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Thema: Presse vom 26.3.19

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    Presse vom 26.3.19


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    Die Play-off-Monster

    Kommentar von Oliver Wehner



    Die Adler Mannheim beherzigen im Kampf um die deutsche Eishockey-Meisterschaft eine simple Regel: schießen, einfach schießen.

    So muss es sein: In den Play-offs, der entscheidenden Saisonphase im Eishockey, sollten im Idealfall auch mal Spieler treffen, die man als Punktesammler ansonsten nicht so auf dem Schirm hat. Bei den Adlern Mannheim waren das im entscheidenden fünften Spiel der Viertelfinalserie gegen die Nürnberg Ice Tigers Denis Reul und Chad Kolarik. Kolarik? Fragen Sie jetzt vielleicht. Der Topscorer der Punktrunde?? Kann nicht sein, dicker Fehler!

    Nicht so ganz. Denn man mag’s kaum glauben: Der Knipser, dem in bisher drei Mannheimer Jahren im Schnitt 23 Vorrundentreffer gelangen, hatte vor dem 7:4-Sieg am Sonntag sein letztes Play-off-Tor 2017 (!) geschossen. Sein 3:3-Ausgleich gegen Nürnberg war nicht minder wichtig als das vorentscheidende 6:3 Denis Reuls. Der Verteidiger wiederum bejubelte am Sonntag sein erstes Saisontor und schwamm dabei eindeutig im Fahrwasser der Play-off-Monster in seinem Team. Denn Nürnbergs Torwart Niklas Treutle, ein Könner seines Fachs, war längst waidwund geschossen und ließ dann auch den bekanntermaßen selten wirklich harten „Blueliner“ von Reul passieren. „In der Saison hatte ich nicht so viel Glück mit dem Toreschießen“, meinte Reul – insofern hat er’s endlich mal verdient.

    Besagte Play-off-Monster der Adler – Markus Eisenschmid, Luke Adam, Andrew Desjardins, Mark Katic – waren die „Big guys“, die großen Faktoren, in dieser Viertelfinalserie. Der Angriffswucht der Adler waren die Spiel für Spiel stärker werdenden Nürnberger letztlich doch nicht gewachsen. Acht Überzahltore in fünf Spielen sind ebenfalls eine monströse Marke.

    Eishockey kann mit seinem umfangreichen Regelwerk und der mitunter überbordenden Statistik ein kompliziertes Spiel sein, doch die simpelste und von den Fans manchmal besungene Devise lautet: schießen, einfach schießen. Der sechsmalige Torschütze Eisenschmid hat das längst beherzigt. „Er hat bei uns die meistens Schüsse und macht sich keinen Kopf, wenn er das Tor mal nicht trifft“, weiß Trainer Pavel Gross. Unbekümmert bleiben, nicht hadern – auch das macht ein typisches Play-off-Monster aus.

    Angesichts prominenter Bankdrücker wie Brent Raedeke oder Phil Hungerecker betont Gross aber auch: „Jeder ist wichtig in der Kabine, auch die healthy scratches.“ Also jene Spieler, die fit sind, aber eben „überzählig“, wie es so unschön heißt. Am Sonntag fehlte der zwei Tage zuvor hart angegangene Tommi Huhtala, prompt füllte Hungerecker nach zuvor vier Spielen als Zwangszuschauer die Lücke.

    Es ist also keine Floskel, alle müssen jetzt guter Laune sein – und nicht künstlich bei Laune gehalten werden. Dafür ist das Team zu wichtig. Jetzt warten die Adler mindestens bis Freitag, eventuell bis Sonntag auf ihren Halbfinalgegner. Fürchten müssen sie niemanden. Umgekehrt sieht das anders aus.


    www.rheinpfalz.de

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