Beherztes Eingreifen

Mannheim. Bei aller Freude über den am Ende „zu hoch ausgefallenen“ 6:3-Sieg seiner Adler gegen die Grizzlys Wolfsburg: Mannheims Cheftrainer Pavel Gross drängte es am späten Freitagabend danach, dem verunglückten Gästestürmer Marius Möchel alles Gute zu wünschen, „das ist heute das Wichtigste“. Der Wolfsburger hatte sich in einem Zweikampf mit dem schuldlosen Brendan Mikkelson mit der Kufe des eigenen Schlittschuhs eine tiefe Schnittwunde am Oberschenkel beigebracht.

Aufgeregt und trotzdem schnell wurde er von eigenen und Mannheimer Spielern auf die Adler-Bank eskortiert, wo Adler-Teamarzt Dr. Guido Volk erste Hilfe leistete. In einem Mannheimer Krankenhaus wurde Möchel (27) operiert, gestern gaben die Grizzlys halbwegs Entwarnung: keine größeren Gefäße verletzt. Pavel Gross imponierte das beherzte Eingreifen von Freund und Feind: „Alle haben geholfen, das war gut.“

Als Tabellenzweiter gastieren die Adler nun heute (14 Uhr) bei Kellerkind Fischtown Pinguins Bremerhaven und wollen mit ihrer offensiven Wucht – mehr als fünf Tore im Schnitt bei vier Siegen in Folge – weiter punkten. „Wir fühlen uns selbstbewusst“, sagte Verteidiger Cody Lampl, für den es heute gegen die Ex-Kameraden geht: „Bis Freitag hatte ich das total ausgeblendet, aber jetzt habe ich Kopf für den Sonntag. Das wird ein großer Spaß.“ Fragt sich für wen. olw

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