zustand zurückgekommen. Es fällt keiner ab." Einige - wie Dan McGillis - leisteten sich sogar einen Heimtrainer. Trotz der Vorschusslorbeeren ist Manager Marcus Kuhl nach den Erfahrungen der vergangenen Spielzeit vorsichtig geworden: "Die Blutwerte können noch so gut sein - ich leiste mir erst nach zehn Partien ein Urteil über den Zustand der Mannschaft."\r\n\r\nVielseitiges Sommertraining\r\nFür Müller war die Pause nach dem Play-off-Aus kurz. Bereits wenige Wochen danach schwitzten die jungen Deutschen, Ronny Arendt, Tomas Martinec und Blake Sloan, der erst später nach Amerika zurück flog, unter der Anleitung des 41-Jährigen. Als es im Juli aufs Eis ging, kamen die Spieler des Zweitliga-Kooperationspartners Heilbronn dazu. "Das Sommertraining lief vielseitiger ab als unter Greg Poss" erzählt Müller über die Zusammenarbeit mit Fowler. Mal gings zum Spinning oder zum Fußball ins Soccer Center, dann zum Tennis auf die Anlage von Grün-Weiss Mannheim - und auch der Spaßfaktor mit einer Kanutour auf dem Neckar kam nicht zu kurz.\r\n\r\n"Wir sind in Mannheim seit Jahren auf dem richtigen Weg", sagt Müller, der den Adlern eine Vorreiterrolle zuschreibt. Einige DEL-Rivalen hätten ebenfalls die Zeichen der Zeit erkannt: "Und die anderen kapieren es auch langsam, dass die Fitness die Grundlage des Erfolgs ist."\r\n\r\nSeit Anfang August arbeitet Müller auch für den Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, die meiste Zeit verbringt er aber mit den Adlern - unterstützt von Physiotherapeutin Tina Ulfig. "Das Training von Dave King ist nordamerikanisch geprägt, während das von Greg Poss osteuropäisch angehaucht war", hat er erkannt. Gespannt ist er, wie sich "seine" junge deutsche Garde schlagen wird. "Sie wird den Arrivierten Feuer unterm Hintern machen. Vom ersten Tag an herrschte ein gesunder Konkurrenzkampf."
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                Spielplan: Nur drei Heimspiele der Adler unter der Woche\r\n\r\nFans dürfen sich freuen\r\n\r\nMannheim. Glück für die Adler: Die Mannheimer können über den Spielplan für die neue Saison wahrlich nicht meckern. In der Vorrunde muss die Mannschaft von Trainer Dave King nur dreimal unter der Woche zuhause antreten. Die Dienstagspartie gegen Wolfsburg, die wieder als "Spiel der leuchtenden Herzen" geplant ist, fällt zudem auf den 23. Dezember. "Das ist fast optimal. Wir sind damit sehr zufrieden", betont Adler-Manager Marcus Kuhl. "Unseren Fans kommt besonders entgegen, dass es fast keine ungeliebten Dienstagsspiele mehr gibt."\r\n\r\nStarten werden die Blau-Weiß-Roten am Freitag in Düsseldorf. Danach treten sie gleich viermal in Folge in der heimischen SAP Arena an - gegen Iserlohn, Wolfsburg, Straubing und Krefeld. Eine Pause macht die Vorrunde vom 3. bis 9. November wegen des Deutschland-Cups in Mannheim und Frankfurt sowie vom 2. bis 8. Februar wegen des Qualifikationsturniers für Olympia. Letzter Hauptrunden-Spieltag ist der 1. März. Vier Tage später beginnen die Play-offs, der Meister steht spätestens am 17. April fest. cr
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                  Hintergrund: Axel will es Michael nachmachen und einen Platz im DEL-Kader erkämpfen\r\n\r\nHackert-Brüder vereint auf dem Eis\r\nVon unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter\r\n\r\nMannheim. Michael Hackert fühlt sich in Mannheim pudelwohl. Das war allerdings nicht immer so. Zu wenig Eiszeit, nur auf Außen eingesetzt - unter Trainer Greg Poss lief es für den 27-Jährigen nicht rund. Zwei Personen haben großen Anteil daran, dass das alles Schnee von gestern ist: Coach Dave King ließ ihn endlich auf der geliebten Centerposition spielen, und jetzt wechselte auch noch Michaels jüngerer Bruder Axel (23) nach Mannheim.\r\n\r\nSie essen gemeinsam, reden viel miteinander - und tun alles dafür, bald in einer Mannschaft zu spielen. "Mein großes Ziel ist es, mir einen Platz bei den Adlern in der DEL zu erkämpfen", sagt Axel Hackert. Nach einer schweren Verletzung (Riss der Bizepssehne) gab er im Sommertraining richtig Gas, um den Anschluss an die Mannschaftskollegen herzustellen und die Trainer von sich zu überzeugen. Dem großen Bruder ist um die Zukunft des Nesthäkchens der drei Eishockey spielenden Hackert-Brüder - "Oldie" Oliver (31) wird nächstes Jahr in der Baden-Württemberg-Liga die Schlittschuhe schnüren - nicht bange: "Axel hat die Anlage, um in der DEL mitzuspielen. Vielleicht schafft er ja schon in diesem Jahr den Sprung."\r\n\r\n"Konkurrenz ist groß"\r\nWie Philipp Schlager, Benedikt Kohl und Benedikt Brückner wird Axel Hackert zunächst wohl zwischen Mannheim und dem Zweitliga-Kooperationspartner Heilbronn pendeln. "Die Konkurrenz ist groß. Ich kann mich jetzt nicht hierhin stellen und sagen: ,Mein Bruder ist von allen jungen deutschen Spielern, die die Adler in dieser Saison verstärkt einsetzen wollen, der Beste'", sagt Michel Hackert.\r\n\r\nDass die beiden Brüder sind, sieht man auch auf dem Eis. "Wir sind ähnliche Spielertypen", sagen die Hackerts unisono. Beide fühlen sich auf der Mittelstürmerposition am wohlsten, können das Spiel lenken, die Scheibe verteilen und sind läuferisch stark. "Uns fehlt aber die Eigenschaft, auch mal 15 Schläge vor dem gegnerischen Tor einzustecken und dennoch einen Schlagschuss ins Tor abzufälschen", sagt Michael. "Wenn man unsere besten Qualitäten verschmelzen würde, käme also trotzdem nicht der perfekte Eishockey-Spieler heraus."\r\n\r\nAxel hat einen Vertrag über zwei Jahre in Mannheim unterschrieben. "Wenn ich es nicht auf Anhieb ins DEL-Team schaffen sollte, werde ich nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, sondern versuchen, mich über eine gute Leistung in Heilbronn aufzudrängen", sagt der 23-Jährige.\r\n\r\nObwohl Michael Hackerts Kontrakt Ende dieser Saison ausläuft, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der ehemalige Frankfurter länger im blau-weiß-roten Trikot zu sehen sein wird. "Falls ich in Deutschland bleibe, bleibe ich ein Adler. Es hat auch schon erste lose Gespräche gegeben", sagt der Nationalspieler.\r\n\r\nEin Engagement in der russischen KHL könnte er sich aber gut vorstellen. "Ich habe bisher nur Gutes davon gehört. Russland wäre eine Alternative - wenn auch nicht die erste. Es hat seinen Reiz, auch mal etwas anderes zu sehen. Als Single würde das gehen. Ich verstehe aber auch, wenn Familienväter dankend ablehnen", erklärt er. Es komme unter anderem darauf an, welcher Klub sein Interesse bekundet: "Nach Sibirien würde ich nicht gehen, da sieht man doch kaum die Sonne." Pudelwohl würde sich Hackert dort jedenfalls nicht fühlen.
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                  • #10
                    Modus: Mehr Klubs, aber weniger Vorrunden-Spiele\r\n\r\nNur zweimal gegen Köln\r\n\r\nMannheim. Zugegeben, in der DEL hat es schon viele Spiel-Modi gegeben - doch der zehnte in der 15-jährigen Geschichte der Liga ist wohl der komplizierteste. Ein Mathe-Genie muss man zwar nicht sein, um alles auf die Reihe zu bringen, ein Rechenschieber ist aber hilfreich.\r\n\r\nKlar ist: Nach dem Aufstieg der Kassel Huskies und der Aufstockung der DEL von 15 auf 16 Teams musste ein neuer Modus her, um die Flut der Spiele einzudämmen. Aus 56 Vorrundenpartien in der Saison 2007/08 wurden 52. Vier Spiele weniger, obwohl ein Klub mehr ins Titelrennen eingreift? So funktioniert's: Die Liga hat die 16 Vereine in vier regionale Gruppen eingeteilt. Zugrunde liegen keine regionalen Kriterien. Vielmehr dient die Vorrunden-Abschlusstabelle der vorvergangenen Saison als Grundlage des Spielplans.\r\n\r\nSo treten die Teams der Gruppe A mit Mannheim, Frankfurt, Berlin und Kassel vier Mal gegen die Mannschaften der Gruppe B (Düsseldorf, Hamburg, Krefeld, Wolfsburg) und der Gruppe C (Nürnberg, Hannover, Iserlohn und Duisburg), aber nur zweimal gegen die Klubs der Gruppe D (Ingolstadt, Köln, Straubing, Augsburg) an. Alle Ergebnisse gehen in eine einheitliche Tabelle ein.\r\n\r\nNeu neben dem reformierten Pokal-Modus ist auch, dass die Pre-Play-offs wie das Halbfinale und die Endspiel-Serie im Modus "Best of Five" ausgetragen wird. Das Viertelfinale geht dagegen über maximal sieben Partien ("Best of Seven"). cr
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                    • #11
                      Torhütertrainer: Der ehemalige NHL-Goalie Vincent Riendeau denkt gerne an eine spezielle Nacht im Friedrichspark zurück\r\n\r\nMagischer Mannheimer Moment\r\nVon unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter\r\n\r\nMannheim. Über 200 NHL-Partien hat Vincent Riendeau auf dem Buckel. Den magischsten Moment in seiner Karriere erlebte er aber nicht in einem Duell gegen die Detroit Red Wings oder als Mentor von "Cujo" Curtis Joseph, mit dem er sich Anfang der 90er bei den St. Louis Blues den Job teilte, sondern im altehrwürdigen Friedrichspark. "Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so etwas erleben würde", sagt der Adler-Torhütertrainer. Die Augen funkeln, wenn sich der Kanadier erinnert. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen."\r\n\r\nIn der Saison 1995/96 verschlug es den Linksfänger in die DEL zum Traditionsklub SC Riessersee. Beim Aufeinandertreffen mit den Adlern ging der Außenseiter in Führung, Riendeau spielte vor seinem Kasten zufrieden "Eismeister". Mit der Kelle säuberte er den Torraum. Jedes Mal, wenn er mit seinem Schläger das Gestänge des Gehäuses berührte, schallte ein lautstarkes "Hey, Hey" durch den Friedrichspark. Die Adler-Fans machten sich einen Spaß aus Riendeaus Aufräumarbeiten. Der heiße Flirt zwischen Goalie und Publikum begann.\r\n\r\nErst winkte Riendeau, dann deutete er sogar einen Striptease an - alles während der laufenden Partie wohlgemerkt. Die Fans gerieten aus dem Häuschen: "Vincent, trink Schorle, hehe, hoho", luden sie den gegnerischen Torhüter zu einem Schluck Adler-Kultgetränk ein. Und nachdem die Mannheimer die Partie gedreht hatten, sangen sie: "Ohne Vincent geh'n wir nicht nach Haus'." Riendeau ließ sich nicht lumpen.\r\n\r\nEhrenrunde auf fremdem Eis\r\n"Plötzlich standen Stéphane Richer und Paul Stanton in unserer Kabine und meinten, ich solle noch mal rauskommen. Eine Ehrenrunde als gegnerischer Torhüter auf fremdem Eis? Ich konnte das nicht glauben", erzählt Riendeau, der mit den Fans die Welle durchs Rund schwappen ließ. "Immer wenn mich meine Freunde in Kanada nach meinem Karriere-Höhepunkt fragen und ich ihnen sage, dass es diese Partie in Mannheim gewesen ist, schütteln sie nur den Kopf und halten mich für leicht verrückt", erklärt Riendeau. "Doch das ist mir egal."\r\n\r\nJetzt ist der 42-Jährige wieder bei den Adlern, bei denen er sich bereits unter Coach Richer um die Torhüter kümmerte. Auch in der vergangenen Saison arbeiteten die Freunde bei den Kassel Huskies zusammen - mit Erfolg: Kassel wurde Zweitliga-Meister und stieg auf. "Vincent ist einer der Besten seines Fachs. Er hat dafür gesorgt, dass meine Torhüter ruhiger wurden und ich entspannter an der Bande stehen konnte", lobt Richer. "Für Danny aus den Birkens weitere Karriere ist er Gold wert."\r\n\r\nLob für aus den Birken\r\nRiendeau hält viel von der Mannheimer Nummer zwei: "Danny hat hart gearbeitet, um so weit zu kommen, das war kein Glück. Er ist bereit für die DEL." Dass er dem jungen Adler-Goalie noch einige Kniffe beibringen kann, ist klar. Was lässt sich aber der 35-jährige Fred Brathwaite sagen? "Ich helfe Freddy, sein Top-Level zu erreichen", sagt Riendeau, der in diesem Jahr 24 Wochen für die Adler und acht für den Schweizer Klub Fribourg arbeiten wird.\r\n\r\nIm Trainingslager in Garmisch erlebte Riendeau einen weiteren magischen Moment. "Ich bin zu dem Haus gelaufen, in dem wir damals wohnten. Da kamen die Erinnerungen an meine Kinder zurück, wie klein sie da noch waren", erzählt er. Holen die Adler den Titel, werden seine Augen wieder leuchten.\r\n\r\nWeitere Informationen\r\n\r\nVincent Riendeau\r\nDer kanadische Torhütertrainer der Mannheimer Adler wurde am 20. April 1966 in Saint-Hyacinthe (Quebec) geboren.\r\nIn der NHL absolvierte Riendeau 209 Partien (inklusive 25 Play-off-Spiele) für Montreal, St. Louis, Detroit und Boston.\r\nNach seiner NHL-Karriere stand der heute 42-Jährige in der DEL beim SC Riessersee zwischen den Pfosten. Sein Trainer war damals Georg Kink, Vater von Adler-Stürmer Marcus Kink.\r\nRiendeau ist verheiratet und hat drei Kinder.\r\nMehr Informationen unter www.vincentriendeau.ca
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                      • #12
                        Zugänge: Weniger große Namen, mehr Spieler mit Potenzial\r\n\r\nNeue Saison, neue Stars - Mike Johnson ragt heraus\r\n\r\nMannheim. Ron Pasco. Ron wer? Als der kanadische Stürmer zur Saison 1997/98 zu den Adlern wechselte, war der heute 36-Jährige nicht einmal allen Insidern ein Begriff. Vier Jahre später und mit drei Titeln im Gepäck, war das anders.\r\n\r\nGeht es nach Stéphane Richer, wird es in der DEL künftig wieder häufiger Ron Pascos geben, die aus den unterklassigen nordamerikanischen Minor Leagues nach Deutschland kommen. Grund: Die neue russische Super-Liga KHL. "Es wird immer schwieriger, Top-Leute in die DEL zu holen", sagt Richer. Der Trainer der Kassel Huskies, der vier Jahre lang mit Pasco im Adler-Team stand, weiß, dass das Fischen nach vermeintlichen Stars nicht immer von Erfolg gekrönt ist: "Was bringt dir ein großer Name, der keine Einstellung zeigt? Stattdessen geht die Entwicklung dahin, jüngere Ausländer zu verpflichten, die den Willen haben, sich in der DEL durchzusetzen."\r\n\r\nTrotz allem gibt es sie noch, die neuen Gesichter mit Star-Potenzial. Neben Adler-Torhüter Fred Brathwaite und Stürmer Jason King hat auch Kölns Angreifer Mike Johnson große Chancen. "Die Liga braucht Leute wie Brathwaite und Johnson", sagt Richer, der den neuen Prototyp des Import-Spielers aber eher in der Person von Stéphane Julien sieht. Bevor der Haie-Verteidiger eine steile DEL-Karriere startete, war er sich nicht zu schade, in Frankreich oder der deutschen 2. Liga zu spielen. cr
                        Arbeit ist das Größte auf der Welt, deshalb sollten wir uns immer etwas für morgen aufheben
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                        • #13
                          Interview: Adler-Manager Marcus Kuhl macht sich Gedanken über die neuen Gesetze des Spielermarktes\r\n\r\n"Alles eine Frage des Geldes"\r\nVon unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter\r\n\r\nMannheim. KHL - diese drei Buchstaben haben in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) für einen Riesen-Wirbel gesorgt. Die russische Kontinental Hockey League gilt als zweite NHL und hat sich im Sommer auch bei deutschen Klubs bedient. Köln verlor Ivan Ciernik, die Adler mussten Eduard Lewandowski ziehen lassen. Manager Marcus Kuhl äußert sich im Interview zum neuen Kräfteverhältnis im Welt-Eishockey und stellt Lösungen vor, wie die DEL darauf reagieren kann.\r\n\r\nHerr Kuhl, die russische Superliga KHL hat vor der Saison die DEL ganz schön geplündert. Wie beurteilen Sie die jüngste Entwicklung im Welt-Eishockey?\r\nMarcus Kuhl: Es gibt nur einen Weg, um auf die Gegebenheiten des neuen Marktes zu reagieren.\r\n\r\nWie sieht dieser Königsweg aus?\r\nKuhl: In der DEL muss es einige Veränderungen geben. Zwölf Teams, die in einer Doppelrunde gegeneinander spielen, alle drei Play-off-Runden im System "Best of seven", ein sauberer Pokal, eine attraktive Champions League, acht Ausländer pro Mannschaft - damit würde die Sache wieder besser aussehen.\r\n\r\nGibt es schon Bestrebungen, dahin zu kommen?\r\nKuhl: Das alles ist zurzeit nur ein Gedankenspiel. Alle DEL-Klubs sind an den Kooperationsvertrag gebunden. Wir können jetzt nicht einfach hingehen und sagen: ,Du, du, du und du - ihr steigt ab.' Es müsste mittelfristig etwas passieren, so könnte es über die nächsten vier Jahre zwei Ab-, aber jeweils nur einen Aufsteiger aus der Zweiten Liga geben.\r\n\r\nWo steht die DEL zurzeit im europäischen Vergleich?\r\nKuhl: Es ist einfacher, die Länder aufzuzählen, die hinter uns liegen. Die Nase vorn haben Russland, Tschechien, Finnland, Schweden und die Schweiz. Wir kommen also erst an sechster Stelle. Auch den Blick nach Übersee sollte man nicht vergessen, denn die NHL versucht derzeit mit Macht, ihren Unterbau AHL gegen die neue KHL zu stärken.\r\n\r\nWieso können die Klubs wie Köln oder Mannheim nur zusehen, wie sich die KHL in der DEL bedient?\r\nKuhl: Die DEL-Vereine zahlen für einen Spitzenspieler 120 000, in Ausnahmefällen auch mal 150 000 Euro, in der KHL gibt's 1,5 Millionen - es ist also alles eine Frage des Geldes. Die Zeiten, in denen die Spieler in Russland mit einer klapprigen Propellermaschine von einem Ort zum anderen kutschiert worden, sind längst vorbei. Während deutsche Klubs sich schon verzweifelt überlegen, wie sie 500 Euro für Übergepäck umgehen können, fliegen die russischen Teams in der Business Class.\r\n\r\nWelche Zukunft hat die KHL?\r\nKuhl: Wenn man sieht, welche Masse an Geld da im Spiel ist, hat die neue Superliga Hand und Fuß. Bei uns in Mannheim ist der Etat seit Jahren gleich. Wir müssen uns vom Gedanken verabschieden, dass wir zehn, zwölf Top-Ausländer bekommen, sondern nur noch acht. Außerdem wird es mehr Wechsel innerhalb der Liga, aber weniger Blutauffrischung von außen geben. Der Rest des Kaders müsste mit deutschen Spielern aufgefüllt werden.\r\n\r\nWäre das nicht sogar wünschenswert?\r\nKuhl: Natürlich würde die Identifikation zwischen Team und Fans steigen, aber so einfach ist das nicht. Es gibt nicht so viele gute Deutsche, als dass das Niveau in der DEL nicht sinken würde. Und zweitens: Der Preis für einheimische Profis wird steigen.\r\n\r\nWie schwer wiegt da der Verlust von Christoph Ullmann?\r\nKuhl: Den Abgang von Ullmann wollen wir mit Jungs wie Frank Mauer und Philipp Schlager auffangen, der Wechsel von Eduard Lewandowski nach Russland kam allerdings aus dem Nichts und tut uns mehr weh.\r\n\r\nWie weit sind vor diesem Hintergrund Ihre Planungen für die Saison 2009/10 vorangeschritten?\r\nKuhl: Wir sind früh dran, die Gespräche laufen. Eine Alternative wäre es, guten Deutschen längerfristige Verträge anzubieten, aber ohne Risiko ist das auch nicht. Was heute noch als richtige Entscheidung gilt, kann sich schon morgen als falsch herausstellen.\r\n\r\nMit Michael Hackert steht zurzeit nur ein Adler in der deutschen Nationalmannschaft. Sven Butenschön wurde von Bundestrainer Uwe Krupp zu einem Lehrgang eingeladen. Für die Ansprüche, die in Mannheim herrschen, ist das aber zu wenig, oder?\r\nKuhl: Das stimmt. Wir wollen einerseits versuchen, Nationalspieler zu verpflichten - an Ingolstadts Yannick Seidenberg haben wir beispielsweise weiter großes Interesse -, aber sie andererseits auch in Mannheim selbst auszubilden. Ich bin guter Dinge, dass wir Christopher Fischer, Frank Mauer und Toni Ritter bald im Trikot mit dem Bundesadler sehen werden.\r\n\r\nWer ist Ihr großer Meisterschaftsfavorit? Welche Rolle trauen Sie Aufsteiger Kassel Huskies zu?\r\nKuhl: Die Eisbären Berlin haben als Titelverteidiger mit nahezu unveränderter Mannschaft und der neuen O2-Arena im Rücken gute Karten. Uns sehe ich mit Hamburg, Nürnberg, Köln und Frankfurt im Kampf um die Ränge zwei bis sechs. Ich denke, dass Kassel mit den letzten beiden Plätzen zu tun haben wird.
                          Arbeit ist das Größte auf der Welt, deshalb sollten wir uns immer etwas für morgen aufheben
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                          • #14
                            Hintergrund: Neue russische Liga gilt als zweite NHL\r\n\r\nBedrohung aus dem Osten\r\nVon unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter\r\n\r\nMannheim. KHL - in der neuen russischen Superliga rollt der Rubel. Sogar NHL-Star Jaromir Jagr erlag dem Werben und den Öl-Millionen. Sein Wechsel von den New York Rangers nach Omsk war aber beileibe nicht der einzige. Viele Topspieler werden im nächsten Jahr in Moskau, Nowosibirsk oder Kazan ihr Geld verdienen. "Die KHL ist die zweite NHL", sagt Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp. Bei dieser Aussage schwingt nicht nur eine gehörige Portion Respekt, sondern auch Ohnmacht mit. Denn mit den Gehältern, die in Russland gezahlt werden - die Rede ist von Etats nur für Spieler in Höhe von bis zu 22 Millionen US-Dollar, können die DEL-Klubs nicht mithalten.\r\n\r\nZurzeit umfasst die Kontinental Hockey League 24 Mannschaften aus vier verschiedenen Ländern (Russland, Lettland, Kasachstan und Weißrussland) geht es nach den Machern, könnten es bald 35 sein. Auch Klubs aus Schweden und Finnland liegt eine Einladung vor. "Die Liga ist absolut seriös", sagt Andrej Trefilov.\r\n\r\nTrefilov kennt neuen Markt\r\nDer ehemalige Torhüter der DEG ist Spielerberater und hat gute Kontakte nach Osteuropa. Mann im Hintergrund der KHL ist Eishockey-Fan Alexander Medwedew, der Vizepräsident des größten Erdgasförderunternehmens Gazprom, das auch den deutschen Fußball-Bundesligisten Schalke 04 unterstützt.\r\n\r\nAuf den deutschen Markt hat die Einführung der KHL gravierende Auswirkungen. Spieler, die sich in der NHL nicht mehr durchsetzen konnten und bis vor kurzem noch in die Schweiz, nach Nordeuropa oder Deutschland wechselten, zieht es nun des Geldes wegen nach Russland. Die Adler haben aus der Not eine Tugend gemacht und wollen verstärkt auf junge deutsche Spieler setzen. Außerdem spekulieren sie darauf, dass sich im November noch etwas tut. "Falls sich einige in Russland nicht mehr wohlfühlen oder wegen schwacher Leistungen von den Klubs ausbezahlt werden, stehen wir Gewehr bei Fuß", sagt Manager Marcus Kuhl.
                            Arbeit ist das Größte auf der Welt, deshalb sollten wir uns immer etwas für morgen aufheben
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                              Das Team: Die Stürmer Ronny Arendt und Marcus Kink gewähren einen intimen Blick in die Adler-Kabine\r\n\r\nPitbull lacht über Klassenclowns\r\nVon unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter\r\n\r\nMannheim. Wer hat immer einen lockeren Spruch auf Lager? Wer ist eher ein ruhiger Typ? Ronny Arendt und Marcus "Kinki" Kink gewähren einen Einblick in die Adler-Kabine und stellen ihre Teamkollegen vor.\r\n\r\nTorhüter\r\nAdam Hauser: Adam ist unser Computer-Genie. Er versorgt uns bei den Busfahrten zu Auswärtsspielen mit DVDs. Sein Spitzname: "Brain". \r\nFred Brathwaite: Freddy ist ein Super-Typ und immer für einen Scherz zu haben. Er hat das Zeug zum Publikumsliebling, ein Glücksfall. \r\nDanny aus den Birken: Der typische Morgenmuffel hat eine große Karriere vor sich. Es war toll, dass er in der Vorbereitung so viel gespielt hat. Stimmt die Leistung, wird es in der Saison eine Fortsetzung geben. \r\nVerteidiger\r\nDan McGillis: Der "Chief". Er ist die größte Respektsperson, mit der wir je zusammen gespielt haben. Von seiner Autorität ähnelt er Jeff Shantz, der leider nicht mehr für uns ist. Egal was er sagt - jeder hört hin, weil alles Hand und Fuß hat. \r\nSven Butenschön: Das genaue Gegenteil von Freddy. Die Arbeit des großen Schweigers auf dem Eis wird manchmal unterschätzt, ist für die Mannschaft aber sehr wichtig. \r\nPascal Trepanier: Wenn Treps zu einem seiner gefürchteten Schlagschüsse ausholt, gehen die Gegner in Deckung. \r\nFrançois Bouchard: Unser Gentleman - ein Hingucker für alle älteren Damen. \r\nBenedikt Kohl: Benny ist ein ganz ähnlicher Typ wie Christopher Fischer. Die beiden werden sich einen harten Kampf um eine Position in der Verteidigung liefern. \r\nFelix Petermann: Der Klassenclown hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Checkt so wie Dan McGillis. Da er aber 15 Kilo weniger Masse mitbringt, scheppert es an der Bande nicht ganz so heftig. \r\nChristopher Fischer: "Fisch" ist ein Super-Spezi von mir (Arendt). Er hat großes Potenzial. \r\nBenedikt Brückner: Unser Nesthäkchen ordnet sich unter und schaut sich viel ab - so muss es bei einem jungen Spieler sein. \r\nStürmer\r\nAxel Hackert: Hat ähnliches Potenzial wie sein älterer Bruder, ein super-lustiger Kerl. \r\nJason Jaspers: Unser "Pitbull" schießt keine schönen Tore, dafür sind seine Treffer umso wichtiger - wie beispielsweise im gewonnenen Pokalfinale 2007 gegen Köln. \r\nTomas Martinec: "Schmutzi" agiert auf dem Eis manchmal hinterhältig, aber das gehört dazu. Er ist einer, den man lieber im eigenen Team hat, und ein Super-Kumpel von mir, da ich schon in Iserlohn mit ihm gespielt habe. (Arendt) \r\nPeter Flache: Er kämpft um einen Vertrag und gibt alles. \r\nJason King: Stürmer mit Topscorer-Potenzial. Trotz seiner erfolgreichen Vita hat er überhaupt keine Star-Allüren. Jason mit François Methot - das könnte passen. \r\nBlake Sloan: Blake ist ein lustiger Typ. Er versucht immer, dich mit seinen neuesten Deutsch-Kenntnissen vollzuquatschen. Auf dem Eis erinnert er von seiner Spielweise ein bisschen an mich. (Arendt) \r\nRené Corbet: Mr. Mannheim. Für unsere Jungen gilt er als Idol. Die Karriere, die er bei den Adlern hingelegt hat, ist beeindruckend. Er weiß, dass er nicht mehr der Jüngste ist, wird aber noch mal Vollgas geben. \r\nMichael Hackert: Micha ist unser bester Spieler beim Duell Eins gegen Eins. Er hat einen trockenen Humor und wird uns noch viel helfen, da er nach den Abgängen von Eduard Lewandowski und Christoph Ullmann wohl mehr Eiszeit bekommt. \r\nColin Forbes: Er bringt viel Spaß in die Kabine und ist neben Petermann unser zweiter Klassenclown. Seine Arbeit auf dem Eis wird von vielen unterschätzt. \r\nRico Fata: Unser schnellster Skater - manchmal zu schnell. Wenn er versucht, deutsch zu sprechen, ist das wahnsinnig lustig. \r\nPhilipp Schlager: Eine Kampfsau. Wir nennen ihn "Crazy Leg", weil es schon toll aussieht, wenn seine kleinen Beine übers Eis wirbeln. \r\nFrank Mauer: "Frank the Tank". Ein super-lustiger Typ mit Killerinstinkt vor dem gegnerischen Tor. Er wird seine Chance nutzen, wenn er eine bekommt. \r\nRick Girard: Unser "Opa", weil er gefühlt schon seit 1812 in der Liga spielt. Der ruhige Familienmensch ist ein wichtiger Bullyspieler. \r\nFrançois Methot: Der Künstler vor dem Herrn zockt dich auf einem Bierdeckel aus und verdient sich die viele Eiszeit. Hat Topscorer-Potenzial. Er ist trotz seiner Klasse auf dem Boden geblieben. \r\nRonny Arendt: Er identifiziert sich zu 100 Prozent mit den Adlern, ein Vorbild für die jungen Spieler. Der Super-Spaßvogel hat sein Leben voll im Griff. (Kink) \r\nToni Ritter: Hält den Ball flach, ordnet sich toll ein. \r\nPeter Abstreiter: Ein lustiger Vogel, der überall seinen Weg gehen wird - hoffentlich in Mannheim. \r\nMarcus Kink: "Kinki" ist unser Kraftpaket schlechthin und hat immer mit die besten Fitness-Werte. Marcus hat eine Riesen-Zukunft vor sich. Wie mir selbst, fehlt auch ihm der nach Köln gewechselte Christoph Ullmann - die Busreisen werden langweiliger. (Arendt) \r\nTrainer\r\nTeal Fowler: Ich kenne ihn schon seit gemeinsamen Iserlohner Jahren - damals war er mein Kapitän. Der Taktikfuchs sitzt oft stundenlang vor seinem Laptop, um die kommenden Gegner auszuspitzeln. Ich weiß nicht, wie er als Headcoach in Krefeld gearbeitet hat, aber für mich ist er der perfekte Co-Trainer. (Arendt) \r\nDave King: eine absolute Respektsperson. Er hat in seinem Leben schon viel geleistet und erreicht. Manchmal fallen dir seine vielen Psycho-Tricks erst im Nachhinein auf. Wahnsinn, wie viele Kleinigkeiten King auf dem Eis wahrnimmt.
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