Mannheimer Morgen

"Beide Torhüter zeigen nicht 100 Prozent Leistung"

Eishockey: Adler-Manager Kuhl kritisiert Schlussleute

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

Mannheim. Danny aus den Birken weiß, was in nächster Zeit auf ihn zukommt. "Nach der Niederlage gegen Krefeld muss ich Geduld haben und durch hartes Training zeigen, dass ich wieder bereit für einen Einsatz bin." Die Nummer zwei im Tor der Mannheimer Adler musste am Sonntag nach 40 Minuten den Kasten für Fred Brathwaite räumen, nachdem er ein "unglückliches Gegentor" zum zwischenzeitlichen 3:3 kassiert hatte, 34 Sekunden vor der Pause. Doch selbst der eingewechselte Routinier Brathwaite patzte gleich zwei Mal, und weil auch seine Vorderleute zu viele Fehler machten, war das 3:6 gegen den Überflieger der Liga verdient.

Weckruf zur rechten Zeit

"Vielleicht war das ein ganz guter Weckruf für uns alle. Hätten wir glücklich gewonnen, hätte der Höhenflug angehalten. So aber sind wir auf dem Boden zurück. Irgendwie waren wir alle durcheinander", analysierte aus den Birken die Niederlage. "Der Start war schon holprig, die Krefelder hatten gute Chancen. Dann hatten wir uns zwischenzeitlich gefangen aber im letzten Drittel lief es defensiv etwas wirr ab. Und ganz ehrlich, die Sache mit dem technischen Tor war dann auch noch mal seltsam, denn der Puck war ja meilenweit vom Tor weg", gestand das Torhüter-Talent.

In der Tat sorgte dieser Treffer für Unmut bei den Fans. Pascal Trepanier hatte das Tor verschoben. Und weil das innerhalb der letzten beiden Minuten passierte, war die Entscheidung von Schiedsrichter Rick Looker regelkonform. "Da gab es nichts dran zu deuteln", meinte Marcus Kuhl nur. Der Manager war alles andere als begeistert über die Leistung der Adler. "Was beide Torhüter gezeigt haben, waren nicht 100 Prozent. Allerdings ist Krefeld zurzeit auch einfach sehr gut. Wir müssen diese Scharte jetzt am Freitag in Ingolstadt auswetzen", fordert der 52-Jährige eine Trotzreaktion.

Apropos Ingolstadt: Panther-Stürmer Yannic Seidenberg soll nach Informationen eines lokalen Radiosenders ab 2009 nach Mannheim zurückkehren. Interesse an dem 24-Jährigen - der zurzeit einen Kreuzbandriss auskuriert - hatte Kuhl mehrfach bekundet. "Über Zugänge, die die kommende Saison betreffen, geben wir erst nach Ende der Spielzeit Auskunft", hielt sich der Manager nun aber bedeckt.