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Thema: Deutschland Cup 2012

  1. #1
    New Jersey Devils Avatar von Scott_Stevens
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    Deutschland Cup 2012

    Jodoin, Sundblad und Ziesche neu als Co-Trainer beim Nationalteam

    Der Kader steht, die Assistenten von Bundestrainer Pat Cortina sind nun ebenfalls fix und der Kartenvorverkauf läuft bestens - am Dienstag präsentierte der DEB die letzten Informationen vor dem Start des Deutschland Cup am Freitag.

    Niklas Sundblad (Köln), Steffen Ziesche (DNL-Team Eisbären Berlin) und Clement Jodoin (Montreal) sind neben Team-Manager Klaus Merk die Assistenten von Pat Cortina. Die Aufgaben sind dabei geteilt: Sundblad ist für die Defensive zuständig, Merk für das Torwart-Training, Ziesche für die Videoanalysen und Jodoin für die Special Teams. Der 60-jährige Kanadier Jodoin wird im Gegensatz zu den anderen dem DEB aber nur für die Maßnahme des Deutschland Cup zur Verfügung stehen. Der aktuelle Assistenz-Trainer der Montreal Canadiens wurde von Pat Cortina ins Gespräch gebracht. "Und durch den Lockout hatte ich nichts zu tun und Zeit", so Jodoin, der als Chef-Trainer bereits in der AHL und der QMJHL aktiv war und als Co-Trainer neben Montreal bei den NHL-Clubs Pittsburgh und Quebec. "Ich erkläre den Spielern 30 Minuten meine Vorstellungen vom Powerplay und dann können die das umsetzen", meint Jodoin. Keine Rolle mehr im A-Team spielt Ernst Höfner. "Ernst Höfner ist und bleibt Trainer der U20, hat aber derzeit mit der Herren-Nationalmannschaft nichts zu tun", so DEB-Generalsekretär Franz Reindl.

    Im endgültigen Kader überraschte das Fehlen von Jochen Reimer, sowie der Leistungsträger Christoph Schubert, Andre Rankel und John Tripp. Aber Pat Cortina hatte Aufklärung parat: "Jochen kenne ich bestens aus München, deshalb wollte ich anderen eine Chance geben. Und bei Schubert, Rankel und Tripp hat das persönliche, teils verletzungsbedingte Gründe. Alle drei sind aber Schlüsselspieler, die sicher zum Kader der Olympia-Quali gehören werden. Im übrigen habe ich das Team selbst zusammengestellt, ohne Einfluss von außen."

    Wie bereits berichtet sind nach den Absagen von Christian Ehrhoff, Dennis Seidenberg, Alexander Sulzer und Marcel Goc keine NHL-Cracks am Wochenende mit dabei. "Die Spieler sind von den Clubs nur für die DEL versichert, nicht aber für die Nationalmannschaft. Diese Versicherungssumme konnte sich der DEB nicht leisten", so Vize-Präsident Manuel Hüttl. Trotzdem - oder vielleicht auch, weil man zuvor lange Zeit mit den NHL-Spielern geworben hatte - läuft der Vorverkauf bestens, wie Ralph Huber von der Olympiapark GmbH bestätigte: "Es sind für jeden Tag bereits über 4.000 Tickets weg. Wir haben die Hoffnung, dass es ganz voll wird."

    Der DEB-Kader für den Deutschland Cup
    Tor: Dennis Endras (Mannheim), Rob Zepp (Berlin), Dimitrij Kotschnew (Hamburg);
    Abwehr: Sinan Akdag (Krefeld), Jens Baxmann (Berlin), Nikolai Goc (Mannheim), Frank Hördler (Berlin), Benedikt Kohl (Wolfsburg), Moritz Müller (Köln), Florian Ondruschka (Straubing), Felix Petermann (München), Benedikt Schopper (Wolfsburg);
    Angriff: Alexander Barta (Rögle/SWE), Martin Buchwieser (München), Garrett Festerling (Hamburg), Jerome Flaake (Hamburg), Philipp Gogulla (Köln), Thomas Greilinger (Ingolstadt), Kai Hospelt (Wolfsburg), Marcus Kink (Mannheim), Frank Mauer (Mannheim), Marcel Müller (MODO/SWE), Daniel Pietta (Krefeld), Patrick Reimer (Nürnberg), Felix Schütz (Köln), Christoph Ullmann (Mannheim), Michael Wolf (Iserlohn), David Wolf (Hamburg).

    Eishockey-News

  2. #2
    New Jersey Devils Avatar von Scott_Stevens
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    TV Sendeplan:

    Freitag, 09.11. 19:30 Uhr Sport1 Deutschland - Kanada

    Samstag, 10.11. 16:00 Uhr Sport1 Deutschland - Schweiz

    Sonntag, 11.11. 16:30 Uhr Sport1 Deutschland - Slowakei

  3. Folgende User bedanken sich bei Scott_Stevens für diesen Beitrag:

    Animus (06-11-12)

  4. #3
    Pfälzer... und Spaß dabei Avatar von Langer_JK
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    Dachte Ulle wäre angeschlagen und sollte sich über die D-Cup Pause regenieren ..?

    Sowas war jedenfalls hier im Forum zu lesen....

  5. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Steve Kelly #11
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    Hallo Langer_JK,

    soweit ich weiß, hieß es im Forum nur, dass Ulle angeschlagen war, ich kann mich jedoch nicht daran erinnern, dass etwas von einem D-Cup-Verzicht erwähnt wurde (auch wenn es durchaus sinnvoll erscheinen würde).
    So, jetzt habe ich die Stelle im Forum auch wiedergefunden: Post #26.

    ______________

    Dennis Endras via Facebook:

    Auf zum Deutschland Cup!!!! Niki Goc fährt uns sehr sicher nach München. Geblitzt wurden wir auch schon also alles wie immer
    Anstatt Punkte in der Liga zu sammeln, gibt es eventuell welche in Flensburg...
    **** Deutscher Meister 2019 ---- Alavaara - Ziffzer /// Hlushko - Stewart /// Gross - Pellegrims - Hasanen /// Haas - Weichert - Arendt - Müller - Högberg /// Endras - Pickard - Bernard - Pantkowski /// Katic - Reul - Seider - Larkin - Lehtivuori - Mikkelson - Akdag - Lampl - Möser /// Desjardins - Smith - Adam - Eisenschmid - Plachta - Kolarik - Huhtala - Festerling - Wolf - Goc - Hungerecker - Krämmer - Kink - Raedeke - Soramies - Brune ****

    „Glaube nie oben angekommen zu sein, denn so fängt der Weg nach unten an.“

  6. Die folgenden 3 User haben sich bei Steve Kelly #11 für diesen Beitrag bedankt:

    Animus (06-11-12), Langer_JK (06-11-12), ZSK (06-11-12)

  7. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von RGH
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    Zitat Zitat von Steve Kelly #11 Beitrag anzeigen
    Anstatt Punkte in der Liga zu sammeln, gibt es eventuell welche in Flensburg...
    Ob es wohl für einen Dreier gereicht hat?

    Gruß
    Roland
    Meine Adler-Fotoserien:
    :: BABIT 2019 :: Hoffest und BABIT 2016 ::

  8. #6
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    Zitat Zitat von RGH Beitrag anzeigen
    Ob es wohl für einen Dreier gereicht hat?

    Gruß
    Roland
    Das hoffe ich ja ausnahmsweiße mal nicht. In der (Flensburg) Tabelle möchte bestimmt jeder ganz weit unten stehen.
    Naja die Jungs haben Spaß, das hört man gerne. Aber bitte ohne Verletzungen zurück kommen !
    And he scoreeeeeeeeesssss...

  9. #7
    Administrator Avatar von Paige
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  10. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Frank #80
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    Die Rheinpfalz schreibt zum Thema Deutschlandcup / Pat Cortina:

    Mann mit Prinzip

    Cortinas Einstand beim Deutschland-Cup


    MÜNCHEN (sid). Der neue Bundestrainer Pat Cortina gibt heute beim Deutschland Cup in München sein Debüt. Der Italio-Kanadier, den seine Verpflichtung selbst überrascht hat, lebt einen Traum, den er noch gar nicht geträumt hat.Als die Anfrage kam, war Pat Cortina selbst überrascht. „Ich dachte zuerst, sie wollen mich als Assistenztrainer“, erzählt der Italo-Kanadier. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) suchte aber einen neuen Bundestrainer. Heute steht der 48-Jährige zum ersten Mal an der Bande der Nationalmannschaft. „Ich lebe einen Traum, bevor ich ihn geträumt habe“, sagt er schmunzelnd.Was den Start noch traumhafter macht: Ausgerechnet beim Deutschland Cup in München gibt Cortina sein Debüt, in seiner Wahlheimat. „In 24 Jahren in Europa habe ich mich nirgendwo so zu Hause gefühlt wie in München“, bekennt der Sohn italienischer Einwanderer, der in Montreal aufwuchs und schon mit 23 seinen ersten Trainerjob auf dem alten Kontinent bekam. „Ich spreche nur leider die Sprache nicht gut. Trotzdem verstehe ich, wie die Leute denken. Ob ich Brot kaufe, tanke oder meine Tochter zur Schule bringe, ich fühle mich zu Hause.“

    Seit sechs Jahren ist Pasqualino, genannt „Pat“, Cortina – mit einer kurzen Unterbrechung – in München, er führte den EHC in die Deutsche Eishockey Liga (DEL). Seine Frau und die drei Töchter folgten ihm nach Bayern. Im September kam dann auch noch der Traumjob beim DEB. Auch wenn er nicht damit rechnete, weil er als „Immigrantensohn sehr selbstkritisch und bescheiden“ ist – jetzt will er die Kritiker widerlegen, die ihn nach der monatelangen Trainersuche für eine Notlösung halten. „Ich sehe es so: Ich muss beweisen, dass ich die richtige Wahl bin. Egal, ob ich erste, zweite, dritte oder vierte Wahl war“, sagt er. Viel Zeit hat er nicht, obwohl er einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat. Nach dem Testlauf beim Heimturnier in München gegen Kanada, die Schweiz und die Slowakei geht es im Februar bei der Olympia-Qualifikation schon um alles oder nichts.

    „Wenn wir es schaffen, super. Wenn nicht, müssen wir analysieren, warum“, sagt Cortina. Aber er weiß, dass der Gegenwind bei einem Scheitern sehr stark würde. Der ehemalige Nationaltrainer Italiens und Ungarns, der nach Saisonende seinen Job beim EHC München aufgibt und beim DEB zusätzlich Sportdirektor wird, muss im Schnelldurchgang seine Ideen vermitteln. „Die Spieler müssen erkennen, dass Prinzipien wichtiger als das System sind“, sagt er: „Es geht um das Wie, nicht so sehr um das Was.“ Seine Ansprüche an die Spieler sind eindeutig: „Ich mag keine lässige Einstellung. Sie müssen ehrliche Arbeit abliefern, jeden Tag.“ Er erwarte, „dass sie schätzen, für ihren Lebensunterhalt etwas zu tun, was sie lieben“.

    Als er 2006 nach Deutschland kam, erwarb er sich schnell Spitznamen wie „Dolomiten-Vulkan“ oder „Sheriff“. „Ich war der Quäler, der Angstmacher“, gibt er zu, das sei damals notwendig gewesen: „Ich versuche immer, der Trainer zu sein, den meine Mannschaft braucht.“ Jetzt schaffe er „ein Umfeld, in dem die Spieler miteinander arbeiten, sich verbessern können“. Nach dem WM-Debakel mit Vorgänger Jakob Kölliker will er wieder mehr die Defensive betonen.
    Besessenheit ist der Motor - Verbissenheit ist die Bremse.
    Zitat Rudolf Nurejew

  11. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Frank #80
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    Besessenheit ist der Motor - Verbissenheit ist die Bremse.
    Zitat Rudolf Nurejew

  12. #10
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    Die Rheinpfalz schreibt zum Sieg gegen Canada:


    Deutschland feiert 3:2 gegen Kanada



    Erfolgreiches Debüt für Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina: In seiner Wahlheimat München feierte der Italo-Kanadier mit der deutschen Nationalmannschaft zum Auftakt des Deutschland-Cups einen 3:2 (0:0, 1:0, 2:2)-Sieg gegen Kanada.Der 48-Jährige, gleichzeitig Coach des DEL-Klubs EHC München und seit September Nachfolger des erfolglosen Schweizers Jakob Kölliker, sah eine vielversprechende Vorstellung seines neuen Teams. Vor 5400 Zuschauern in der Olympia-Eishalle erzielten der Mannheimer Marcus Kink (32.), der Iserlohner Kapitän Michael Wolf (42.) und Nikolai Goc (55., Mannheim) die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).Für das kanadische Team, das mit 16 DEL-Profis antrat, trafen der Berliner Mark Katic (43.) und Nigel Dawes (59.) vom KHL-Klub Barys Astana. Beim wichtigsten Test für die Olympia-Qualifikation im Februar trifft die deutsche Mannschaft heute (16.15 Uhr/Sport1) auf den Erzrivalen Schweiz, der im ersten Turnierspiel Titelverteidiger Slowakei mit 3:2 besiegte. Letzter Gegner ist morgen (16.45 Uhr/Sport1) Vizeweltmeister Slowakei. „Ich lebe einen Traum, bevor ich ihn geträumt habe“, hatte Cortina vor seiner Premiere gesagt. Der ehemalige Nationaltrainer Italiens und Ungarns war nach langer Suche als neuer DEB-Chefcoach präsentiert worden. Der in Montreal geborene Sohn italienischer Immigranten hatte selbst nicht damit gerechnet. „Ich dachte zuerst, sie wollen mich als Assistenztrainer“, sagte er.

    Als eine seiner ersten Amtshandlungen kehrte Cortina nach dem WM-Debakel mit Kölliker zu einem defensiveren System zurück. „Disziplinierte Defensive zuerst, dann dürfen sie spielen“, lautete seine Marschroute. Auch die Manndeckung, mit der Kölliker bei der WM auf Platz zwölf abgestürzt war, schaffte der neue Bundestrainer schnell wieder ab. Die DEB-Auswahl, in der nicht nur die derzeit in der DEL tätigen NHL-Stars Dennis Seidenberg, Marcel Goc, Alexander Sulzer und Christian Ehrhoff, sondern auch Stammkräfte wie John Tripp (Köln), Christoph Schubert (Hamburg) und André Rankel (Berlin) fehlten, setzte diese Maßgabe gut um.
    Besessenheit ist der Motor - Verbissenheit ist die Bremse.
    Zitat Rudolf Nurejew

  13. #11
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    Die Rheinpfalz schreibt zum 2:0 Sieg über die Schweiz:

    Cortinas Handschrift

    Der neue Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina feiert beim Deutschland-Cup nach dem 3:2 über Kanada auch ein 2:0 über die Schweiz.


    MÜNCHEN. Zum Abschluss trifft die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) als Tabellenführer am Sonntag (16.45 Uhr/Sport1) auf Vizeweltmeister und Titelverteidiger Slowakei.

    Vor 5500 Zuschauern in der Olympia-Eishalle trafen der Mannheimer Christoph Ullmann (5.) und der Kölner Philip Gogulla (60.) für die DEB-Auswahl, die im 136. Vergleich mit den Eidgenossen den 65. Sieg verbuchte. Nach dem WM-Debakel im Mai in Stockholm unter dem Schweizer Jakob Kölliker legte dessen Nachfolger Cortina wieder mehr Augenmerk auf die Defensive - mit Erfolg. Die Eidgenossen kamen nur zu wenigen guten Torchancen.

    „Es ist ein guter Start, aber noch sind wir nirgendwo angekommen“, sagte Cortina, dem die erste wirkliche Bewährungsprobe bei der Olympia-Qualifikation im Februar bevorsteht. Mit der Leistung gegen die Schweiz war der 48-Jährige hochzufrieden: „Wir haben in der Defensive besser gespielt und haben gegen einen starken Gegner nicht viele Chancen zugelassen. So müssen wir spielen.“ Nach dem Auftaktsieg gegen Kanada hatte der Italo-Kanadier noch moniert: „Die Begeisterung, der Wille, der Kampfgeist haben mir gefallen. Aber wir müssen etwas strukturierter, geduldiger und einfacher spielen.“ Die Umstellung auf die von Cortina geforderte Mischung aus Mann- und Zonendeckung funktionierte im zweiten Spiel schon deutlich besser. In der Offensive bemühte sich das DEB-Team um Zug zum Tor. „Er legt Wert darauf, dass wir gradlinig zum Tor gehen“, sagte Kapitän Michael Wolf über Cortina.

    Die erste hochkarätige Chance ließ ein Verteidiger aus: Der Berliner Frank Hördler traf nur das Außennetz (4.). Dann funktionierte das Überzahlspiel, das Cortina am Freitag noch bemängelt hatte. Als zwei Schweizer auf der Strafbank saßen, traf Ullmann im Nachschuss, nachdem Torhüter Reto Berra einen Schuss von Thomas Greilinger abgewehrt hatte.

    Auch im Mittelabschnitt behielt die DEB-Auswahl ihre konzentrierte Defensivarbeit bei, dennoch musste der Mannheimer Dennis Endras im Tor mehrmals eingreifen. Hochkarätige Chancen ließ die deutsche Abwehr aber nicht zu. Auch im Unterzahlspiel überzeugte sie, gleich dreimal überstand sie Strafzeiten ohne ein Gegentor. Dabei hatten die Schweizer große Probleme, in die Powerplay-Formation zu kommen. Auch das vierte Unterzahlspiel überstand das Cortina-Team schadlos. Im eigenen Powerplay hatte Ullmann die Chance zum 2:0, scheiterte aber zweimal (49.). So blieb es spannend. Die Schweizer erhöhten noch einmal den Druck, doch die Abwehr hielt stand und Gogulla sicherten den Sieg sieben Sekunden vor dem Schluss mit einem Treffer ins leere Tor. (sid)
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    Zitat Rudolf Nurejew

  14. #12
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    Die Rheinpfalz schreibt zum Gewinn des Deutschlandcups:

    Cortina und die „neue Freundin“ beeindrucken

    Mit einem 2:0 gegen die Slowakei sichert sich die DEB-Auswahl den Sieg beim Deutschland-Cup



    Pat Cortina fühlte sich wie mit „einer neuen Freundin“, die Spieler waren mächtig beeindruckt: Beim Einstand des neuen Eishockey-Bundestrainers fanden beide Seiten schnell zueinander – und zurück zum Erfolg. Die Amtszeit des Italo-Kanadiers, der für viele als Notlösung galt, begann beim Deutschland-Cup in München sofort mit einem Turniersieg.Mit dem 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) gegen Titelverteidiger und Vize-Weltmeister Slowakei sicherte sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gestern zum fünften Mal Platz eins bei ihrem Heimturnier. Schweden-Legionär Alexander Barta (50.) und der Hamburger Garrett Festerling (51.) erzielten mit einem Doppelschlag innerhalb von 50 Sekunden vor 5600 Zuschauern in der Olympia-Eishalle die Tore und sorgten für einen Einstand nach Maß für Cortina.„Seine Berufung war für viele schon ein bisschen überraschend“, sagte Stürmer Marcus Kink und berichtete: „Nach dem ersten Meeting sind wir aus dem Besprechungsraum gegangen, haben uns alle angeschaut und gesagt: Jetzt wissen wir, warum er Bundestrainer geworden ist.“ Der neue Coach habe sofort einen „sehr guten Eindruck“ hinterlassen, ergänzte der Mannheimer Adler-Profi.

    Cortinas Spieler standen dem auf dem Eis nicht nach. Was beim 3:2 gegen Kanada zum Auftakt noch nicht ganz gelang, funktionierte beim 2:0 gegen den Erzrivalen Schweiz schon deutlich besser: Mit einfachem Eishockey, konzentrierter Defensivarbeit und Zug zum Tor erinnerte die Auswahl des DEB an bessere Zeiten. Beim WM-Debakel im Mai war das Experiment mit einem neuen System unter dem Schweizer Jakob Kölliker gescheitert.

    Gegen die Slowaken spielte die deutsche Mannschaft erneut sehr diszipliniert, überstand eine fünfminütige Unterzahl nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Martin Buchwieser und hatte selbst gute Torchancen. Doch es dauerte bis zur 50. Minute, ehe Barta erstmals traf. Nach dem 2:0 durch Festerling war das Spiel entschieden. Die erste echte Bewährungsprobe für Cortina wird die Olympia-Qualifikation im Februar in Bietigheim-Bissingen sein. Dort löst nur der Turniersieger das Ticket für Sotschi 2014. „Es ist ein guter Start, aber wir sind noch nirgendwo angekommen“, warnte der 48-Jährige deshalb auch.

    Von „sehr ruhig, sehr sachlich“ (Kapitän Michael Wolf) über „sehr streng“ (Torhüter Dennis Endras) bis „legt Wert auf Disziplin – ob auf oder neben dem Eis, ob im Hotel oder in der Kabine“ (Stürmer Christoph Ullmann) reichten die Bewertungen des neuen Trainers.

    Cortina selbst sah andere Gründe, warum er die Mannschaft beeindruckt habe. „Ein schöner Anzug, saubere Schuhe“, sagte der in Montreal geborene Sohn italienischer Auswanderer, der seit 2006 in München lebt, schmunzelnd. Ernsthaft fügte er an, er habe „sofort gesagt, wie der Plan ist. Wir spielen ein sehr einfaches System. Keiner ist wichtiger als das Team. Es war nichts, was sie nicht schon mal gehört haben“.
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  15. #13
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    Von dem was ich gesehen habe, war es ein solides, Anfangs m.,E. jedoch spielerich schwaches Turnier. Den Sieg gegen Kanada haben wir nur eingefahren, weil diese wirklich absolut garnichts zu Stande brachten - tempomäßig in meinen Augen langsam, einfallslos und taktisch unzureichend. Wir konnten da natürlich auch mit weniger als 100% etwas reißen, aber eigentlich hätten wir die Nordamerikaner an dem Abend einstampfen können, wenn wir nicht nur wieder jedes Drittel erst in den letzten 5 Minuten gespielt hätten.
    Die Partie gegen die Schweiz ist mir bis auf die letzten 15 Minuten entgegangen, das sah aber weit besser aus als am Freitag und gefiel mir recht gut.
    Gestern dann ein wirklich schöner Abschluss - zwar grottige Chancenverwertung zu Anfang, aber trotzdem nicht aufgegeben und gegen ebenfalls kämpfende Slovaken verdient durchgesetzt. Nur die Schläger sollten sie mal überprüfen - da ist ja gestern ein ganzer Haufen Brennholz entstanden...

    Insgesamt für mich ein sehr gutes und 1 mieses Spiel - das gegen die Schweiz werde ich nicht beurteilen, da zu wenig gesehen. Jedenfalls ein ordentlicher Einstieg für unseren Coach und ein Desaster à la Kölliker wurde definitiv abgewendet.

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