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Thema: Presse vom 4.4.19

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    Presse vom 4.4.19


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    Der Held, der von nichts wusste

    EISHOCKEY: Adler-Torwart Dennis Endras bemerkt seine größte Tat gar nicht


    VON OLIVER WEHNER


    Mannheim. „Monstersave“, wie man im Eishockey eine Glanzparade des Torwarts gern nennt? Dennis Endras, der Held des Abends beim 1:0-Auftaktsieg der Adler Mannheim in den Halbfinal-Play-offs gegen die Kölner Haie, wusste nichts davon. Er ließ sich aber sehr gern eines Besseren belehren.

    Die Fragerunde mit Endras nach der zwar zähen, aber am Schluss aufregenden Partie in der ausverkauften SAP-Arena, geriet lustig. Wie er es geschafft habe, beim Konter und Schuss von Ryan Jones in Kölner Unterzahl die Scheibe noch irgendwie abzulenken, wollten die Reporter wissen. „Ich dachte, der wär an den Pfosten“, wunderte sich Endras. Ja sicher, aber zuvor hatte er den Puck doch mit einer fantastischen Reaktion dorthin abgelenkt. Endras wirkte verblüfft. Und ein Journalistenkollege vorm Fernseher, ließ man ihn wissen, habe es auch so gesehen und die Info in die Arena gefunkt. „Na dann geben wir ihm doch Recht“, sagte Endras lachend, „perfekt so!“ War ja nicht zu seinem Nachteil. „Ich würde gern mehr darüber erzählen“, versicherte der 33-Jährige, „aber ich weiß es eben nicht.“Was sein Teamkollege Marcel Goc sicher wusste: „Wir haben Dennis heute zu oft gebraucht.“ Die Fehlerquote im Adler-Spiel war ungewohnt hoch, oft fahrlässigem Umgang mit der Scheibe geschuldet. Da zockte Matthias Plachta hier und da etwas viel, da wirkte Joonas Lehtivuori fehleranfällig wie selten, da verzettelte sich Luke Adam häufig, da hatten die Schüsse allgemein eine gewaltige Streuung. „Klar, dass wir uns steigern müssen, das ist kein Geheimnis“, befand Trainer Pavel Gross, dem anzumerken war, dass der Sieg seine einzige Freude gewesen sein dürfte.

    Es gab natürlich auch Lichtblicke abseits des für Eishockey-Verhältnisse kuriosen Resultats. Dass Ben Smith schon nach 43 Sekunden die Scheibe zum einzigen Tor abfälschte, unterstrich die beim oberflächlichen Hinschauen nicht sofort zu greifende Bedeutung dieses Charakterspielers. Herausragend zudem die Bullyquote von Marcel Goc, der nach langer Verletzungspause erst kurz vor den Play-offs wieder Wettkampfhärte bekommen konnte. „Das hat schon gereicht“, sieht sich der NHL-Veteran zur entscheidenden Saisonphase körperlich und mental voll auf der Höhe.

    „Wir spielen gegen das beste Team der Liga“, unterstrich Haie-Trainer Dan Lacroix, und man merkte auch ihm wie Gross eine gewisse Unentspanntheit an – in seinem Fall im Wissen darum, dass an diesem Abend für sein Team mehr drin gewesen war. „Wenn wir Fehler gemacht haben, waren sie immer da“, meinte Marcel Goc. Aber Dennis Endras war im Zweifelsfall eben auch da. „Zu null gespielt, das tut immer gut. Und das Ergebnis sagt ja, dass man dann wenig Fehler gemacht hat“, befand der Held, der seine größte Tat gar nicht wahrgenommen hatte, grinsend. Morgen (19.30 Uhr) geht’s in Köln weiter, am Sonntag (17 Uhr) in Mannheim. Die lästig-lange Pause zwischen Viertel- und Halbfinale ist abgehakt. „Schön, wieder mal Eishockey zu spielen“, stellte Ben Smith schmunzelnd fest.

    www.rheinpfalz.de

  3. #3
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