Geplanter Zufall

Eishockey: Adler empfangen heute Ingolstadt – Torwart Endras glänzt



MANNHEIM. Schlag auf Schlag. Nach dem jüngsten 3:1-Heimerfolg über die Düsseldorfer EG kletterten die Adler Mannheim in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auf den zehnten Tabellenplatz. Bereits heute, 19.30 Uhr, steht mit dem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt die nächste Partie auf dem Plan.

Seit gut zwei Wochen reden Verantwortliche und Spieler der Adler davon, sich schon im Play-off-Modus zu befinden. Sprich: Jedes Spiel so anzugehen als wäre es vielleicht das letzte. Mit dem nicht glanzvollen, aber verdienten Sieg über den direkten Konkurrenten aus Düsseldorf machten die Adler fraglos einen Schritt in die richtige Richtung. Eine Garantie, nach dem 4. März in den Play-offs dabei zu sein, ist das aber noch lange nicht. „Darum war der Erfolg gegen Düsseldorf auch extrem wichtig“, betonte Stürmer Phil Hungerecker. Er selbst leitete den fünften Heimsieg in Folge mit seinem Treffer zum 1:0 ein (11.). Nachdem DEG-Akteur Jeremy Welsh den Puck vor dem eigenen Tor „dankenswerterweise“ nicht getroffen hatte, stand Hungerecker nach Zuspiel von Ryan MacMurchy goldrichtig. Zufall? Nicht ganz. „Wir bekommen immer gesagt, dass wir bei solchen Situationen vor dem Tor abbremsen sollen. Das habe ich gemacht und hatte zudem das Glück, dass der Puck dann vor meiner Kelle landete“, erläuterte der 23-jährige Flügelstürmer.Die weiteren Treffer von Garrett Festerling (13.) und Matthias Plachta (39.) reichten den Adlern letztlich zum Sieg. Ein Umstand, den die Mannheimer aber vor allem einem Mann zu verdanken hatten, der nach der Partie im Medienraum nur wenige Meter entfernt von Hungerecker stand: Dennis Endras. Der Adler-Schlussmann findet zu seiner Bestform und hielt den Heimerfolg mit starken 36 Paraden fest. Das wusste auch Hungerecker: „Dennis hat den Unterschied ausgemacht. Wir wissen alle, was er kann, und es ist natürlich schön, solch einen Torwart zwischen den Pfosten zu haben.“

Der endgültig für Olympia nominierte Endras wollte seine Leistung nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern sich auf die aktuellen Aufgaben konzentrieren. Eine davon heißt heute Ingolstadt. „Das ist das nächste Endspiel für uns“, sagte Endras zum Duell mit dem Tabellensechsten, der unter dem neuen Trainer Doug Shedden aufblüht. „Wir werden auch hier wieder marschieren“, versprach Hungerecker. koep

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