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Thema: Presse vom 18.11.19

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    Presse vom 18.11.19


  2. #2
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    Adler beenden Negativlauf

    Eishockey: Mannheimer bezwingen Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:0 – Denis Reul bricht den Bann


    Von Volker Endres


    Mannheim. Mit einem 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)-Erfolg in der Deutschen Eishockey Liga über die Fischtown Pinguins Bremerhaven beendeten die Adler Mannheim ihre Negativserie von fünf verlorenen Pflichtspielen. Spielerischen Glanz verbreitete der deutsche Meister dabei selten. Das war aber auch nicht unbedingt zu erwarten.

    Es war ein zähes Ringen, das beide Mannschaften den knapp 11.000 Zuschauern boten. Trübes November-Eishockey. Beide Teams waren im ersten Drittel vor allem auf Fehlervermeidung bedacht. Mit überschaubarem Erfolg. Johan Gustafsson im Adler-Tor strahlte keineswegs die erhoffte Sicherheit aus, ließ die Scheibe immer wieder nach vorne prallen, hatte aber Glück, dass weder nach dem Schuss von Stefan Espeland (6.) noch von Ross Mauermann (11.) ein Spieler der Gäste bereitstand, um den Puck ins leere Tor zu schieben. Es war vor allem die gute Arbeit seiner Vorderleute, die ihm das zweite Zu-Null-Spiel der Saison bescherte, auch wenn er im Schlussabschnitt den Versuch von Cory Cork (54.) ebenso stark parierte, wie den letzten Anlauf von Mak Zengerle (58.).
    Ein Chancenfeuerwerk brannten die Adler aber ebenfalls nicht ab. Cody Lampl vergab die einzige Gelegenheit der Gastgeber (6.) im ersten Abschnitt, scheiterte am starken Tomas Pöpperle. Immerhin besannen sich die Mannheimer auf die durchaus vorhandenen Offensivqualitäten. Im einzigen druckvollen Überzahlspiel scheiterte Matthias Plachta gleich zweimal an Pöpperle, einen dritten Versuch blockte Pinguins-Verteidiger Carson McMillan ab (29., 30.).

    Es war ausgerechnet Verteidiger Denis Reul, der die Torflaute der Adler beendete. Und das Tor passte zum Spiel. Die Scheibe flatterte, von der blauen Linie aus geschossen, hinter dem verdutzten Pöpperle ins Netz (35.). Es war der erste Saisontreffer für den Defensivspezialisten, der von der guten Arbeit seiner Vorderleute profitierte, die dem Torhüter gut die Sicht genommen hatten.

    Es war aber noch längst keine beruhigende Führung. Wieder einmal machten die Adler zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Immerhin war ab dem zweiten Durchgang deutlich mehr Zug zum Tor erkennbar. Was aber fehlte, waren Kaltschnäuzigkeit und manchmal auch ein wenig Glück, wie beim Versuch von Ben Smith (45.), der das leere Tor vor sich hatte und vorbeischoss. Gut, dass der starke Andrew Desjardins da schon auf 2:0 gestellt hatte. Seine scharfe Hereingabe prallte vom Schlittschuh des Bremerhaveners Zengerle ins Netz (41.). Und zum Abschluss der schönsten Kombination des Abends besorgte Tommi Huhtala den Endstand (55.)

    „Es war klar, dass der erste Sieg nach so einer Serie nicht schön sein wird. Du muss dir das Glück erarbeiten, und das haben wir heute gemacht“, sagte Adler-Trainer Pavel Gross. Der Spielausgang sei das Ergebnis der Arbeit während der Nationalmannschaftspause. „Wir haben einige Dinge umgestellt.“ Das System sei nun defensiver ausgelegt, auch wenn dies zu Lasten der Offensivkraft gehe. „Es ist deshalb okay, wenn wir weniger Tore schießen.“ Der Knoten werde früher oder später auch vor dem gegnerischen Tor wieder platzen, sagte Gross, dem die Erleichterung deutlich anzumerken war.


    So spielten sie

    Adler Mannheim: Gustafsson - Reul, Akdag; Lampl Lehtivuori; Larkin, Katic; Wirth - Plachta, Desjardins, Eisenschmid; Rendulic, Goc, Järvinen; Huhtala, Smith, Stützle; Hungerecker, Raedeke, Krämmer

    Fischtown Pinguins Bremerhaven: Pöpperle - Espeland, Fortunius; Moore, Dietz; Weber, Alber; Horschel - Urbas, Zengerle, Verlic; Sykora, Friesen, Feser; Mauermann, Quirk, Uher; Hilbrich, McMillan, Gläser

    Tore: 1:0 Reul (Desjardins, Plachta) 34:28, 2:0 Desjardins (Plachta) 40:40, 3:0 Huhtala (Smith, Stützle) 54:32 - Strafminuten: 10:10 - Beste Spieler: Reul, Desjardins - Pöpperle - Zuschauer: 10.964 - Schiedsrichter: Rantala/Rohatsch (Finnland/Lindau).


    www.rheinpfalz.de

  3. #3
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    Der Motor stottert noch

    Kommentar von Volker Endres



    Trotz relativ weniger personeller Wechsel fehlt den Adler Mannheim nach 18 Spieltagen noch immer die Stabilität der Meistersaison.

    Von den offensiven Neuzugängen Borna Rendulic, Jan-Mikael Järvinen und Tim Stützle überzeugte bislang lediglich der 17-jährige Juniorennationalspieler Stützle. Rendulic ist bislang ebenso wenig ein kreativer Ersatz für Luke Adam, wie Järvinen weder über die Torgefahr von Chad Kolarik noch die Durchschlagskraft von Garrett Festerling verfügt.
    Die Sturmreihe Nico Krämmer, Brent Raedeke und Phil Hungerecker ist die personifizierte Harmlosigkeit, Benjamin Smith verzweifelt gerade vor dem gegnerischen Tor, Markus Eisenschmid fehlt nach seiner langen Verletzung noch die Wettkampfhärte. Gründe genug dafür, dass der Motor des Meisters noch stottert.

    Trainer Pavel Gross ist trotzdem optimistisch. Zumindest zum Teil. „Der Knoten wird platzen. Wir glauben an die Qualität unserer Spieler“, sagte er nach dem Arbeitssieg gegen Bremerhaven. So sei es beispielsweise ein positives Signal, dass sich Ben Smith weiterhin Chancen erarbeite. Anders liege der Fall bei Rendulic. „Auch er braucht ein Erfolgserlebnis, aber dafür muss man arbeiten. Glück findet man nicht im Mülleimer“, so Gross vielsagend.

    Mit seinem Optimismus ist er nicht allein. Auch Adler-Kapitän Marcel Goc glaubt an die Mannschaft. „Es war wichtig, dass wir mal wieder ein drittes Drittel gewonnen haben.“ Das gebe Selbstvertrauen für die kommenden Wochen. „Wir wissen, dass wir ein Spiel in den letzten 20 Minuten noch drehen können.“

    Mit dem Blick auf den weiteren Saisonverlauf ist sich der erfahrene 36-Jährige mit seinem Trainer einig: „Es gibt solche Phasen. Und wenn du sie überwindest, dann kommst du stärker daraus hervor.“ Dafür sei es wichtig, das gewählte Spielsystem konsequent zu Ende zu spielen. Diese Konsequenz haben die Adler in dieser Spielzeit noch nicht oft aufs Eis gebracht.

    Die nächste Gelegenheit dazu ist schon am Dienstag. Im Champions-League-Rückspiel gegen den Hokejovy Klub Mountfield müssen die Adler mit zwei Toren Differenz gewinnen.


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  4. #4
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    Durchlässigkeit

    Handball: Beim Löwen-Talk geht’s um Nachwuchs


    Von Michael Wilkening


    Kronau. Wie steht es um den Nachwuchs im Profisport, wie steht es speziell um die Talente in den Sportarten Handball und Eishockey? Darum ging es bei einer Diskussion, die die Rhein-Neckar Löwen angestoßen hatten und am Dienstag mit prominenter Besetzung in Kronau abhielten. Neue Erkenntnisse brachte der Austausch aber nicht.

    Der Ort war mit Bedacht gewählt, denn die zweite Ausgabe des „Löwen-Talks“ wurde exakt dort abgehalten, wo sonst die Talente der Rhein-Neckar Löwen an ihrem Traum von einer Profikarriere arbeiten. In der Trainingshalle in Kronau hatte der Handball-Bundesligist eine feine Atmosphäre geschaffen, in der sich der frühere Handball-Nationaltrainer Heiner Brand, der ehemalige Manager der Adler Mannheim, Marcus Kuhl, sowie Michel Abt, Trainer der zweiten Mannschaft der Löwen, über den Stand des Nachwuchses, Probleme und Chancen bei der Arbeit mit Talenten unterhielten. „Wir haben den Ort bewusst ausgewählt“, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann bei der Begrüßung.
    Das zentrale Problem besprachen die drei Diskutanten vor etwa 100 Zuhörern ganz zu Beginn, denn weiterhin ist der schwierige Schritt der Nachwuchshoffnungen, den Sprung in das Profiteam zu schaffen. Die Durchlässigkeit von der Jugend zu den Erwachsenen ist schwierig. „Unter Ergebnisdruck ist es schwierig, junge Spieler in schwierigen Situationen einzusetzen“, räumte Abt ein. Unter Umständen sei es deshalb ratsam, dass Talente zunächst den Weg über kleinere Klubs gehen, um Spielpraxis zu sammeln.

    Von einem erfolgreichen Jungadler-Projekt konnte Kuhl berichten, denn seit vielen Jahren bilden die Mannheimer erfolgreich Eishockey-Talente aus. Im Team der deutschen Nationalmannschaft, das 2018 überraschend die Olympische Silbermedaille gewann, standen neun Akteure, die bei den Jungadlern waren. Das Problem, das der ehemalige Manager offen ansprach: „Viele dieser Spieler haben nicht bei uns den Sprung in das Profiteam geschafft.“ Es sei, so Kuhl, ein zweischneidiges Schwert, wenn die Ambitionen des DEL-Teams groß seien, und der Profi-Trainer deshalb „kein großes Interesse daran hat, die Talente auszubilden“. Immerhin sei zuletzt ein Umdenken spürbar gewesen, denn mit Moritz Seider oder Tim Stützle schafften zuletzt ganz junge Akteure den Sprung zu den Adlern – Seider darüber hinaus sogar schon den Sprung in die NHL.

    Seider und Stützle sind gerade auf dem Weg, zu Vorbildern von noch jüngeren Sportlern zu werden. „Wichtig“, sagte Brand, „wichtig ist es, dass die Profis ihre Rolle annehmen und Vorbilder sind“. Dabei geht es darum, auf und abseits des Platzes mit gutem Vorbild voranzugehen, um Werte an die Kinder und Jugendlichen zu transportieren. „Das hat eine große Bedeutung“, sagte der frühere Bundestrainer, der zudem den Gedanken aufbrachte, Ex-Nationalspieler verstärkt in die Nachwuchsarbeit zu integrieren: „Es kann kein Nachteil sein, wenn sie ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergeben.“

    Ein Problem sieht Brand in der großen Verletzungsanfälligkeit der großen Handball-Talente. „Das ist auffällig und könnte irgendwann zu einem Problem der Nationalmannschaft werden“, sagte der jetzige TV-Experte. „Ich weiß nicht genau, woran es liegt, dass Spieler wie Paul Drux, Simon Ernst, Sebastian Heymann oder andere in jungen Jahren bereits schwere Verletzungen haben. Aber man sollte mal darüber nachdenken, wie man so etwas verhindern kann“, so Brand. Möglicherweise, das ließ er durchklingen, werden die große Talente früh zu viel eingesetzt: „Manchmal haben die an einem Wochenende drei Spiele.“


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