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Thema: Presse vom 26.10.19

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    Presse vom 26.10.19


  2. #2
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    Järvinen der Held

    Eishockey: Siegtor zum 4:3 der Adler gegen Straubing


    Von André Dinzler


    MANNHEIM. Wichtiger Sieg für die Mannheimer Adler: Gegen den direkten Konkurrenten Straubing Tigers gab es gestern Abend einen umkämpften, aber verdienten 4:3 (2:1; 0:0; 2:2)-Sieg. Jan-Mikael Järvinen sorgte 51 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung.

    Es war über die gesamte Dauer ein Spiel, das die Herzen der Trainer höher schlagen lässt: Intensive Duelle, Kampf um jeden Zentimeter Eis, kaum Torchancen – ein Match wie an der Taktiktafel konstruiert. Und wenn es die Trainer freut, dann ist es meist für die Fans, die erfahrungsgemäß tolle Spielzüge, Fights und ein offensives Spektakel bevorzugen, etwas schwerere Kost.

    Beide Teams schenkten sich nichts, spielten auf Augenhöhe. Mit dem besseren Beginn für das Überraschungsteam aus Bayern: TJ Mulock stocherte die Scheibe im Fallen an Johan Gustafsson, der den angeschlagenen Dennis Endras im Tor vertrat, vorbei zum 0:1 in die Maschen. Doch wenige Tage nach dem 1:6-Debakel in Schwenningen rissen sich die Mannheimer diesmal zusammen. „Mister 100 Prozent“ Andrew Desjardins, stets ein Vorbild an Einsatz und Leidenschaft, sorgte in Überzahl keine zwei Minuten später für den Ausgleich, als er einen Eisenschmid-Schuss als Abstauber über die Linie drückte.

    Knapp vier Minuten später war es erneut Desjardins, der einfach mal von der blauen Linie abzog und einen Straubinger Verteidiger unglücklich traf – der Puck sauste unhaltbar ins Tor. Insgesamt war die Adler-Führung nach 20 Minuten sicher etwas glücklich.

    Im Mittelabschnitt das gleiche Spiel. Beide Teams mit wenig Fehlern, Straubinger Chancen fast nur in Überzahl. Gleich mehrmals bewahrte der sehr gut haltende Johan Gustafsson sein Team vor dem Ausgleich. Auf der anderen Seite vergaben Ben Smith (31.), Jan-Mikael Järvinen (32.) und vor allem Nico Krämmer per Alleingang (38.) die wenigen guten Gelegenheiten zur 3:1-Führung.

    Es blieb auch im letzten Drittel ein Spiel der wenigen Chancen. Umso wichtiger, dass man seine Überzahlsituationen nutzt. Das taten die Adler: Als gerade 55 Sekunden einer doppelten Überzahl verstrichen waren, sorgte Matthias Plachta für das 3:1. Straubing blieb jedoch giftig, der Anschlusstreffer nur vier Minuten später erneut durch TJ Mulock weckte Hoffnung. Zurecht, denn – natürlich in Überzahl – gelang Laganière der 3:3-Ausgleich. Und dann kam Järvinen: 59 Sekunden vor dem Ende traf der Neuzugang nach herrlichem Zuspiel von Markus Eisenschmid zur Entscheidung.

    So spielten sie
    Adler Mannheim: Gustafsson - Lehtivuori, Katic; Reul, Akdag; Lampl, Billins; Krupp - Plachta, Desjardins, Klos; Huhtala, Smith, Stützle; Rendulic, Järvinen, Eisenschmid; Hungerecker, Goc, Krämmer
    Straubing Tigers: Vogl - Brandt, Acolatse; Schopper, Kohl; Eriksson, Daschner; Gläßl - Loibl, Connolly, Williams; Mouillierat, Heard, Mulock; Laganière, Balisy, Turnbull; Schönberger, Brunnhuber, Ziegler
    Tore: 0:1 Mulock (Turnbull) 8:24, 1:1 Desjardins (Eisenschmid) 10:19, 2:1 Desjardins (Plachta) 14:51, 3:1 Plachta (Huhtala) 47:24, 3:2 Mulock (Mouillierat) 51:23, 3:3 Laganière (Eriksson) 55:38, 4:3 Järvinen (Eisenschmid) 59:09 - Strafminuten: 12 - 20 - Beste Spieler: Desjardins, Lampl - Connolly, Mulock - Zuschauer: 10.270 - Schiedsrichter: Hunnius/Kopitz (Berlin/Iserlohn).


    www.rheinpfalz.de

  3. #3
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    Die Wochenendkolumne

    Ich bin der Meinung, ...


    ... dass das nächste Adler-Toptalent noch mehr beachtet wird.

    Seit der vergangenen Saison sind wir Eishockey-Reporter in Mannheim sensibilisiert. Wenn vor dem Spiel der Adler im kleinen Presseraum Herren sitzen, die wir nicht kennen und die nur amerikanisches Englisch sprechen, dann ahnen wir es: Aha, mal wieder Scouts aus der NHL zu Besuch. Der Bekannteste von ihnen hatte einen besseren Platz in der SAP-Arena, er hieß aber auch Steve Yzerman und wäre nun unterm normalen Volk oder auf der Pressetribüne als lebende Legende von zu vielen erkannt und behelligt worden. Jedenfalls schauten sich letzte Saison sehr viele Späher der besten Liga der Welt Moritz Seider live und vor Ort an. Am Ende lotste ihn ja Yzerman höchstselbst via Nachwuchs-Draft nach Detroit zu den Red Wings. In dieser Spielzeit nun kommen die Herren erneut wegen eines 17-jährigen Ausnahmetalents der Adler. Das auch deswegen noch mehr im medialen und öffentlichen Blickpunkt steht. Eben, weil sofort Vergleiche mit Seider gezogen werden – und weil der Name Tim Stützle logischerweise viel öfter auf der Anzeigetafel landet. Denn der junge Mann ist Stürmer und stellte erst vor einer Woche einen Rekord in der Deutschen Eishockey-Liga auf. Noch nie zuvor hatte ein 17-Jähriger fünf Scorerpunkte in einem Spiel – in seinem Fall ein Tor und vier Vorlagen beim 8:3 gegen Augsburg – erzielt. Darunter war ein Treffer seines kongenialen Sturmreihenkollegen Ben Smith, den Stützle rotzfrech mit einem No-Look-Rückpass, also quasi blind gespielt, vorbereitete. Eine sagenhafte Szene, die diese Woche von Online-Portalen in Nordamerika schon verbreitet wurde ...
    Moritz Seiders besondere Fähigkeiten waren naturgemäß längst nicht so augenfällig – als Verteidiger verrichtete er teilweise schon erstaunlich abgebrüht und robust seinen Job im Männer-Eishockey, das allein aufgrund seiner Physis schon so manchen 21-Jährigen noch überfordert. Und im Fall Stützles muss man natürlich, gar nicht mal als Vorwurf, zudem feststellen: Zwei Tage nach seiner Fünf-Punkte-Gala ging der Ausnahmekönner mit der gesamten Mannschaft beim 1:6 in Schwenningen unter. Auch das wird ihn erden. Im Fußball jedenfalls würde – ja müssten angesichts der schieren Masse der Interview-Anfragen – die Klubs diese Rohdiamanten abschotten. Im Eishockey können es sich die Adler erlauben, recht entspannt zu sein – zumal Stützle wie auch Seider schon sehr erwachsen mit den Medien umzugehen vermag. Und vielleicht hilft ihm im Rampenlicht noch ein Vorteil gegenüber seinem „Vorgänger“: Seider wurde erst im April, mitten in den Play-offs, sein „Kindergitter“ los, diesen obligatorischen Gesichtsschutz am Helm für Unter-18-Jährige. Stützle wird schon im Januar volljährig – und dann auf den ersten Blick gar nicht außergewöhnlich wirken. Auf den zweiten hoffentlich dann aber immer noch.

    www.rheinpfalz.de

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