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Thema: Presse vom 7.8.19

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    Presse vom 7.8.19

    So klein ist die Welt

    Eishockey: Das Adler-Torwartduo Gustafsson und Endras hat eine Vorgeschichte


    Von Oliver Wehner



    Mannheim. Die Eishockey-Welt ist klein. Vor acht Jahren trafen die Torhüter Dennis Endras und Johan Gustafsson im fernen Minnesota schon einmal aufeinander – im Camp des dortigen NHL-Klubs. Schnell verloren sie sich wieder aus den Augen und sind nun mit einiger Verspätung doch vereint: beim deutschen Meister Adler Mannheim.

    „Ich war gerade von den Minnesota Wild gedraftet worden, Dennis hatte dort unterschrieben“, erinnert sich Gustafsson, der sieben Jahre jünger ist als Endras. Der hatte schon den Ruf des WM-Helden von 2010 weg und wollte sein Glück in Nordamerika versuchen, schaffte es aber nur ins Farmteam. Ebenso wie zwei Jahre später Gustafsson, der 2015 in seine schwedische Heimat zu den Frölunda Indians in Göteborg zurückkehrte.
    Spukt der Traum von der NHL trotzdem noch im Hinterkopf? „Nein, so denke ich nicht“, beteuert der heute 27-Jährige, mit dem den Adlern für viele Experten ein Transfercoup gelungen ist. Nach vier Jahren Frölunda mit drei Champions-League-Titeln und zwei Meisterschaften „brauchte ich eine neue Umgebung“, erzählt Gustafsson. Der Familienrat tagte und entschied sich für Deutschland. Überraschend, könnte man meinen, doch der Linksfänger stellt klar: „Man hat es ja an Olympia und auch der WM gesehen: Das deutsche Eishockey ist auf dem Weg nach oben.“ Dazu volle Hallen, laute Fans – „das wird ein Abenteuer.“ Auch für die Familie: Seine Verlobte und die ein Jahr alte Tochter kommen in zwei Wochen nach.

    Ein Abenteuer, das zunächst auf eine Saison ausgelegt ist. Als Nachfolger des Deutsch-Kanadiers Chet Pickard „verbraucht“ Gustafsson eine Ausländerlizenz. Das belegt schon, wie überzeugt die Mannheimer Kaderplaner um den Schweden-Experten Jan-Axel Alavaara von dem Goalie sind. „Die Doppelbelastung aus DEL und Champions Hockey League erfordert, dass wir gerade auf der Torhüterposition stark besetzt sind“, betont der Manager. Und Trainer Pavel Gross steht ja wie kaum ein anderer Coach in der Deutschen Eishockey-Liga für konsequente Torwart-Rotation. Deshalb wundert Gustafsson auch die Frage, ob Wettbewerb, gar Rivalität oder doch Partnerschaft sein Auskommen mit Play-off-Star Dennis Endras prägen werde. „Eindeutig Partnerschaft“, antwortet er, „wir wollen uns pushen zugunsten des Teams“.

    Schwedischer Meister, Champions-League-Sieger – seine Titelsammlung ist schon beeindruckend. 2013 stand Gustafsson zudem im „Tre-Kronor“-Team, dem im eigenen Land der WM-Triumph glückte. Dennoch ist die Frage berechtigt, ob er sich als Weltmeister fühlt. „Schwer zu sagen“, sagt er und ergänzt nach kurzer Überlegung: „Eigentlich nicht. Ich war dritter Torwart und habe nicht gespielt. Aber ich war auch noch sehr jung.“ Das ist er mit seinen nun 27 Jahren immer noch – jung genug jedenfalls, um sich auch in Mannheim zu verewigen.


    www.rheinpfalz.de

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