Tschechen gestern zu stark

Eishockey: Deutschland nach 2:5 nun im WM-Viertelfinale gegen Schweden



BRATISLAVA (sid). Titelverteidiger Tschechien hat der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft die Grenzen aufgezeigt. Das wie Tschechien schon fürs WM-Viertelfinale qualifizierte Team von Bundestrainer Uwe Krupp wurde beim 2:5 (1:2, 0:3, 1:0) zum Zwischenrundenabschluss phasenweise vorgeführt.


Im Viertelfinale wartet auf die Deutschen, die ihre schwächste Leistung bei dieser WM zeigten, nun morgen Abend (20.15 Uhr) Schweden.


Krupps Team ließ gestern Abend vieles von dem vermissen, was es in den ersten WM-Spielen ausgezeichnet hatte. Die defensive Disziplin fehlte ebenso wie der Zug zum Tor. Dazu kam vor allem zu Beginn Pech: Eigentore der Verteidiger Justin Krueger (1.) und Korbinian Holzer (11.), die Tomas Plekanec und Michael Frolik gutgeschrieben wurden, warfen sie zurück. John Tripp gelang zwar der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich (2.), doch Karel Rachunek (23.), erneut Plekanec (36.) und Patrik Elias (37.) besiegelten die dritte Niederlage der deutschen Mannschaft in Folge, die erste in der regulären Spielzeit. Thomas Greilinger (59.) sorgte mit einem wunderschönen Treffer für Ergebniskosmetik.


Beim zwölfmaligen Weltmeister, der als einzige Mannschaft ohne Verlustpunkt blieb, war einmal mehr der 39-jährige Jagr Dreh- und Angelpunkt. Der ehemalige NHL-Star bereitete drei Tore vor. In einen exquisiten Klub stieg Daniel Kreutzer (31) auf. Als achter Nationalspieler erreichte der Düsseldorfer Stürmer die Marke von 200 Partien.


Gestern Abend geriet die deutsche Mannschaft wieder früh in Rückstand. Krueger fälschte die Hereingabe von Plekanec ins eigene Tor ab. Torhüter Dennis Endras war chancenlos. Doch das Krupp-Team antwortete prompt mit Tripps 1:1.


Danach dominierten die Tschechen, kombinierten sehenswert, doch wirklich torgefährlich waren sie zunächst selten. Wieder halfen die Deutschen unfreiwillig nach. Ein Schuss von Frolik, der das Tor verfehlt hätte, traf Holzer in der Kniekehle. Von dort sprang der Puck über die Linie. Von diesem Rückschlag erholte sich Krupps Team nicht mehr. Als Jagr auf der Strafbank saß, blieb das deutsche Powerplay Stückwerk.