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Thema: Presse vom 16.9.19

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    Presse vom 16.9.19


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    Für jede Lösung ein Problem

    EISHOCKEY: Vier Punkte nach dem Auftaktwochenende, das ist für Meister Adler Mannheim ein allenfalls passabler Ligastart. Gegen die Kölner Haie gab es immerhin einen Zähler bei der 1:2 (0:0, 1:1, 0:0; 0:1)-Niederlage nach Verlängerung. Der Trainer war dennoch mächtig sauer.


    Von Oliver Wehner


    Mannheim. Pavel Gross' Miene war der Ärger bereits abzulesen, aber der Adler-Coach fand auch noch klare Worte. „Unser bester Mann war eigentlich nur Dennis Endras“, lobte er erst seinen Torwart - und teilte dann aus: „Ich bin gar nicht zufrieden, wie wir spielen. Ich werde hier nichts schönreden.“ Schon im ersten Drittel „war es sehr einfach, gegen uns zu spielen. Das mag ich überhaupt nicht, und das werden wir ändern.“ Ups!

    Weil Phil Hungerecker angeschlagen fehlte, rutschte Verteidiger Janik Möser ins Line-up - aber als Stürmer, was der vielseitige bald 24-Jährige ja auch spielen kann. Die Musik zum Warmmachen durfte das Geburtstagskind auflegen lassen: Stürmer David Wolf wurde 30. Ein noch größeres Geschenk gab's nicht.

    Das Auftaktdrittel bot einen Vorgeschmack auf die neuen Haie unter Trainer Mike Stewart und seinem Assistenten Ron Pasco, dem ehemaligen Mannheimer Publikumsliebling. Neun Minuten lang wirbelten die Gäste mit fünf U23-Akteuren nach Belieben, unterbrochen nur von einer riesigen Konterchance für Tommi Huhtala. Die Adler verfuhren nach dem Motto: Für jede Lösung ein Problem. Denn fast immer, wenn eine heikle Situation bereinigt schien, kam der absehbar irrlichternde Pass in die neutrale Zone, wo die Scheibe prompt wieder verloren ging. Richtig Stimmung in der Bude war erst, als Matthias Plachta den zuvor zweimal beinahe einschussbereiten und von Lucas Dumont hart angegangenen David Wolf „rächte“. Es bedurfte da schon dieses physischen Zeichens.

    Und so wirklich stressresistent waren die Haie nicht - gerieten sie mal unter Druck, nahmen sie Strafzeiten. Eine „doppelte“ Überzahl nutzten die Adler nach Wiederbeginn prompt zum 1:0 durch Borna Rendulic (24.), der sich so fürwahr den roten Topscorerhelm verdiente. „Aber froh bin ich nicht nach diesem Spiel, keiner ist das“, versicherte der Kroate mit finnischer Eishockey-Sozialisation.

    Auch sein Team musste danach öfter in Unterzahl agieren, nahm so den Ausgleich durch James Akeson hin (29.), überstand aber auch eine lange 3:5-Situation. Apropos: Lange - fast vier Minuten - dauerte auch ein Videobeweis, nachdem der starke Adler-Goalie Dennis Endras die Scheibe auf der Torlinie unter seinem Fanghandschuh verborgen gehalten hatte. Das Hauptschiedsrichter-Duo entscheid zu seinen Gunsten, da hieß es: Im Zweifel für den Angeklagten.

    Darauf konnte Sinan Akdag in seinem 301. DEL-Spiel im Schlussabschnitt nicht plädieren, als er wegen hohen Stocks gegen den Kopf des Gegners gleich für vier Minuten raus musste. Eigentlich eine Schwächung zur Unzeit, aber die davor schon überlegenen Adler machten aus der Not eine Tugend und zogen Energie aus der durchaus kreativen Abwehrschlacht. In der Overtime hatte das im Lauf der Partie aufdrehende Toptalent Tim Stützle den Mannheimer Siegtreffer zweimal auf dem Schläger - doch am Ende bejubelten die Gäste den nicht ganz unverdienten Zusatzpunkt dank Routinier Jonathan Matsumoto. Da konnte sich Stützle auch nicht mehr über den Souvenir-Puck freuen, den Kollege Akdag dem 17-Jährigen nach seinem ersten Ligator überhaupt in Nürnberg gerettet hatte.


    So spielten sie

    Adler Mannheim: Reul, Akdag; Lampl, Billins; Lehtivuori, Katic; Krupp - Plachta, Goc, Wolf; Huhtala, Smith, Stützle; Rendulic, Järvinen, Soramies; Möser, Raedeke, Krämmer

    Kölner Haie: Wesslau - Aronson, Müller; Zerressen, Gangné - Gnyp, Ugbekile - Hanowski, Pfohl, Oblinger; Dumont, Sill, Genoway; Köhler, Matsumoto, Palka; Uvira, Akeson

    Tore: 1:0 Rendulic (Katic) 23:15, 1:1 Akeson (Gagne) 28:23, 1:2 Matsumoto (Gagne) - Strafminuten: 10 - 6 - Beste Spieler: Endras, Lehtivuori, Stützle - Wesslau, Gagne, Genoway - Zuschauer: 12.541 - Schiedsrichter: Kopitz (Berlin)/Schukies(Herne).


    www.rheinpfalz.de

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