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Thema: Presse vom 6.8.19

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    Presse vom 6.8.19

    Larkin: „Träume sehr oft von diesem Tor“

    Mannheim. 26. April, Verlängerung des fünften Finalspiels, 73 Minuten und 37 Sekunden sind gespielt: Verteidiger Thomas Larkin (28) schießt die Adler zur deutschen Eishockey-Meisterschaft. Er geht nun in seine vierte Mannheimer Saison.

    Thomas, wie oft haben Sie in den vergangenen drei Monaten von dieser Szene, von diesem Schuss ins Glück, diesem entscheidenden Tor geträumt?
    Ich könnte jetzt sagen: selten. Aber das stimmt nicht. Also ehrlich: sehr, sehr oft. Es ist der Höhepunkt meiner Karriere, das wird nur ganz schwer zu toppen sein.

    Fühlt sich der Sommer mit solch einem Triumph im Rücken anders an?
    Er ist kürzer, aber definitiv besser. Du schwebst auf einer Wolke – völlig egal, wie das Wetter ist (lacht). Es dauert auch lange, bis du realisierst, dass wieder eine neue Saison kommen wird, in der die Karten neu gemischt werden. Klar, Mannheim ist selig nach dem achten Meistertitel. Aber ich sage: Die neunte Meisterschaft wäre noch schöner ...

    Sie sind Sohn eines Amerikaners und einer Italienerin, sind selbst (noch) Italiener, haben eine Deutsche geheiratet. Ihre Einbürgerung läuft, Sie warten auf den Bescheid der Stadt Mannheim. Haben Sie die Hoffnung, dass es mit dem deutschen Pass noch bis zum Saisonstart klappt?
    Ja, aber zum Stand der Dinge kann ich nichts sagen. Dass meine Frau Luisa Deutsche ist, kann helfen. Und mein Großvater väterlicherseits war Deutscher, er kam aus Dresden.


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  2. #2
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    Mit dem Supertalent ist nicht zu rechnen

    Kommentar von Oliver Wehner


    Die Adler werden wohl ohne Moritz Seider auskommen müssen. Im Sturm wäre noch Platz für einen anderen guten Namen.

    Auf dem neuen Mannschaftsfoto sind beide erst gar nicht zu finden: Moritz Seider und Lean Bergmann, gestern im ersten Training auf dem Mannheimer Eis, „gehören“ den Adlern schon gar nicht mehr, sondern ihren NHL-Klubs. Seider den Detroit Red Wings, Bergmann den San Jose Sharks. Letzterer wäre ein interessanter Neuzugang gewesen und könnte es noch werden – wie im Fall Seider bemühen sich die Adler um eine Leihe, falls die US-Teams in dieser Saison noch auf die Talente verzichten können.
    Aber es ist klug, sich mit diesem Gedanken gar nicht allzu sehr anzufreunden. Seider reist bereits nächste Woche zum ersten Camp nach Detroit. Der Überflieger hat bisher stets bewiesen, dass er sich auf Anhieb durchsetzen kann – bei den Adlern bereits als 16-Jähriger bei einem Vorbereitungsturnier, dann als 17-Jähriger in der Profimannschaft, zuletzt mit 18 als bester deutscher Verteidiger bei der WM. Detroits Boss Steve Yzerman, die Eishockey-Legende, hat sich persönlich um das Ausnahmetalent bemüht. Die Hoffnung, dass Seider noch ein Heimatjahr gewährt wird, ist eher gering.

    Dass die Adler ihren Kapitän Marcus Kink freistellten und Vorrunden-Topscorer Chad Kolarik gehen ließen, beweist, dass selbst die Meistersaison 2018/19 ein Übergangsjahr war und der propagierte Umbruch erst jetzt weitgehend vollzogen ist. Durchaus mit Risiken, denn mit aktuell elf gesunden gestandenen Stürmern – ohne Rekonvaleszent Eisenschmid – ist der Angriff auf Kante genäht. Was die Spekulationen nährt, dass Tobias Rieder (26) noch ein Thema werden könnte. Der natürlich interessierte Adler-Manager Alavaara sieht ihn eher in der NHL als in Mannheim. Abwarten. Edmonton jagte Rieder regelrecht vom Hof – das hat seine Chancen in Nordamerika nicht verbessert.


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  3. #3
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    Die Meisterschaft war gestern

    Eishockey: Noch schneller, noch beweglicher – so erwarten und wünschen sich die Adler Mannheim ihr Team für die kommende Saison, die mit dem ersten Eistraining begann. Sechs Neuzugänge sollen für diese Tugenden bürgen. Ein Kapitän wird noch gesucht. Und: Eine besondere Zeremonie steht bevor.


    Von Oliver Wehner und Lea Ochssner


    Der Auftrag
    Klar, Titelverteidigung, was auch sonst? „Ich wusste schon vor einem Jahr, dass man nicht nach Mannheim kommt, um es nur in die Top Ten zu schaffen“, stellte Meistertrainer Pavel Gross klar. Er kündigte gestern aber auch sofort an, über die vergangene Saison („Die war gut, ist aber erledigt“) nicht mehr reden zu wollen.

    Der „Meisterblues“
    Den hatten die Adler nach ihren Titelgewinnen 2007 und 2015 im darauffolgenden Jahr – und scheiterten. Was spricht diesmal dagegen? Für Sportmanager Jan-Axel Alavaara, dass das Team dank der sechs läuferisch starken Neuzugänge für „noch mehr Tempo und Mobilität“ steht. Und Pavel Gross deutete an, dass es sogar im Meisterjahr Spieler gab, „die nicht so zufrieden waren und von denen wir uns auch mehr erhoffen“. Er nannte keine Namen, aber man darf hier sicher Brent Raedeke, Cody Lampl oder Phil Hungerecker aufführen.

    Die Neuzugänge
    Sechs sind’s inklusive Sturmtalent Tim Stützle (17). Die gut 500 Fans staunten gestern im ersten Training schon über die Größe (1,93 m) des Kroaten Borna Rendulic (27) und die Skaterqualitäten des Finnen Jan-Mikael Järvinen (31). Der schwedische Torwart Johan Gustafsson (27) kann sicher noch mehr positiven Leistungsdruck auf Play-off-Held Dennis Endras ausüben. Verteidiger Chad Billins (30) ist Amerikaner, kam aber ebenfalls aus Schweden, wo sich Jan-Axel Alavaara bestens auskennt. Und Defender Björn Krupp (28) freut sich schon auf das Wiedersehen mit seinem prominenten Vater Uwe: Der Ex-Bundestrainer betreut Sparta Prag, das am 25. August in Heilbronn zum Testspiel gastiert. „Da mussten wir drüber lachen. Es ist immer schön, sich zu sehen, bei so einem Familienderby. Während des Spiels bleiben wir professionell, aber danach kann man sich umarmen“, sagte Krupp junior gestern.

    Die Fragezeichen
    Moritz Seider (18) fliegt nächsten Montag nach Detroit. „Erst mal einleben, mit den Jungs trainieren“, skizzierte er gegenüber der RHEINPFALZ seinen Start bei den Red Wings. Dem Talentcamp schließt sich das Main Camp des NHL-Klubs an, „der Höhepunkt“. Dort will sich das Supertalent definitiv für sein erstes Nordamerika-Jahr empfehlen: „Ich will mich nicht irgendwann fragen lassen müssen, warum ich es nicht gleich probiert habe.“ Auch der Umweg über das nahegelegene AHL-Team Grand Rapids Griffins sei für ihn akzeptabel. Lean Bergmann (20) wird etwas später bei den San Jose Sharks vorspielen. Bei beiden gilt: Würden sie die NHL-Klubs noch für eine Saison nach Mannheim verleihen, wäre das ein Bonus für die Adler. Scharfschütze Markus Eisenschmid (28 Saisontore) war bis zu seiner schweren Verletzung im letzten WM-Spiel auch ein Nordamerika-Kandidat. Ironie des Schicksals: So blieb er Mannheim erhalten und arbeitet an seinem Comeback, vielleicht im Oktober. „Wann er wieder aufs Eis geht, wissen wir noch nicht, aber alles ist im Plan“, sagte Trainer Gross.

    Die Faneuphorie
    Zum ersten Ligaheimspiel am 15. September gegen die Kölner Haie darf mit einer ausverkauften SAP-Arena geliebäugelt werden. Zumal Geschäftsführer Matthias Binder gestern einen Rekord vermeldete: 7600 Dauerkarten sind bereits verkauft, so viele wie noch nie. Mit 10.800 Zuschauern im Schnitt kalkulieren die Adler – klingt eher defensiv, vergangene Saison waren es 11.800. „Mit günstigem Spielplan“, relativiert Binder.

    Der Kapitän
    Ist weg. Marcus Kink musste nach neun Jahren als Captain gehen. „Wenn deine Kabine einen Freund, großartigen Teamkollegen und echten Leader verliert, ist das richtig beschissen“, postete Dennis Endras daraufhin in Facebook. „Wir müssen es hinnehmen“, sagte Marcel Goc (35), der – in seinem letzten Adler-Jahr? – als potenzieller Nachfolger gilt. In der Vorbereitung wird das „C“ auf der Trikotbrust rotieren, ehe vor dem ersten Champions-League-Spiel am 30. August eine Entscheidung fällt, verriet Pavel Gross.

    Die Vorbereitung samt Clou
    Nimmt mit dem Testspiel am Donnerstag, 15. August, in Wiel/Schweiz gegen den EHC Biel richtig Fahrt auf. Ausverkauft wird die SAP-Arena-Nebenhalle mit rund 800 auszulosenden Dauerkartenbesitzern gegen HV 71 Jönköping (21. August) sein. Der Clou folgt am 7. September: Dann wird das Meisterbanner bei der öffentlichen Premiere des Meisterfilms unters Dach der Arena gezogen – im Beisein aller Titelhelden samt Familien. Deshalb entschieden sich die Adler auch gegen das erste Ligaheimspiel für diese Zeremonie.


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