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Thema: Presse vom 11.4.19

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    Presse vom 11.4.19


  2. #2
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    Der finale Killerinstinkt

    EISHOCKEY: Wie die Adler Mannheim aus einer Niederlage gelernt haben


    VON OLIVER WEHNER



    Köln. Da sage noch jemand, es gäbe unnötige Niederlagen. Als solche wurde vor zweieinhalb Wochen die bisher einzige der Adler Mannheim in diesen Play-offs um die deutsche Eishockey-Meisterschaft eingeschätzt. Nun hat sie den „finalen“ Ausgang der Serie gegen die Kölner Haie mitentscheidend beeinflusst.

    Damals wie am Dienstagabend stand Spiel vier eines Play-off-Duells an, die Adler hatten nach zuvor drei Siegen am Stück schon Matchball. In Nürnberg vergaben sie den ersten davon. „Klar wollten wir daraus lernen“, berichtete Trainer Pavel Gross nun nach dem Finaleinzug, „da hat uns der Killerinstinkt gefehlt. Darüber haben wir lange geredet.“ Was andere als Luxusproblem empfinden mögen, schließlich setzten sich die Adler dann ja doch in fünf Spielen gegen Nürnberg klar durch. Aber es hätte zu einem echten Problem erwachsen können, schließlich hatte es den Gegner – in diesem Fall tatsächlich unnötig – noch einmal aufgebaut. In Köln nun, im Halbfinale, machte der Titelfavorit kurzen Prozess. 4:2-Sieg, Deckel drauf, Vorfreude auf die Endspiele. Und das nächste Luxusproblem: wieder über eine Woche Pause bis zum ersten Finale (Gründonnerstag in Mannheim). Doch dieses Dauerthema, das sich ja letztlich aus der Extraklasse der Adler ergibt, erzeugt bei den Hauptdarstellern nur noch ein Lächeln. „Das ist ja jetzt schon das dritte Mal so, wir werden wieder gut damit umgehen“, betonte Luke Adam, der mit seinem Tor zum 1:0 am Dienstag das Eis bereitet hatte für ein lange Zeit vergleichsweise entspanntes Play-off-Auswärtsspiel.

    Wäre da nicht das letzte Drittel gewesen, das Pavel Gross sogar in die pädagogischen Karten spielte. Denn so wie er nach dem Viertelfinale eben jene Partie in Nürnberg zum Anlass nehmen konnte, bei seinem Team eventuelle gefährliche Selbstsicherheit zu vertreiben, so wird er nun auch das „leicht ängstliche“ Verhalten, das in zwei Kölner Treffern und dann eben einer doch noch halbwegs spannenden Schlussphase mündete, ausführlich thematisieren. „Der Lernprozess muss rasch stattfinden“, sagt der Coach „jetzt ist die Zeit limitiert“.

    „Ein gutes Team lernt aus den Fehlern, diese Chance haben wir genutzt“, fand Stürmer Garrett Festerling, der vor seinem Tor zum 0:3 schlitzohrig Überzeugungsarbeit bei den Schiedsrichtern geleistet hatte. Sie sollten sich die Szene doch noch mal im Videobeweis anschauen, riet er ihnen. Mutmaßlich hätten sie es auch von sich aus getan, jedenfalls erst so war erwiesen, dass Haie-Torwart Gustaf Wesslau die Scheibe zwar in der Fanghand hatte, die aber dummerweise jenseits der Torlinie lag.

    Wie geht's nun weiter? Die Spieler können kurz durchschnaufen, vor allem Tommi Huhtala, der sich am Dienstag eineinhalb Stunden vor dem ersten Bully krank für die Partie abmelden musste. An sich im Nachhinein eine gute Nachricht, bedeutet sie doch, dass sein Ausfall keine besorgniserregende Spätfolge der Nürnberg-Serie ist, als er sehr hart angegangen worden war. Und die Coaches – Pavel Gross und Mike Pellegrims – schauen sich morgen in München den Finalgegner vor Ort an.


    www.rheinpfalz.de

  3. #3
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    Endras – Trumpf im Titelrennen

    Kommentar von Oliver Wehner



    Der Torwart der Adler beweist in diesen Play-offs, dass er immer noch eine Koryphäe im deutschen Eishockey ist.

    Irgendwann, irgendwo war es kürzlich zu lesen, dieses Wort mit dem bösen Präfix: Ex-Eishockey-Nationaltorwart. Ex. Klingt nach Vergangenheit, dabei ist Dennis Endras für die Adler Mannheim Gegenwart und Zukunft zugleich: Als bester Goalie der Play-offs ist er ein Versprechen auf den ersehnten nächsten Meistertitel.

    Fakt ist: Ex-Bundestrainer Marco Sturm (diesmal Betonung auf Ex) setzte nicht unbedingt auf Endras. Die olympische Silbermedaille nahm dieser ohne einen Einsatz in Pyeongchang mit, zur WM wurde er nicht berufen. Aber a) wissen wir nicht, wie der neue Bundestrainer Toni Söderholm plant. Und b) beweist Endras mit seinen nun 33 Jahren, dass er eine Koryphäe im deutschen Eishockey war, ist und noch sein kann. Auch dank des klugen Torwart-Managements seines Vereinstrainers.

    Endras mag viel Inspiration aus dem sommerlichen Überraschungsbesuch des damaligen Europatouristen Sidney Crosby in seinem Allgäuer Torwartcamp gezogen haben. Belebt und gestärkt hat ihn Adler-Coach Pavel Gross mit seiner konsequenten Rotation während der Punktrunde. Und der ebenso konsequenten Festlegung vor den Play-offs auf Endras als Nummer 1 vor dem zuverlässigen Chet Pickard. Die Folge: Endras wirkt in der entscheidenden Saisonphase niemals überspielt.

    Ex-Meister ist er, sicher. 2015 – der vorerst letzte Titel der Adler und auch seiner. Zumindest dieses Ex kann Endras im Verbund mit seinen Vorderleuten nun tilgen.


    www.rheinpfalz.de

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